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Das
Schicksal meint es nicht gut mit Norman. Sein Traum von einer
Musiker-Karriere ist geplatzt, seine Freundin hat ihm den Laufpass
gegeben. Und wie das Leben so spielt, entpuppt sich auch der neue
hoffnungsvolle Flirt mit Jennifer durch ein dummes Missverständnis
scheinbar als Enttäuschung. Norman sieht nur einen Ausweg aus dem
Elend: Selbstmord. Er verabredet sich mit Gleichgesinnten, die er
im Internet kennen gelernt hat. In einer einsamen Hütte im Wald
will man gemeinsam aus dem Leben scheiden. Doch am Treffpunkt
angekommen, muss Norman erkennen, dass er in die Falle grausamer
Sadisten geraten ist, die ihn für ihre eigene Snuff-Show zu Tode
foltern wollen.
Aus Normans
Todessehnsucht wird ein Kampf ums Überleben… |
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Dass Liebe grausam sein, ist hinlänglich
bekannt. Im Film bietet es sich daher nahezu an, Romantik und
Terror miteinander zu verknüpfen. Nur konsequent also, dass mit
„Must Love Death“ nun die erste selbsternannte „romantische
Folterhorrorkomödie“ die Dinge rund um Herz und Schmerz, um
Liebe und Hiebe auf den Punkt bringt.
Das erste abendfüllende Werk von Regisseur Andreas Schaap
vermengt tragikomische Dramatik mit einer romantischen Lovestory
und watet schließlich knöcheltief im Blut grimmig-grotesker
Foltereien.
Die Story um den depressiven, vom Leben enttäuschten Musiker
Norman, der bei seiner Verabredung zum gemeinschaftlichen
Selbstmord in die Fänge grausamer Sadisten gerät, nimmt zunächst
nur langsam Fahrt auf.
Danach überschlagen sich jedoch die Ereignisse, so dass für
beste Unterhaltung gesorgt ist. – Vorausgesetzt man besitzt
einen stabilen Magen. Denn was als seichte Liebesschnulze beginnt,
mutiert schon bald zur Tour de Force, die in bester „Hostel“-
oder „Saw“ – Manier mit Sadismen, Sarkasmus und literweise
Kunstblut aufwartet.
Der Humor dabei ist tiefschwarz, etwa wenn die beiden Sadisten,
Hinterwäldler mit einem gehörigen Dachschaden, ihre Foltershow
„Foltern oder Nichtfoltern“ mit zynischen Bemerkungen
kommentieren. Generell trägt das dynamische
Drangsalier-Duo wesentlich zur Unterhaltung bei, gleiches gilt
auch für die Gastauftritte von Tim Sander und Matthias Schweighöfer
als Science-Fiction-Nerds und Tobias Schenke, der als Folteropfer
herhalten darf. Auch Kult-Regisseur Jörg Buttgereit („Nekromantik“)
ließ es sich nicht nehmen, dem blutigen Treiben beizuwohnen.
Schauspielerisch kann „Must love Death“ also durchaus überzeugen.
Gleiches gilt auch für die technische und dramaturgische
Umsetzung.
Regisseur Andreas Schaap, der bisweilen durch Kurzfilme und
Musikvideos auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigt, dass er sein
Handwerk versteht. Davon zeugen die interessanten Kamerafahrten
und – einstellungen aber auch der geschickte Einsatz von Rückblenden
als Stilmittel, um die Charaktere vorzustellen. Ein Pluspunkt ist
ebenfalls, dass Schaap beim Plottwist von der Tragikomödie hin
zum Terrorfilm auf einen jähen, abrupten Schnitt in der Handlung
verzichtet, der dem Film sicherlich nicht gut getan hätte. Durch
Rückblenden und Handlungswechsel vollzieht sich der Wandel
dezent, so dass bei allem Ekel und Sadismus, den die Folterszenen
per se bieten, die Spannung, der Humor und die Romantik in einem
guten ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Apropos Romantik: Diese kommt in „Must love Death“ relativ
unpeinlich rüber. Auch hartgesottene Horrorfans brauchen somit
keine Angst haben…
Dass Andreas Schaap mit seinem Genremix den Nerv des Publikums
trifft, zeigen zahlreiche Auszeichnungen, die der deutsche Film
auf internationalen Filmfestivals einheimsen konnte. Keine Frage,
dass „Must love Death“ auch bei den heimischen Fans Gefallen
finden dürfte…
Fazit: Unterhaltsamer, teils drastischer Mix aus tiefschwarzer Komödie,
blutigem Terrorfilm und unpeinlicher Romanze. |