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Eric Binford ist ein junger Mann, der
zurückgezogen lebt und von seinen Mitmenschen eher belächelt als
respektiert wird. Dies liegt zum einen daran das er ein etwas trottelhaftes
Auftreten hat und zum anderen, weil er in jeder freien Minute Filme guckt
und diese in fast jeder Situation zitiert.
Sein momentaner Job hat ihn seinem Hobby und Lebenswunsch zwar schon etwas
näher bringen können, doch ganz zufrieden ist er als Filmrollenzusteller
nicht. Viel lieber wäre er in seiner Heimatstadt, Los Angeles, in einer
anderen Art und Weise für das Filmgeschäft tätig. Doch ein aktiver
Einstieg in die Filmbranche will ihm nicht gelingen und so zieht sich sein
biederes Leben durch den tristen Alltag.
Eines Tages lernt Eric eine hübsche junge Frau kennen, die seinem Idol
Marilyn Monroe zum verwechseln ähnlich sieht. Er versucht natürlich die
Gunst der blonden Schönheit zu gewinnen, dass will aber nicht so gelingen
wie er sich das vorstellt. Zudem wird er von seiner Umwelt weiter getriezt,
was bei ihm irgendwann die Sicherungen zum Durchbrennen bringt. Er ist dem
gesellschaftlichen Druck nicht mehr gewachsen und flieht völlig in seine
Gedanken, die sich natürlich nur mit dem Film beschäftigen. Eric macht nun
eine große Veränderung durch und beginnt sich an seinen Peinigern zu
rächen. Allerdings ist seine Rache speziell, da er die Menschen so
umbringt, wie seine Filme es ihm vormachen... |
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„Movie-Killer“ ist ein sehr unbekannter
Horrorstreifen, der ungerechterweise fast völlig in der Versenkung
verschwunden ist. Verwirrenderweise ist er in Deutschland bei zwei Labeln
mit zwei verschiedenen Namen veröffentlicht worden, doch auch diese
Splittung brachte dem Streifen vermarktungstechnisch rein gar nichts. Weder
das Tape von Screen Time, dass unter dem oben genannten Namen erschienen
ist, noch die Arcade Kassette, die unter dem Titel „Fade to Black - Die
schönen Morde des Eric Binford“ veröffentlicht wurde, kam beim Publikum
an, was wirklich sehr schade ist.
Denn man bekommt eine nette Geschichte geboten, die durchaus zu unterhalten
weiß und Freunden der Filmzitate (nach dem Erfolg der Tarantinofilme gibt
es da ja einige mehr von...) sicherlich gefallen wird. Es gibt viele
Ausschnitte aus Hollywoodklassikern der 30er/40er Jahre, die gut in den Film
integriert wurden und den Protagonisten sogar merklich beeinflussen. Eric
Binford steht klar im Vordergrund des Geschehens und trotz dessen, dass der
Schauspieler Dennis Christopher sehr unbekannt ist, wird die psychisch
gestörte Rolle perfekt auf den Bildschirm gebracht. Man kann sich, trotz
der widrigen Umstände, in den armen Jungen rein versetzten und leidet sogar
mit, auch wenn sich seine Persönlichkeit im Laufe des Films nicht gerade
zum Guten wendet.
Die Morde sind natürlich das Salz in der Suppe, auch wenn sie keinen hohen
Unterhaltungswert für Splatterfans bieten. Auf eine detaillierte
Gewaltdarstellung wurde verzichtet, was die staatliche Empfehlung für
Erwachsene zwar etwas in Frage stellt, der Geschichte aber in keiner Weise
schadet. Es ist sehr interessant zu verfolgen, wie der Protagonist in
klassische Rollen wie „Dracula“ oder auch „Die Mumie“ schlüpft und
mit seinen antrainierten Eigenschaften seine Plagegeister zur Strecke
bringt.
Besonders interessant ist es zu verfolgen, wie Eric einen jungen Mann
langsam aber sicher seinem Tod näher bringt. Es ist zwar filmisch gesehen
nicht die beste und sicherlich auch nicht die interessanteste Szene, aber
der junge Mann, der damals noch ein Nobody war, trägt keinen geringeren
Namen als Mickey Rourke. Mickey begann 1979, also ein Jahr vor dem Einstehen
von „Movie-Killer“ damit, sich für Nebenrollen in einigen Streifen
herzugeben. Seinem Debütfilm „1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?“
folgten 1980 einige weitere Rollen, die sicherlich nur Teilweise zu seinem
Durchbruch in Hollywood beigetragen haben. In „Movie-Killer“ wird sein
Name nur kurz im Vor- und Abspann erwähnt, auf die Poster und
Videokassetten hat er es nicht geschafft und auch in vielen Filmdatenbanken
wurde der tödliche Auftritt nicht berücksichtigt. Aber wie Filmfans
sicherlich wissen, haben auch schon andere Berühmtheiten als Opfer in
Horrorfilmen herhalten müssen und geschadet hat es ihnen im Nachhinein
nicht.
Aber für das gute Gelingen des Streifens war nicht Rourke zuständig,
sondern ein ordentliches Drehbuch, ein hochtalentierter Hauptdarsteller und
eine solide Regie von Vernon Zimmerman, der leider nach diesem Film nicht
mehr im Regiestuhl platz nahm, was sicherlich zu bedauern ist. „Movie-Killer“
ist ein wirklich guter Film, der über genügend Spannung verfügt und nur
einige Schwächen in etwas langatmigen und atmosphärisch nur
durchschnittlichen Szenen aufweist. Filmfans werden sicherlich ihre Freude
haben. |