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Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre
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OT: Michael
Bay´s
Texas Chainsaw Massacre |
| ca. 100
Minuten |
| USA 2003 |
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| Regie |
| Marcus Nispel |
| Darsteller |
Jessica
Biel
Jonathan Tucker
Erica Leerhsen
Mike Vogel
Eric Balfour
R. Lee Ermey
u.a. |
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Im Sommer des Jahres 1973 macht sich eine
fünfköpfige Teenagergruppe auf den Weg nach Mexiko, um dort einem
Musikkonzert zu lauschen. Als sie die staubigen Strassen von Texas
durchfahren, sehen sie plötzlich ein apathisches Mädchen auf der Strasse,
dass fast Bekanntschaft mit dem Kühlergrill ihres Kleinbusses macht. Sie
wenden und beschließen, die verstörte junge Frau etwas mitzunehmen, da sie
irgendwo am Ende der langen Strasse wohnt.
Dies soll sich allerdings als schwerer Fehler rausstellen, denn nach dem die
Reisegruppe den Weg, den die junge Frau ging, zurückfährt holt sie einen
Revolver aus ihrem Schritt, steckt ihn in ihren Mund und drückt ab. Die
angerichtete Sauerei ist groß und ein Verbergen der Tatsache kommt nach
kurzer Diskussion nicht in Frage, denn die Heckscheibe ihres Vehikels ist
nicht nur durchlöchert, es kleben auch unzählige, in Blut getränkte,
Hirnstücke an ihr.
Nun wollen sie also dem Fall der Polizei melden, was sich in dieser
abgelegnen Einöde nicht gerade als einfach herausstellen soll. Sie suchen
eine Art Supermarkt auf und werden von dort zu einer alten Mühle geschickt,
wo der Sheriff sie empfangen soll. Dies dauert allerdings ein wenig und so
gucken sie sich in dem heruntergekommenen Gebäude um und entdecken einen
kleinen Jungen, der im Gesicht entstellt ist und ein merkwürdiges Verhalten
an den Tag legt.
Zwei der fünf beschließen, nach einer längeren Wartezeit, die Gegend zu
durchforsten und in der Tat finden sie ein Haus. Erstaunlicherweise verfügt
es sogar über einen Telefonanschluss, was die beiden sichtlich erleichtert.
Der Bewohner des Hauses, ein alter, an den Rollstuhl gefesselter Mann,
lässt allerdings nur das Mädchen in sein Heim, ihre männliche Begleitung
muss draußen warten. Als er aber die Wartezeit für überhöht hält, geht
er in das Gebäude um das Mädchen zu suchen. Was er findet, hat aber nicht
im geringsten etwas mit seiner Freundin zu tun, vielmehr sieht er ein
heruntergekommenes Innenleben, in dem es ein ganzes Zimmer mit Vogelscheiße
gibt, die ein, in einen kleinen Käfig gefangenes, Huhn abgibt. Diese
bizarren Eindrücke soll er aber wenig später vergessen, da er einem leicht
degenerierten Mann gegenübersteht, der eine Ledermaske trägt und ihn mit
seiner Kettensäge bearbeiten will... |
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Das Horrorgenre scheint 2003 einen richtigen
Aufschwung zu erleben, da sich das Filmgeschäft diesem Subgenre wie lange
nicht mehr zugewandt hat. Es gab einige atemberaubende Streifen in den Kinos
zu bewundern, die glücklicherweise auf das jahrelang ausgeschlachtete „Scream-Prinzip“
verzichtet haben. Düstere Atmosphäre scheint wieder ein Renner zu werden
und auch Hollywoodgrössen wie Michael Bay machen nicht vor dem Horrorfilm
halt. Das dies natürlich ein risikoreiches Unterfangen ist, lässt sich
kaum leugnen, denn Bay hatte bis zum Filmstart eine blütenreine und
Milliarden Dollar schwere Weste. In seinen fünf Regiearbeiten hat er die
Filme „Bad Boys“, „Bad Boys 2“ „Armageddon“, „The Rock“ und
„Pearl Harbor“ zu verantworten. Alle wurden ein Riesenerfolg und
spielten nicht weniger als 1,5 Milliarden Dollar ein! In „MBTCM“ führte
Bay allerdings nicht Regie, sonder gab den Stab an den gebürtigen deutschen
Marcus Nispel weiter. Aber warum beschäftigen sich Bay und Nispel, mit
einem Streifen, der seinerzeit für viel Aufsehen sorgte und wohl wesentlich
mehr Gegner als Fans hat?
