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Aileen Wuornos will sich eigentlich gerade mit
einer Pistole das Leben nehmen, überlegt es sich aber noch mal anders, da
sie noch 5 Dollar in der Tasche hat, die sie in Bier investieren will. Die
Prostituierte begibt sich in eine Bar, wo sie die junge Selby kennen und
später auch lieben lernt.
Die Liebe der beiden Frauen steht allerdings unter keinem guten Stern, da
Aileen eigentlich nichts anderes kann, außer Anschaffen zu gehen, denn die
über 30jährige Frau geht seit ihrem 13. Lebensjahr dieser Tätigkeit nach.
Sie will zwar aus dem Job raus, ist aber immer wieder auf das Geld
angewiesen, damit sie ihr und das Leben ihrer Freundin finanzieren kann.
Dazu kommt dann noch, dass Aileen einen ihrer Freier erschossen hat. Sie
beichtet es ihrer Freundin und will sich einen anderen Job suchen, was aber
natürlich nicht gelingt. Daraufhin muss sie weiter Anschaffen und es soll
einigen ihrer Freier zum Verhängnis werden... |
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Auf „Monster“ wurden die meisten
Betrachter wohl aufmerksam, da die Protagonistin, Charlize Theron, einen
Oscar für die Rolle einer Serienmörderin bekam. Ansonsten hätten sich
sicherlich nicht so viele Leute für die Verfilmung der einzigen (publik
gemachten) Serienkillerin interessiert.
Theron, die wirklich hervorragend spielt, schlüpft in die Rolle der nicht
sonderlich gut aussehenden Aileen Wuornos und ist wirklich kaum
wiederzuerkennen, was sicherlich der einzig richtig große Aufreger im Film
ist. Denn der Plot wirkt nicht nur lahm, er ist es auch. Es wurde zwar
richtigerweise auf Actionszenen verzichtet, der Film schafft es aber zu
keinem Zeitpunkt eine Atmosphäre zu schaffen, wie es andere Filme, über
Serienmörder geschafft haben. Von den Mördern geht in der Regel eine
gewisse Faszination aus, welche die Betrachter gebannt die Story verfolgen
lässt, bei „Monster“ ist dies aber nur teilweise der Fall.
Anfangs ist das Gezeigte sicherlich noch höchst interessant, die Anspannung
verfliegt aber zunehmend, da es kaum zu irgendwelchen Höhepunkten kommt.
Vielmehr haben die Macher versucht die Gefühlswelt der Aileen und ihrer
Freundin Selby in den Vordergrund zu stellen, was dem Film nicht nur
Geschwindigkeit sondern auch Spannung raubt.
Ein weiterer Negativpunkt ist sicherlich die Tatsache, dass der Film eine
ganz klare Seite der Morde zeigt und zwar die, für die Aileen im richtigen
Leben zum Tode verurteilt wurde. Doch ob sich das Ganze so zugetragen hat
darf bezweifelt werden. Wer die Dokumentation „Aileen - Life And Death Of
A Serial Killer” gesehen hat, wird dem sicherlich zustimmen. Des weiteren
wird viel zu wenig auf die verkorkste Kindheit der Aileen eingegangen, die
ja schließlich zu den Taten führte. „Monster“ zeigt lediglich den
Abschnitt ihres Lebens vor dem ersten Mord, bis zu ihrem Ende und
konzentriert sich auf die Liebesbeziehung zu ihrer neuen Freundin und die
damit verbundenen Probleme.
„Monster“ ist sicherlich nicht einer der besten Filme über
Serienmörder, dafür kann man ihn aber bei einer Tüte Popcorn gucken und
wird kaum enttäuscht werden, wenn man nicht zu viele Erwartungen in ihn
steckt. Es ist klar zu erkennen, dass er ein Mainstream-Publikum anspricht
und nicht für die, die sich wirklich für das Leben und Sterben der Aileen
Wuornos interessieren. Somit kann man zum Fazit kommen:
Kann man gucken, muss man aber nicht unbedingt. |