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Die junge Charlotte fährt recht
ziellos durch die Gegend und ist froh, als sie einen Anhalter
sieht. Charlotte entschließt sich den Fremden mitzunehmen und
erfährt, dass dieser Max heißt. Die beiden scheinen sich gut zu
verstehen und rasten nach einiger Zeit gemeinsam. Dies machen
sie in einer heruntergekommenen Kneipe, in der sie bald Probleme
mit einer Meute Rocker bekommen sollen.
Nach der Auseinandersetzung verschwindet Max spurlos. Charlotte
ist auf sich alleine gestellt. Doch das ist nicht das
eigentliche Problem. Problematischer ist, dass die junge Frau in
der Kneipe schlimme Sachen erleben soll… |
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Was mag einen erwarten, wenn man
einen Film wie „Die Meute“ in den Händen hält und man sich
vorher nicht darüber informiert hat. Man lässt einfach das auf
sich zukommen, was auf einen zukommt. Der französische
Horror-Film hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf
aufgebaut und daher kann man sich eigentlich alles, was
genretechnisch daher kommt, angucken.
Und gleich nach wenigen Augenblicken bekommt man etwas
Ordentliche geboten. Man findet sich in einem Road-Movie wieder.
Das hat zwar wenig mit echtem Horror zu tun, weiß aber gut zu
unterhalten. Und bis dann der erste Horror kommt, dauert es gar
nicht mal so lange. Zuvor bekommt man es sogar noch mit
unrichtigem Horror zu tun. Als eine „Horde“ Rocker in der Kneipe
auftaucht, um Ärger zu suchen. Da weiß man, dass man sich nicht
in einem A-, sondern einem B-Film befindet. Echte Fans des
Horror-Films schreckt dies aber natürlich in keiner Weise ab.
Wie gesagt, startet irgendwann der Horror. Der Road-Movie kippt
um und man befindet sich in einer Art Folterstreifen. Mit
leichten Anleihen an den Klassiker „Hotel zur Hölle“. Die
Atmosphäre ist dicht und dreckig. Stimmung macht sich breit. Man
weiß zwar noch nicht so recht wo der Film hin will, man wird
beim Betrachten aber bestens unterhalten.
Die Ziellosigkeit des Streifens von Regie-Debütant Franck
Richard bleibt über die gesamte Spielzeit vorhanden. Denn man
bleibt beim Gucken nicht in einem Folter-Flick. Es gibt einen
weiteren Genre-Sprung, der so nicht erwartet werden kann. Es
öffnen sich die Pforten der Hölle. Soviel sei verraten. Die
Sprünge sorgen zwar für Unterhaltung, bringen aber auch einige
Nachteile mit sich. Man verliert nämlich etwas die Übersicht.
Normale Sehgewohnheiten werden ab absurdum geführt. Selbst
Kenner dürften den Überblick verlieren. Zudem hat man Probleme,
mit den Rollen warm zu werden. An den Darstellern liegt das
nicht, da die zumeist eine sehr gute Leistung abrufen. Es liegt
eher daran, dass keine Zeit da ist um die Rollen vorzustellen
und intensiv auf sie einzugehen. Aber auch hier muss erwähnt
werden, dass der geneigte Horror-Film-Fan damit umgehen kann.
Neben guten Darstellerleistungen gibt es auch gute Effekte
zusehen. Die sind durchaus hart und Mittel zum Zweck, werten den
Film aber auf. Selbiges gilt für die Masken von dem, was den
dritten Teil des Films ausmacht. Die sind sehenswert.
Was nach der Sichtung festzustellen ist, ist dass man einen
soliden Horror-Film mit Drehbuchschwächen und starker Atmosphäre
gesehen hat, der sich den Titel Horror-Film verdient. Er kann
zwar mit guten französischen Horror-Beiträgen der letzten Jahre
nicht mithalten, funktioniert als Schock- oder auch Party-Film
aber ganz gut. Daher kann auch eine ziemlich uneingeschränkte
Guckempfehlung für Horror-Freunde ausgesprochen werden. |