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Die Menschheit steht am Abgrund. Nach einem
verehrenden Atomkrieg ist nicht mehr viel von der Zivilisation übrig
geblieben. In den Trümmern hausen nur noch wenige Menschen und dummerweise
hat es sich eine Gruppe zur Aufgabe gemacht, den Rest ihrer Spezies zu
vernichten. Die Templars, so der Name der Outlaws, sind ein Haufen
aggressiver Unholde, die schwer bewaffnet und überproportional motorisiert
sind.
Nur zwei Männer und deren weibliche Begleitung wagen es, sich den
Endzeit-Terroristen in den Weg zu stellen. Der Auto- und Frauen-Narr
Skorpion, mit femininem Anhang und sein mit Pfeil und Bogen bewaffneter
Kollege Genius. Die drei Wiederständler versuchen immer wieder, die Gang
von ihrem Absichten abzubringen. Doch die zahlenmäßige Überlegenheit
spricht gegen einen Sieg der Guten… |
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Nachdem „Mad Max“ zum Ende der 70er Jahre
eine Erfolgswelle auslöste, konnten es sich die italienischen Filmstudios
nicht nehmen lassen, einige Filme ins Fahrwasser der australischen
Ausnahme-Produktion zu werfen. Dabei gab es dann sehr schlechte Beiträge
wie Lucio Fulcis „Die Schlacht der Centurions“, sehr gute wie Sergio
Martinos „Fire Flash“, gute wie „Endgame“ (1983) und
durchschnittliche Machwerke wie eben diesen Film hier, „Metropolis 2000“.
Und dabei hätte man erwarten können, dass Regisseur Enzo G. Castellari
etwas wertvolleres hätte kreieren können, da er bis dato schon mit Filmen
wie „Django - Die Totengräber warten schon“ (1968) oder „Keoma - Das
Lied des Todes“ (1976) und später noch mit Filmen wie „The Riffs I+II“
(1982) aufgefallen ist. Aber nicht alles, was Castellari angefasst hat, ist
unweigerlich zu Gold geworden.
Bei „Metropolis 2000“ liegt die Vermutung nahe, dass der Film die
schnelle Lira einspielen sollte und man recht wenig investiert hat. Die
Kulissen sind im Vergleich zu Genre-Kollegen doch eher unspektakulär
ausgefallen und das Drehbuch hat nicht wirklich viel zu bieten. Der Film
lebt von seiner postapokalyptische Endzeitstimmung und den witzigen
Einlagen, die aber wohl nicht immer so witzig gemeint waren, wie sie dann
aber tatsächlich rüberkommen.
Stimmungstechnisch kann sich der Betrachter nicht beklagen. Es gibt die
typisch schrägen Outfits inklusive dämlicher Frisuren, seltsame Waffen,
die ohrenbetäubende Geräusche abgeben und aufgemotzte Vehikel. Diese
stehen dann auch oft im Vordergrund des Geschehens, was dem Autoliebhaber
sicherlich eine Freude, dem „normalen“ Filmfan aber ein Dorn im Auge
sein könnte. Besonders die Art und Weise, wie Enzo G. Castellari an diese
Szenen rangeht ist sehr plump. Immer wieder werden irgendwelche Leute von
Karren verfolgt um dann kurz vor einem Hügel, der ihn ohne weiteres das
Leben hätte retten können, umzufallen und sich den tödlichen Waffen
hinzugeben.
Und dabei hätte man doch wesentlich mehr zeigen können. Alleine die
Tatsache, dass sich der Trupp der Templar nicht dem langsamen Untergang der
Menschheit hingibt, sondern ihn forcieren will, ist schon Stoff genug. Aber
auf eine gradlinige, komplizierte Handlung wurde gänzlich verzichtet.
Vielmehr darf man Dummdialogen lauschen, den besagten Autorennen folgen und
die restlichen Actionszenen auf sich einprasseln lassen. Spezialeffekte, die
mit Blut angereichert sind gibt es nicht sonderlich viele, einige lassen
sich aber durchaus sehen. Und das dank der ersten ungeschnittenen Auflage in
Deutschland, aus dem Hause CMV Laservision.
Aber natürlich ist nicht alles an „Metropolis 2000“ zu kritisieren.
Besonders gelungen ist der Score, der von keinem geringeren als Claudio
Simonetti, dem Keyboarder von Goblin, stammt. Auch die Darsteller spielen
bis auf eine Ausnahme sehr gut. Fred Williamson („From Dusk Till Dawn“)
als Bogenschütze Genius und George Eastman („Man-Eater“) als Anführer
der Terror-Gang spielen sehr solide. Nur Giancarlo Prete („The Riffs II),
der den Skorpion spielt, bleibt blass und ist in manchen Szenen cooler, als
er es selbst ertragen kann.
Auch der Bodycount und die verschiedenen Waffen wissen zu überzeugen. Zwar
ist, wie bereits erwähnt, der Blutgehalt nicht sehr hoch, dennoch müssen
zahlreiche Darsteller ein glaubhaftes Ableben auf die Leinwand zaubern.
Waffentechnisch gibt es einiges, wo gerne mal drüber geschmunzelt werden
darf und natürlich bekommt man auch den obligatorischen Flammenwerfer in
Aktion zu sehen.
Alles in allem sind die positiven Merkmale aber deutlich zu wenig, um sagen
zu können das man es bei „Metropolis 2000“ mit einem richtig guten Film
zu tun hätte. Dafür langweilt er zu oft und dafür gibt es Genrekollegen,
die wesentlich besser sind. Aber Freunde der italienischen Apokalypse-Welle
werden sich „Metropolis 2000“ sowieso zur Brust nehmen und das hat der
Film sicherlich auch verdient. |