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Im Jahr 1941 geschah in der amerikanischen
Stadt Bosten etwas grausames. Eine junge Mutter wird mit einer Axt
zerstückelt aufgefunden, ihr kleiner Sohn hatte sich blutüberströmt im
Kleiderschrank versteckt. Das Einzige, was die Ermittler am Tatort finden
ist ein Puzzle mit erotischem Motiv, sonst nichts.
40 Jahre später kommt es in der Nähe der damaligen Todesstelle, dem
College von Boston zu einer Reihe mysteriöser Todesfälle. Es sind nur
junge Studentinnen betroffen und die werden mit einer Kettensäge regelrecht
zerstückelt. Die Polizei steht vor einem Rätsel, weil bei jeder Leiche ein
Teil des Körpers fehlt. Es sieht glatt so aus, als baue sich der Killer
sein eigenes Puzzle zusammen…
Zwei Polizisten werden auf den Fall angesetzt und mit ihnen zusammen eine
hübsche Kollegin, die undercover als Lehrerin arbeiten soll. Schnell
wickelt die attraktive Frau einige Studenten um den Finger und hofft so eine
heiße Spur zu finden. Doch ob es so einfach wird, wie die drei es sich
vorstellen, darf bezweifelt werden… |
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Kettensägen sind ja durchaus eine gute
Grundlage für einen Film aus dem Horrorgenre, der sich mit einem Slasher
befasst, doch was hat man davon, wenn es plötzlich dunkel wird sobald es
zur Sache geht. Dieser Film hat nämlich in der Erstauflage von Allvideo
keine Schnitte vorzuweisen sondern es wird buchstäblich das Licht
ausgemacht, sobald etwas Blut zu sehen ist. Man kann dann zwar noch erkennen
was auf dem Bildschirm passiert, aber halt nicht in der vollen Pracht.
Mittlerweile gibt es aber in Deutschland zwei Versionen des Films, wo diese
Mängel behoben wurden und zwar von M.I.B auf DVD und von Morbid auf Video,
dies allerdings als Bootleg.
Der Film selber haut keinem vom Hocker. Die Geschichte von einem Killer, der
an einer Schule sein Unwesen treibt ist ja schon mehrfach verfilmt worden
und zu spektakulären Highlights kommt es nicht. Zwar fängt die Geschichte
sehr interessant an, als die Szenen von 1941 gezeigt werden, als man dann
aber in der damaligen Realität angekommen ist verflacht die ganze Sache.
Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass auf den Täter gar nicht
eingegangen wird. Es wird nicht geklärt warum er die Morde begeht und wie
sein Geisteszustand ist. Gut, wer mit einer Kettensäge durchs College
läuft kann nicht alle Tassen im Schrank haben, aber eine Durchleuchtung der
geistigen Fähigkeiten wäre sicherlich interessant gewesen.
Ansonsten gibt es auch nicht viel positives zu vermelden, eher vom
Gegenteil. Da wäre zum Beispiel die grottenschlechte Synchronisation, die
nur noch von den dazugehörigen Dialogen übertroffen wird. Eine Schülerin
geht zum Beispiel zu einem Lehrer und deutet auf ihre üppige Brust. Sie
fragt den Lehrer was denn überhaupt ein Brustmuskel ist und meint das sie
zwei große hätte... sehr lustig!!
Des weiteren fällt auf, dass die Filmmusik in einigen Passagen extrem an
die des Lucio Fulci erinnert, allerdings konnte ich sie spontan keinem Film
zuordnen, da sich bei italienischen Altmeister ja auch alles irgendwie
gleich angehört hat. Auch die verdeckt arbeitende Ermittlerin fällt in
einigen Szenen besonders negativ auf. Vom schauspielerischen sehe ich jetzt
mal ab, da keiner der Beteiligten über solche Fähigkeiten verfügt, was
aber wirklich schlecht sind, sind die Tenniseinlagen. Die Ermittlerin ist
nämlich nebenbei noch ein Tennisstar und schlägt im Verlauf des Films so
einige Filzkugeln über das Netz. Leider merkt man aber bei ersten Ausholen
des Schlägers das weder sie, noch eine der jungen Damen gegenüber, jemals
einen Tennisschläger in der Hand hatten, da ihre Bewegungen grauenhaft
sind! Die Abläufe wurden dann von dem Schnittmeister so
zusammengeschnitten, dass es etwas nach dem Sport aussieht, ich tippe aber
mal, dass nicht ein Return zustande kam.
Aber wollen wir den Film mal nicht zuviel verreißen, den so grottenschlecht
ist er gar nicht. Zwar stören die dunklen Szenen und die flache Story aber
wenigstens kann man aufgrund der massig vorhandenen, ungewollten Komik
einige Male beherzt lachen und das ist doch etwas! Der Film ist zwar
sicherlich nichts für einen gemütlichen Kinoabend, aber als „Nebenbeifilm“
mit Freunden und einer Kiste Bier ist er nicht zu verachten! |