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John (Shon Greenblatt) ist eines der letzten
noch lebenden Elmstreet Kinder und wird somit unablässig von Freddy (Robert
Englund) terrorisiert. Nach einer spektakulären Albtraum-Flucht landet John
in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, wo er unter die
besondere Obhut der Betreuerin Maggie (Lisa Zane) fällt. Diese interessiert
sich sehr für die Erzählungen John's, der blöderweise sein
Erinnerungsvermögen verloren hat. Lediglich ein Ausschnitt aus einer
Zeitung aus Springwood, den John bei sich trägt, gibt Auskunft darüber,
dass John vermutlich aus dieser Stadt stammen könnte und so macht sich
Maggie zusammen mit John auf den Weg dorthin.
Während der Fahrt macht Maggie eine unangenehme Entdeckung: Spencer
(Breckin Meyer), Carlos (Ricky Dean Logan) und Tracy (Lezlie Deane), drei
Jugendliche aus der Anstalt, haben sich hinten im Wagen versteckt und
bestehen nun darauf, an dem kleinen Ausflug teilhaben zu dürfen. In
Springwood angekommen muss das bunte Gespann feststellen, dass weit und
breit kein einziges Kind zu sehen ist und sämtliche Erwachsene dem Wahnsinn
verfallen sind. Während John und Maggie Nachforschungen betreiben, sehen
sich Spencer, Carlos und Tracy mal etwas genauer in Springwood um und
stoßen dabei unwissentlich auf Freddy's altes Haus, wo sie es sich
kurzerhand gemütlich machen. Es dauert natürlich nicht lange, bis sich ein
alter Bekannter die Ehre gibt und die Kids in ihren Träumen verfolgt. Doch
auch John und Maggie haben nicht mehr Glück, denn während er schon kurz
darauf getötet wird, erinnert sie sich wieder an ihre Kindheit und findet
somit heraus, dass sie die Tochter Freddy's ist. Dieser schrecklichen
Tatsache bewusst geworden, beschließt Maggie, Freddy ein für allemal zu
vernichten... |
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Die "Nightmare" Reihe und das
komplette Freddy-Franchise gehört mit zum Erfolgreichsten und Bekanntesten,
was das Horrorgenre hervorgebracht hat, doch irgendwann ist einfach Schluß.
So wurde hier den Verantwortlichen eines Tages bewusst, dass schlicht und
einfach keine neuen Ideen mehr vorhanden sind und so kam man zu der einzigen
Möglichkeit, noch einmal scharenweise das Publikum ins Kino zu locken.
Freddy musste sterben - und zwar endgültig. Um dieses Vorhaben gebührend
umzusetzen, nahm zum ersten Mal eine Frau auf dem Regiestuhl Platz - Rachel
Talalay, die schon bei einigen vorangegangenen Teilen als Produzentin oder
Produktionsmanagerin in Erscheinung trat. Wer nun aber glaubt, dass eine
Frau in der Lage wäre, der Serie frischen Wind einzuhauchen, der täuscht
sich, denn "Freddy's Finale" ist ganz klar der Schlechteste aller
"Nightmare" Streifen.
Dies jedoch ist nicht etwa auf die Regisseurin zurückzuführen, sondern
vielmehr auf das Drehbuch. Die Story, die hier aufgefahren wird, ist derart
hirnlos und blödsinnig, dass man sich selbst im betrunkenen Zustand nur
darüber lustig machen kann. Was für den Trashfreund sicherlich ein Grund
zur Freude sein dürfte, ist für jeden noch so hartgesottenen Fan der
Vorgängerfilme nicht mehr weiter als bloße Enttäuschung. Dass die
"Nightmare" Filme von Teil zu Teil an Ernsthaftigkeit verloren ist
hinlänglich bekannt, doch "Freddy's Finale" setzt dem Ganzen dann
die endgültige Krone auf. Zwar sind die Effekte hervorragend wie eh und je,
doch selbst die können nichts mehr retten, wenn die Story keine 5 Cent wert
ist. Alles wirkt hier derart unlogisch und an den Haaren herbeigezogen, dass
es fast schon weh tut. Nicht nur, dass John in der Lage ist, sich durch
seine Träume an andere Orte zu bewegen, nein, wir erfahren nun auch, dass
Freddy eine Tochter namens Maggie hat. Diese ist, wie es der Zufall so will,
Psychologin und betreut natürlich keinen anderen als den, der seit geraumer
Zeit von Freddy verfolgt wird. Als ob das nicht genug wäre, fährt Maggie
auch noch mit John nach Springwood, und das, obwohl es dazu keinerlei Anlass
gibt. Des weiteren billigt sie es beinahe blind, dass sich noch drei weitere
Kids im Auto versteckt haben, die dann mal eben mit nach Springwood dürfen.
