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Lauren Cochran ist eine erfolgreiche
Schriftstellerin, hat aber Probleme in ihrem Leben, die sie schwer belasten.
Sie könnte so ein schönes Leben führen, doch sie leidet unter immer
häufiger auftretenden Alpträumen und Wahnvorstellungen. Viele Ärzte und
Psychologen haben sich mit ihrem Fall beschäftigt, ohne zu einem Ergebnis
zu kommen. Es wurde lediglich festgestellt, dass wohl ein Kindheitstrauma
schuld an den ungewollten Träumen und Vorstellungen ist.
Um etwas Ruhe zum Arbeiten zu finden, beschließt sie sich abseits der Stadt
ein altes, viktorianisches Landhaus zu mieten. Als ihr Freund sie dort
absetzt scheint noch alles in Ordnung zu sein. Lauren kann lächeln und
wirkt sehr entspannt. Doch dann muss der Freund abreisen und sie alleine
lassen. Gesellschaft erhält sie lediglich von den Nachbarn, die auf sie
einen sehr freundlichen Eindruck machen.
Aber nach kurzer Anwesenheit schwankt ihre positive Stimmung. Die
Wahnvorstellungen kommen wieder und das heftiger als je zuvor. Sie findet
sich immer wieder in einem seltsamen, irrealen Bordell wieder und die
Realität scheint zu verschwimmen. Die Situation spitzt sich zu als die
ersten Morde geschehen. Erst erwischt es einen Arzt, der in einer
Rettungsaktion von einer, ihr immer wieder im Traum erscheinen Frau vom Dach
des Hauses gestürzt wird und dann einen Handwerker, der nach einer
panischen Flucht, von seltsamen Mächten im Fluss ertränkt wird. Lauren
begreift langsam das der Ort, an dem sie jetzt wohnt etwas mit ihrer
Vergangenheit zu tun hat und schuld an ihrem Zustand ist. Aber es sollen
noch weitere Morde geschehen, bis sie weiss, was eigentlich los ist ... |
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„The Nesting“ ist ein Film, der in einer
sehr ungewöhnlichen Art und Weise erzählt wird. Beim Betrachten wirkt er
erst recht langweilig und zusammenhanglos, dass relativiert sich aber gegen
Ende mit dem sogenannten Aha-Effekt. Was erst wirr und unlogisch erscheint,
wird letztlich zu einer guten Geschichte, die einen nicht geglaubten,
positiven Gesamteindruck hinterlässt.
Doch bis es soweit ist, bekommt der Betrachter nicht gerade das geboten, was
man unter einem guten, mitreißenden Film versteht. Besonders der Anfang
beginnt wenig vielversprechend.
Das die Synchronisation in einigen älteren Filmen nicht sonderlich gut ist,
wenn es in den Low-Budget-Bereich geht, ist dem ein oder anderen sicherlich
schon mal aufgefallen, was mir aber direkt auffiel, ist das die
Lippenbewegungen und das Gesprochene überhaupt nicht zueinander passten.
Wenn man dies bemerkt hat und die Dialoge langweilig werden, gibt es
sicherlich nicht wenige, die den Film nach wenigen Minuten abschalten. Ich
habe aber durchgehalten und musste glücklicherweise auch feststellen das es
im Laufe des Films mit der Synchronisation wesendlich besser wurde.
Man kann dem Film sicherlich nicht mit Klassikern vergleichen, auch wenn er
versucht, gut rüberzukommen. Die Atmosphäre ist sehr dicht und eine
gewisse Spannung ist auch vorhanden. Leider gibt es aber immer wieder die
etwas langwierigen Passagen, die mit meist uninteressanten Gesprächen
geschmückt sind und die Wahnvorstellungen, die gegen Ende zunehmen, werden
auch mit der Zeit langweilig, da uns die Lösung des Films kaum näher
gebracht wird.
Die schauspielerischen Fähigkeiten halten sich in Grenzen und wirklich viel
wird den Akteuren nicht abverlangt. Die im Mittelpunkt stehende Lauren
spielt ganz glaubhaft, auch wenn sie in der ein oder anderen Szene etwas
merkwürdig reagiert. Der Rest der Crew spielt OK, was aber nicht sonderlich
erwähnenswert ist. Splattertechnisch hätte sicherlich auch mehr geboten
werden können, denn gute Ansätze sind sichtlich vorhanden. Es gibt zwar
eine „Sichel-Szene“ und eine in welcher der Arzt vom Dach in eine Stange
fällt, aber Splatterfans wird das sicherlich zu wenig sein.
Alles in allem ist „The Nesting“ ein Film der anfangs nicht sonderlich
berauschend ist, gegen Ende dann aber gut wird. Ob dies ein Grund ist ihn
sich anzugucken möchte ich mal unbeantwortet im Raum stehen lassen. Zudem
ist dieser Film wohl sowieso sehr schwer zu bekommen, da es das Label nicht
mehr gibt und er ja mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Wer ihn
dennoch mal in einer Videothek sehen sollte, dem rate ich ihn für seine
Sammlung zu kaufen, da er ein wirkliches Schätzchen des Horrorgenres ist. |