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| OT: Los
Sin Nombre |
| ca. 96
Minuten |
| Spanien
1999 |
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| Regie |
| Jaume Balagueró |
| Darsteller |
Emma
Vilarasau
Karra Elejalde
Tristán Ulloa
u.a. |
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Alles beginnt, als die Polizei die Leiche
eines grausam verstümmelten Mädchens findet. Offensichtlich ist sie zu
Tode gequält und ihr Körper anschließend mit Säure bearbeitet worden,
sodass eine Obduktion schwer wird. Doch anhand einer Kette und einer
Verkürzung eines ihrer Beine geht die Polizei fast zweifelsfrei davon aus,
sie identifiziert zu haben und teilt es den schockierten Eltern mit.
Fünf Jahre später ist die Mutter des damals ermordeten Mädchens immer
noch nicht so richtig über die Sache hinweg. Sie musste sich aufgrund von
zunehmenden Streitigkeiten von ihrem Mann trennen, was ihr schwer zusetzte.
Eines Tages schaut sie nicht schlecht, als das Telefon klingelt und sich ein
Mädchen mit den Worten "Mama, ich bin's... komm und hol' mich!"
meldet. Nach einigen Überlegungen folgt sie den Anweisungen, die ihr das
Kind gegeben hat. Sie fühlt sich zwar unwohl, da sie immer noch nicht
glauben kann das ihr Kind lebt, doch ihr Mutterinstinkt treibt sie unentwegt
voran.
An dem Ort angekommen, findet sie die Gehilfe, die ihre Tochter damals
verwendet hat und gerät immer mehr ins Grübeln. Schließlich kontaktiert
sie den Kommissar, der damals ermittelt hat und der bietet ihr gerne seine
Hilfe an, obwohl er seinen Dienst bereits quittiert hat. Die beiden finden
nach und nach immer mehr Hinweise, die auf eine ominöse Sekte deuten. Die
Sekte nennt sich „Die Namenlosen“ und beschäftig sich damit, dass Böse
auf die Erde zurückzubringen.
Je intensiver sich die Suchenden mit der Materie befassen, desto
gefährlicher wird es für sie, sie wollen der Sache aber auf den Grund
gehen, koste es was es wolle! |
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„The Nameless“ ist wieder mal ein
Paradebeispiel dafür, dass großartiges Kino nicht unbedingt aus Hollywood
kommen muss. Es ist ein Film, der überdurchschnittlich spannend und
mitreißend ist und zudem über ein Ende verfügt, wie es selten gesehen
wurde!
Es beginnt direkt am Anfang mit einem fantastischen Spannungsaufbau, in dem
die Leiche eines jungen Mädchens geborgen wird. Die gezeigten Szenen sind
nicht nur erschütternd, sondern zudem extrem ekelig. Hier merkt man auch
direkt warum die FSK 18 vergeben wurde. Nicht aufgrund von expliziter
Gewaltdarstellung, denn die kommt im gesamten Film nicht vor, vielmehr sind
es die schockierenden Momente und das Angsteinflössen. Besonders gelungen
ist dies in kleinen Sequenzen, die immer mal wieder auftauchen und
eigentlich nichts mit dem Geschehen zu tun haben. Sie erinnern ein wenig an
die Traumsequenzen in dem Carpenter-Streifen „Fürsten der Dunkelheit“
und sind nicht weniger schockierend!
Sie begleiten den Betrachter dann durch den ganzen Film und sorgen dafür,
dass man nicht zur Ruhe kommt. Eigentlich ist man mit den
Aufklärungsarbeiten der Protagonisten ja genug beschäftigt, aber immer
wieder kommt das Unerwartete und das mit solch genialen Soundeffekten, dass
es einem kalt den Rücken runter läuft. Im Verlauf glaubt die Mutter des
Kindes, die ja von ihm angerufen wurde, wirklich dran, dass die Totgesagte
lebt und so wird ein Kontakt mit der Sekte der Namenlosen unvermeidbar. Hier
erreicht die Spannung ihren Höhepunkt mit nicht geglaubten Tatsachen und
einem Ende, dass erst normal wirkt und dann zu einer abgefahrenen Sache
wird, die den Zuschauer verwirrt und verängstigt zurücklässt!
Die Atmosphäre zieht sich proportional zur Spannung durch diesen
Horrorthriller und unterstreich mit vielen dunklen Passagen, die
beängstigende Stimmung. Es wird deutlich wie sehr die Mutter unter der
Situation leidet, ihre tot geglaubte Tochter nach fünf Jahren doch noch zu
finden und man fühlt förmlich mit ihr mit. Positiv ist hierbei, dass alles
Schauspieler sehr authentisch wirken und die Dialoge nichts verzerren.
„The Nameless“ kann somit voll und ganz überzeugen und ist die richtige
Nahrung für diejenigen, die ein starkes Nervenkostüm haben und sich gerne
gruseln und schockieren lassen. Bei dieser spanischen Produktion passt alles
von vorne bis hinten und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auf der
herausragenden Doppel-DVD von E-M-S nicht weniger als vier Prämierungen
abgebildet sind, die beim Fantasy Film Fest in Brüssel, beim Geradmer
Int´l und zwei mal in Sitges 99 abgeräumt wurden.
Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, hat wahrlich etwas verpasst! |
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