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Kommen
wir zum direkt zum Prunkstück dieses Werkes: der Atmosphäre.
Wenn ein Aspekt hier wirklich überzeugt, dann ist es dieser. Im
ersten, wie im zweiten Teil passt das Set perfekt. Allerdings ist
es auch das einzige, was Spannung aufkommen lässt.
Vielmehr
wird man mit Enttäuschung konfrontiert: Auf dem Cover wird Nite
Tales als „Splatterfest“ angepriesen. Außerdem solle man vor
Angst sterben. Für ein Splatterfest sollte allerdings mehr Blut
verwendet werden, als es in diesem Film der Fall ist. „Braindead“
ist ein Splatterfest. Jede „Saw“-Episode ist ein Splatterfest.
Aber ein paar Menschen, die andere Menschen beißen, und ihnen ein
wenig Haut nehmen, aufgeschlitzte Kehlen oder ein paar
Blutspritzer sind kein Splatterfest! Leere Versprechen können
sehr enttäuschend sein.
Und
für Sterben vor Angst sollte mehr geboten werden als eine Story,
die man schon kennt.
Angst
ist ohnehin der Falsche Begriff für all dies, passender wäre
Spannung. Spannung dergestalt, dass man sich fragt, wer denn nun
in „Storm“ - übergehen wir mal, dass in „Karma“ gar keine
Spannung aufkommen will - der Mörder ist: der komische Clown(Tony
Todd), der gewalttätige Polizist(James Ferris) oder doch eher
Bloody Mary, die hochmütig zum Morden gerufen wurde?
Bloody
Mary ist eine Figur ähnlich dem Candyman. Sagt man ihren Namen
sechsmal bei Kerzenschein in einen Spiegel, so soll sie erscheinen
und allen anwesenden Leuten die Kehle aufschneiden, bevor sie
ihnen die Augen auskratzt.
Jeder,
der „Candyman´s Fluch“ kennt, fühlt sich direkt an ihn
erinnert. Das Schöne an der Sache ist, dass der Candyman himself,
Tony Todd, mit von der Partie ist und in „Storm“ die einzige
gute schauspielerische Darbietung als verdeckter Ermittler, der
als Clown verkleidet zu Beginn des Films in das Haus der
Jugendlichen eintritt, abliefert.
Regisseur
Deon Taylor liefert hier durchschnittliches Stück Arbeit ab, das
an „7eventy5ive“, eines seiner früheren Werke, in Sachen
Splatter nicht mithalten kann. |