Wahrscheinlich weil die Vorlage unter den Fans, die diesen Film lieben, mit
am beliebtesten ist, denn auch 29 Jahre nach dem Erscheinen des „Blutgericht
in Texas“ ist der Film in aller Munde. Widererwarten beschäftigt sich der
Streifen nicht mit der detaillierten Zerschneidung mittels der Kettensäge,
nein er verbreitet eher Angst und Schrecken, zeigt wie quälend ein Leben
sein kann und wieso die amerikanischen Hinterwäldler so interessant zu
beobachten sind.
Bay und Nispel haben allerdings darauf verzichtet, alles bis aufs kleinste
Detail zu kopieren und haben dem Film etwas Eigenleben gegeben, dass wohl
auch nötig war, um die Menschenmengen in die Kinos zu ziehen. Gleich zu
Beginn wird einem beim Betrachten klar, dass die Story zwar nicht
grundlegend, aber doch um einiges geändert wurde. War es im Original noch
der Bruder des Kettensägenmann, der den Touristen einen Schrecken in die
Glieder jagte und sich dann wieder aus dem Staub machte. Diesmal spielt
diese Rolle eine junge Frau, die den Bus betritt und später nur (in Plastik
gehüllt) rausgetragen werden kann... Sicherlich fragen sich viele, warum
die Story so geändert wurde, da diese Szene im Original ja nicht unbedingt
unwichtig war, wenn dann aber die Kamerafahrt durch den durchlöcherten Kopf
auf der Leinwand erscheint, wird klar, in wiefern die Verantwortlichen das
Tobe Hooper Werk verändern wollten.
Auch wenn sich im weiteren Verlauf vieles ähnlich, Im Bezug auf das
Original abspielt, ist es doch etwas anders. Der Film wurde um einige
Charaktere verstärkt, es mussten aber auch einige gehen. Besonders gelungen
ist die neue Rolle des Sheriffs, die von keinem geringerem als R. Lee Ermey
gespielt wird, der als „Schleifer“ schon einige Auftritte in Filmen wie
„Full Metal Jacket“, „Zickenterror“ „Dead Man Walking“...
gespielt hat. Er ist schauspieltechnisch sicherlich die einzige Augenweide,
da die anderen Rollen nicht sonderlich anspruchsvoll sind. Einzig und allein
Jessica Biel fällt etwas aus den Schatten, dies ist allerdings eher
optischer Natur... Insgesamt gesehen liefern die Darsteller eine gute Arbeit
ab, die aber auf gar keinen Fall überbewertet werden darf.
Der Film lebt ganz klar von seiner Spannung, der düsteren Atmosphäre und
den nett anzusehenden Kulissen, die mehr als ein mal an „Wrong Turn“
erinnern. Zudem gibt es noch einige Ekeleinlagen, die sich gewaschen haben
und es sicherlich verantworten müssen, dass nicht jeder Kinobesucher diesen
Film bis zum Ende durchhalten wird. Der Ekelfaktor ist extrem hoch und wird
auch abgehärteten Mägen schwer zu schaffen machen!
Ein direkter Vergleich mit dem Original fällt schwer, denn Michael Bay´s
Variante wurde ja fast 30 Jahre später gedreht und in dieser Zeit ist viel
Wasser die Flüsse der Erde hinuntergeflossen. Die Zeiten haben sich
geändert und so auch das Kinopublikum, was natürlich bei einem
angestrebten Erfolg beachtet werden muss. Die neue Mischung ist zwar anders
als die alte, sie ist aber sicherlich nicht schlechter. „MBTCM“ ist
blutiger, ekeliger, effekt- und actionlastiger als sein Vorgänger und nicht
zuletzt wohl auch massenverträglicher. An den Charme des originalen „TCM“
kommt er nicht ganz heran, wird aber dennoch große Erfolge feiern! |
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