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In
dem ehemaligen Goldgräberstädtchen Goldfield gibt es ein
verlassenes Hotel. Dieses wollen Julie und ihre vier Kollegen
untersuchen, da dort Geistererscheinungen vermutet werden. Mit
Sack und Pack reisen sie an und beginnen alsbald ihre Arbeit.
Und siehe da: Die Hobby-Forscher können paranormale Ereignisse
feststellen. Der ruhelose Geist, der umherschleicht, scheint der
von Elisabeth Walker zu sein, die hier vor vielen Jahren gefoltert
und ermordet wurde. Die Ereignisse werden nach der Feststellung
des Geistertreibens allerdings nicht einfacher, sondern viel
komplizierter. Denn Julie scheint mehr in die Sache involviert zu
sein, als sie es glauben mag… |
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Geister-Filme
scheinen relativ kostengünstig in der Herstellung zu sein. Denn
nur so ist es zu erklären, dass immer wieder 0815-Filmemacher
sich auf dieses Subgenre des Horror-Films stürzen. Wie auch im
Falle des „Paranormal Ghosts“, der im Original den etwas
weniger reißerischen Titel „Ghosts Of Goldfield“ trägt.
Mit
0815-Filmemacher ist in diesem Fall Ed Winfield gemeint. Der Debütant
scheint sich nicht viel Arbeit mit seinem Erstlingswerk gemacht zu
haben. Oder durfte es nicht. Anders ist die Inhaltslosigkeit kaum
zu erklären. Denn wenn man etwas Besonders ableisten will, muss
man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Um sich von der Masse
an Durchschnittsfilmen abzusetzen.
Der Beginn des Films ist gar nicht mal so schlecht und zeigt, dass
technisch ordentlich gearbeitet wurde. Die Protagonisten werden
vorgestellt, wenn auch nur sehr oberflächlich und es wird an
verschiedenen Ortschaften in das Geschehen eingeführt. Die
Darsteller machen dabei, wie auch im Verlauf, einen passablen
Eindruck. Auch die Synchronisation ist in Ordnung, was ja bei
Billigst-Filmen nicht immer der Fall ist. Nachdem man in das
verlassene Hotel eingestiegen ist, flachen die Handlung und der
Film aber merklich ab. Und das zu einem Zeitpunkt, wo man
eigentlich eine spannende Geschichte, Atmosphäre und Grusel
erwartet.
Er wird versucht immer wieder für Überraschungsmomente zu
sorgen. Auf einfachste Weise. Irgendjemand aus der Crew kommt und
macht Buhhh. Da kann man sich vielleicht einmal erschrecken. Öfter
nicht. Die optischen Effekte sind dagegen nett. Es wird mit
verschiedenen Filtern gearbeitet, die, in Zusammenarbeit mit
verschiedensten Kamerapositionen, immer wieder ein anderes
Sichtbild formen. Die Kulissen sind auch nett anzusehen. Die düsteren
Räume können zwar kaum Atmosphäre erzeugen, sehen aber schicker
aus als in manch anderen Produktion.
Für die Freunde der Splatterfraktion gibt es auch etwas zu sehen.
Immerhin. Denn die hier veröffentlichte DVD trägt ja immerhin
das FSK18 Siegel. Gleich am Anfang gibt es eine nette Axt-Szene.
Die lässt auf mehr hoffen. Bis es dann allerdings mehr zu sehen
gibt, vergeht einiges an Zeit. „Paranormal Ghosts“ ist aber
auch alles andere als ein Splatter-Film. Wenn man schon eigentlich
nicht mehr damit rechnet, gibt es noch zwei, drei Szenen, die echt
Spaß machen. Man wird unweigerlich an „Tanz der Teufel“
erinnert. Eine Hexe sorgt für Unruhe und Atmosphäre. Mit einem
Spaten. Ähnlich wie im besagten Kult-Film.
Alles in allem sind die guten Aspekte aber zu wenig um aus „Paranormal
Ghosts“ einen guten Geister-Film zu machen, der mehr als einen
Tag lang im Gedächtnis bleibt. Die eigentliche Geschichte ist
viel zu belanglos. Zu uninteressant. Zu wenig eigenständig. Zu
wenig gruselig. Es fehlt an Höhepunkten und an Dynamik. |