Was aber dann gezeigt wird, sprengt jegliche Grenzen der Toleranzschwelle.
Die Kids landen bei ihrer Tour durch Springwood ausgerechnet im Haus von
Freddy. Von da an wird es sogar noch verrückter und abwegiger. Wer sich bis
zu diesem Zeitpunkt noch nicht an diese Aufmachung gewohnt hat, wird wohl
spätestens jetzt seinen DVD Player enttäuscht in die nächstbeste Ecke
werfen, so viel steht fest. "Freddy's Finale" ist an allen Ecken
und Enden, in absolut jeder Hinsicht nur noch blankpolierter Edeltrash. Wenn
man sich damit anfreunden kann, kann sich der Streifen zwar als sehr
unterhaltsam erweisen, doch mit den Vorgängern hat dies nicht mehr viel zu
tun.
Anstatt auf den Horror aus alten Tagen setzte man hier auf die Effekte, was
an und für sich schon zu gefallen weiß. Freddy mordet einfallsreicher denn
je, so lässt er in einer Szene eines seiner Opfer mit einem Hörgerät
verschmelzen und quält es anschließend mit penetranten und
markerschütternden Geräuschen. Da der nicht gerade beneidenswerte Kerl
zudem alles in einer hundertfachen Lautstärke hört, muss Freddy nur eine
Stecknadel fallen lassen, um ihm die Ohren bluten zu lassen. Sehr schick in
Szene gesetzt, das Ganze. Dies gilt auch für alle anderen Effekte, wie etwa
der Darstellung eines fliegenden Hauses und vielem mehr.
Das Einzige, das mir neben den Effekten noch zugesagt hat, war der kleine
Rückblick in Freddy's Vergangenheit, als er noch ein normaler Mensch war
und als solcher Kinder ermordete. Maggie war zu diesem Zeitpunkt seine
Tochter und erlebt vieles in Flashback, etwa wie Freddy als Schüler immer
von seinen Klassenkameraden gehänselt, oder später von seinem Vater
geschlagen wurde. So erfahren wir, wie er zu dem werden konnte, der er heute
ist. Diese Rückblicke sind toll in Szene gesetzt und mal was Neues, da
Freddy hier vom ungeschminkten Robert Englund gespielt wird.
Eine umwerfende Idee sollte es wohl damals sein, das Ende des Films im 3D
Format zu filmen. Im Kino kam das 3D-Ende auch zum Einsatz, doch für den
Videomarkt wurde das Ganze zurück in eine handelsübliche Optik gebracht.
Zum Glück hat Warner mitgedacht und das dreidimensionale Ende mit zu den
DVD-Extras gepackt, allerdings ist zum richtigen Betrachten eine spezielle
Brille notwendig, die man separat erstehen muss.
Die Schauspieler konnten mich leider bis auf Robert Englund und einigen
Gastauftritten nicht überzeugen. Lisa Zane scheint Maggie immer mit ein und
denselben Gesichtsausdruck darzustellen und wirkt des Öfteren sehr
gelangweilt, während alle anderen Schauspieler nicht länger als 30 Minuten
in Erinnerung bleiben. Dafür sehen wir aber Stars wie Johnny Depp, Alice
Cooper, Robert Shaye, Rosanne und Tom Arnold in kleinen aber feinen Cameos.
"Nightmare 6 - Freddy's Finale" habe ich mir zwar mit einem
permanenten "Oh mein Gott, was soll das denn" im Hinterkopf,
dafür aber auch andererseits mit höchster Unterhaltung angesehen. Es ist
schon interessant, zu was Freddy mittlerweile wurde. Der ursprüngliche
Freddy ist schon lange tot, mittlerweile ist er ein witzesreißender Kasper,
der seine Opfer möglichst kreativ um die Ecke bringt. Das ist dann auch
vordergründig das größte Plus am Film: Die Effekte können sich sehen
lassen und sind toll in Szene gesetzt, doch das war's dann auch schon. Die
Handlung und deren Umsetzung ist hier an einem absoluten Tiefpunkt
angelangt, so dass wir es hier ganz klar mit dem schlechtesten
"Nightmare" aller Zeiten zu tun haben, Trash-Unterhaltung hin oder
her. |