|
„8
Films to die for“ präsentiert das Independent Filmlabel After
Dark Films regelmäßig bei seinem jährlichen Horrorfest. Die
Bandbreite der Filmkunst bei dem inzwischen schon zum vierten Mal
aufgelegten Festival reicht dabei von Psychothriller bis
Zombie-Actioner. Gleich beide Genre bedient Regisseur Craig Singer
(„Dark Ride“) mit seinem Beitrag zum 2009er Horrorfest. Sein
„Perkins’ 14“ beginnt als Serienkiller-Krimi inklusive
Psychoduell „Cop vs. intelligenter Täter“ à la „Sieben“
und mutiert schließlich zu einer rasanten Achterbahnfahrt mit
zombieähnlichen Maniacs-on-the-Loose. Blut- und Gedärme-Happenings
inbegriffen…
Der
Spagat zwischen beiden Genres ist sicherlich nicht einfach. Dass
er hier, mal von einigen wenigen logischen Schwächen in der
Handlung abgesehen, funktioniert, hat mehrere Gründe. Da
wäre zunächst die Tatsache, dass Regisseur Craig Singer sein
Handwerk versteht. Beleuchtung, Schnitte, Schockeffekte und
blutige Momente zur richtigen Zeit. Das alles passt. Mit dem
Ergebnis, dass der Film zu keiner Zeit durchhängt.
So
brauchen sich Gorehounds während des eher ruhigen Beginns nicht
langweilen, viel zu packend ist das Aufeinandertreffen von Cop
Hopper (herrliche Darstellung von Patrick O’Kane, der sich stets
zwischen brummbärig coolem Toughguy und unbeholfenem, fast schon
niedlichem Loser bewegt) und Psychopath Perkins (nicht minder
genial: Richard Brake). Auf der anderen Seite dürfte die blutige,
actionreiche zweite Hälfte des Films, trotz mancher wirklich
derber Szenen, schneller Schnitte und Non-Stop-Action, Fans herkömmlicher
Filmkunst kein entnervtes Augenrollen entlocken, da die Gewalt als
Teil der alles in allem spannenden Inszenierung nie selbstzweckmäßig
wirkt.
Nicht
zuletzt macht auch die Leistung der weiteren Darsteller, sowie der
übrigen Beteiligten deutlich, dass „Perkins’ 14“ ist ein
Film von Horror-Fans für Horror-Fans ist. Hier lebt der Geist der
80er-Jahre Splatter-Welle weiter und werden Erinnerungen an Filme
wie „Return Of The Living Dead“ wach.
Wer
sich für spannenden Psychothrill und blutige Horror-Action
begeistern kann, wird mit „Perkins’ 14“ bestens bedient. Und
außerdem hat man ja auch nicht alle Tage die Gelegenheit, einen
(Ex-)„Misfits“-Sänger (Michale Graves) „von Innen“ zu
sehen ;-)
Fazit:
„Perkins’ 14“ ist zwar kein Film, für den man unbedingt
sterben müsste, der aber als gelungener Mix aus Psychothriller
und Zombie-Actioner durch Spannung und herbe Effekte überzeugen
kann. |