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Ein amerikanischer Professor merkt bei seinen
Forschungsarbeiten im Gebiet der Maya, dass sich in kurzer Zeit etwas für
ihn ändern wird. Es zieht ihn magisch auf den nahe liegenden Berg und er
ahnt bereits, dass sein Ende nahe ist. Und tatsächlich soll er noch auf der
Fahrt zum Berggipfel den Tod finden.
Später kommt die Tochter des Professors zum Tatort, um den Tod ihres Vaters
aufzuklären. Sie will herausfinden, wer ihren Vater getötet und
ausgeweidet hat. Dabei setzt sie auf die Hilfe eines jungen Amerikaners, der
seit einer Weile hier lebt und es sich mit so ziemlich allen verscherzt hat.
Die beiden Suchenden finden heraus, dass die Tat wohl etwas mit dem
bevorstehenden Fest zu tun hat, welches am siebten Vollmond des Jahres für
den alten Mayafürsten Xibalbay abgehalten wird... |
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Der italienische Filmbeitrag "Maya"
aus dem Jahre 1988 ist ein durchaus ansehnlicher Genrefilm, der ein wenig an
den Film "Angel Heart" erinnert, der ein Jahr zuvor gedreht wurde.
Regisseur Marcello Avallone, der weder vor noch nach "Maya" einen
filmischen Erfolg nachweisen konnte, hatte es mit einem komplexen Drehbuch
zu tun, dass eigentlich über etwas mehr Potential verfügt, als die
Umsetzung hergibt. Die interessante Geschichte wird immer wieder von kleinen
Langweilern durchwandert, die sich meist in sinnfreien Dialogen und
uninteressanten Erotik-Szenen durch den Plot schlängeln. Die eigentliche
Grundlage der Geschichte, die Kultur des ehemaligen Maya-Volkes, kommt kaum
zur Geltung, was wirklich schade ist.
Dennoch ist "Maya" alles andere als ein schlechter Film. Er ist
mysteriös inszeniert, verfügt über atmosphärisch dichte Momente, ist in
einigen Szenen sehr spannend und kann mit guten Spezialeffekten aufwarten.
Letztere wurden teilweise das Opfer der Zensur, wie es in der Zeit der
Erscheinung des Films in Deutschland üblich war. Es wurde aber nur an drei
Szenen herumgeschnipselt, was der deutschen Version 2,5 Sekunden Spielzeit
kostete. Eine neu aufgelegte DVD-Version beinhaltet diese Szenen zwar, aber
aufgrund der unzureichenden Qualität des Mediums kann man als VHS-Besitzer
lieber nach einem bebilderten Schnittbericht suchen, der in der großen,
weiten Welt des Internets vorhanden ist. Man muss allerdings aufpassen, dass
man sich beim gucken nicht zu sehr auf das Suchen von Schnitten
konzentriert, da man bei der Handlung stets aufpassen muss, will man keine
wichtigen Details verpassen. Man muss schon konzentriert bei der Sache sein,
da die Story alles andere als gradlinig daherkommt.
Die Macher des Films haben gut gecastet, was dem Gesamteindruck natürlich
zugute kommt. Auf Stars wurde zwar verzichtet, die angestellten Darsteller
machen ihren Job aber durchaus solide. Vielleicht bis auf die beiden
Amerikaner, die im Film auf der Durchreise sind, die aber vor Ort endet. Die
beiden Nervensägen sind aber durchaus ertragbar und finden sowieso ihr
gerechtes Ende. Auch der ewig geld- und morallose Protagonist und Antiheld
nervt etwas, dies liegt aber sicherlich eher an der Rolle als an dem
Darsteller.
"Maya" ist als Horror-Film sicherlich nicht zu den schlechten zu
zählen, für die ganz guten reicht es allerdings auch nicht. Die solide
Kost glänzt mit guten Momenten, kann aber weder Spannung, noch Atmosphäre
und auch den interessanten Informationsgehalt über die gesamte Spieldauer
aufrechterhalten. Eine Guckempfehlung kann man aber trotzdem aussprechen. |