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Ein TV-Team hat vom „Muckman“ Wind
bekommen. Der Matsch-Mensch soll in den Sümpfen von Pennsylvania
sein Unwesen treiben, wurde aber noch nie von „normalen“
Menschen gesehen. Nur ein paar Einheimische haben das Dingen
live erlebt.
Also macht sich das Team auf, um den „Muckmann“ vor die Linse zu
bekommen und ihn auf Zelluloid zu bannen. Das soll allerdings
nicht so ganz einfach werden. Denn die TV-Gruppe beherbergt
verschiedenste Charaktere, die nicht so recht miteinander
harmonieren. Zudem hausen Rednecks in ihrer Nachbarschaft, die
alles andere als pflegeleicht sind.
Und dann ist da ja noch das tentakelreiche Ding aus den Sümpfen,
das natürlich gar nicht begeistert über die menschlichen
Eindringlinge ist. |
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„Muckman“ ist mal etwas ganz
anderes. Es ist ein Monster-Film, wie man sie damals, zu den
guten alten Zeiten, im Fernsehen sehen durfte. Damals, als es
lediglich 2+1 Programme gab und es ein Highlight war, wenn man
mal „Das Ding aus dem Sumpf“ sehen durfte.
Regisseur Brett Piper („Arachnia“, „ Shock-O-Rama” u.a.) hat
sich mit seinem Regie-Kollegen Mark Polonia („Splatter Beach“
u.a.) zusammen getan und eine Hommage an diese Filme produziert.
Obwohl die Hommage, laut Aussage, an das Drive In-Kino der 50er
Jahre gerichtet ist. Aber der Verfasser dieses Berichts ist
etwas zu jung um dies beurteilen zu können. Auf jeden Fall gibt
es Parallelen zum alten Sumpf-Ding-Film. Das Monster ist mal
wirklich handgemacht. Kein CGI, keine Knete, keine sonstigen
Tricks. Man hat einfach einen Herren (oder eine Dame) genommen,
ihn/sie in ein Kostüm gesteckt und dann losgeschickt um Leute zu
erschrecken. Natürlich funktioniert das nur, wenn der
Trash-Faktor hoch ist. Und das ist bei „Muckman“
glücklicherweise der Fall.
Ernst nimmt sich der Film zu keiner Millisekunde. Und das ist
auch gut so. Bereits in den ersten Minuten wird einem das klar.
Die Einleitung in das eigentliche Geschehen ist zwar alles
andere als spektakulär, aber nett zu verfolgen. Die Produktion
hat laut Angaben lediglich 50.000 US$ verschlungen. Am
Aufnahmematerial ist dies nicht auszumachen. Es handelt sich um
professionelles Gerät, was ein scharfes Bild und einen guten Ton
einfängt. Dass man kein unendliches Budget hatte, merkt man
lediglich an der Tatsache, dass viel geredet wird und es
durchaus eine Weile dauert, bis man den ersten Spezialeffekt zu
Gesicht bekommt.
Die Einleitung und die Vorstellung der Charaktere sind aber
dennoch unterhaltsam. Gerade weil man es mit verschiedensten
Personen zu tun hat, die partout nicht zusammen passen wollen.
Und weil stets eine Prise von (gewollt) trashigem Humor zugegen
ist. Alles ist recht schlicht gehalten, aber nett anzusehen.
Wenn es dann in die Sümpfe von Pennsylvania geht, entsteht
erstmals ein Spannungsbogen und es baut sich Atmosphäre auf.
Spannend wird es weil eine unheimliche Bedrohung aufkommt und
weil man natürlich das Dingen endlich sehen will.
Sowohl darstellerisch als auch regietechnisch bekommt man nichts
Besonders geboten. Die Leistungen gehen okay, seitens der
Schauspieler muss man aber auch zugeben, dass ihre Rollen nicht
allzu viel Talent fordern. Bei der Kamera und dem Schnitt hätte
man eventuell etwas mehr investieren und damit mehr Pepp in die
Sache bringen können.
Alles in allem ist „Muckman“ ein netter Zeitvertreib und ein
nettes Retro-Abenteuer über ein sagenumwobenes Ungetüm aus den
Sümpfen. Ohne allerdings besonders viel Spannung oder Atmosphäre
zu erzeugen. Der Splatter-Fan wird größtenteils in die Röhre
gucken, da es nicht allzu viel Blutiges zu sehen gibt. Freunde
von alten Monster-Streifen und Trash-Filmen werden hier
allerdings bestens bedient. |