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In ihrer Schicht bekommt es die Ärztin Flax
mit einem besonderen Fall zu tun: Ein offensichtlich unter Drogen stehender
Mann, der völlig blutüberströmt ist, wird in die Notfallstation
eingeliefert. Er ist schwer verwirrt und stammelt einige Sätze auf
Französisch. Der Patient stirbt kurze Zeit später, doch vor seinem Tod
flüstert er Flax noch etwas ins Ohr, was eine nachhaltige Wirkung haben
soll.
Die Ärztin wird nach dem Zwischenfall medizinisch versorgt und nach hause
geschickt. Sie merkt, dass etwas nicht stimmt und bekommt bald Visionen.
Visionen aus dem Leben des gestorbenen Patienten. Sie kann seine letzten
Tage verfolgen. Dabei findet Falx heraus, dass der Fremde etwas sehr
seltsamem auf der Spur war: Nomaden.
Allerdings handelt es sich bei den Nomaden um keine gewöhnlichen Wanderer,
sondern um welche, die durch Raum und Zeit reisen und dabei nichts Gutes im
Sinn haben. |
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John McTiernan gab kurz vor seinen
sensationellen Filmen „Predator“ (1987) und „Strib langsam“ (1988)
sein Regiedebüt mit dem Horror-Film „Nomads“. In der langen Liste
seiner Bestseller (Das Remake von „Rollerball“ mal ausgenommen) ist es
aber sicherlich sein schlechtester Film und umso erstaunlicher ist es, dass
McTiernan nach diesem Film sensationelle Erfolge als Regisseur aufweisen
konnte.
Denn „Nomads“ ist ein echter Langweiler. Ihm ist zwar anzumerken, dass
er ein Hollywood-Movie ist, da die Drehorte und Kulissen überzeugen und mit
Pierce Bosnam konnte man immerhin einen recht bekannten Darsteller ins Boot
holen. Bosnam mimte ab 1982, also vier Jahre vor diesem Film, ja den Boss
der Privatdetektivin Laura Holt als Remington Steele. Mit seiner gewohnt
soliden Art spielt er sich in den Vordergrund der Geschichte, ohne
allerdings vollends zu überzeugen.
Die Geschichte ist, wie gesagt, sehr langweilig. Nur selten gelingt es
McTiernan so etwas wie Spannung oder Atmosphäre zu erzeugen. Es gibt viele
belanglose Szenen, die nicht recht über die mysteriöse Geschichte
aufklären wollen und nicht mehr als Gähnen beim Betrachter erzeugen.
Potential gibt es, da die Geschichte an sich, wie gesagt, recht mysteriös
ist, nachdem man den Film aber zu Ende geguckt hat bleibt nur die Frage: Was
sollte das Ganze eigentlich. Denn neben einigen Wirrungen gibt es nicht
sonderlich viel Aufklärung zum Verhalten der Nomaden und warum ausgerechnet
unser Protagonist von ihnen terrorisiert wird. Obwohl sich terrorisiert
jetzt schlimmer anhört, als es in Wirklichkeit über den Bildschirm kommt.
Spezialeffekte gibt es trotz der Thematik nicht. Fraglich ist daher, warum
der Streifen damals vor Jungendlichen fern gehalten werden sollte.
Vielleicht um das Ganze spannender zu machen, als es schlussendlich ist und
sein kann?
Somit bleibt kaum Positives, was man dem Film abgewinnen könnte. Es gibt
zwar solide Schauspielerei und diese gewisse Spannung, weil man erfahren
will was es mit den Nomaden auf sich hat, Fakt ist aber, dass die sich die
89 Minuten Lauflänge wie ein Kaugummi ziehen und der Gesamteindruck
unbefriedigend ist. Somit ist und bleibt „Nomads“ vielleicht ein
Meilenstein in der Karriere von John McTiernan, für die Filmwelt ist es
aber eher ein 80er Jahre Horror-Film von vielen, der zu Recht in der
Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. |