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Der
kultige Radio-Moderator Grant ist mal wieder auf Sendung. Zusammen
mit zwei Assistentinnen versucht er seinen Hörern beste
Unterhaltung zu bieten. Doch an diesem Tag ist nichts so, wie an
jedem anderen. Es kommen Meldungen rein, die nichts Gutes ahnen
lassen. Menschen scheinen sich draußen zu verändern. Sie werden
offensichtlich verrückt. Blutrünstig. Grant weiß, dass er im
Studio bleiben muss um die Welt zu warnen. Doch hört ihm überhaupt
noch jemand zu?... |
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Fans
des Horror-Genre sind immer wieder verzückt, wenn sie etwas Neues
geboten bekommen. Eine Vielzahl der Filme, die man sich als
geneigter Fan zu Gemüte führt, kauen oft nur das nach, was
andere bereits verdaut haben. Und nun kommt „Pontypool“. Ein
Film, der wirklich anders ist als andere Filme.
Und dabei ist die Grundthematik schon in allen Facetten beleuchtet
worden: Zombies. Beziehungsweise irgendwelche Menschen, die von
einem Virus befallen wurden und sich verändert haben. Aus diesem
Stoff etwas Neues zu machen, gelingt nicht vielen.
Der Film beginnt recht komisch. Eine Stimme erzählt irgendein
Zeug. Zeug, welches man nicht verstehen kann und wohl auch nicht
verstehen will. Hier merkt man bereits, dass es sich bei „Pontypool“
um etwas Besonderes handelt. Wenig später bekommt man dann den
Radio-Alltag der Protagonisten mit. Moderator Grant spielt sich
mit seiner basslastigen Stimme und seiner coolen Art in den
Vordergrund. Er ist es, der normalerweise Lappalien über den Äther
des kleinen Kaffs „Pontypool“ bringt. Nichts wirklich
Interessantes. Bis dann der Tag der Tage kommt. Der Film verlässt
das Studio nur extrem selten. Fast alles spielt sich in dem
kleinen, beengten Studio ab. Man ahnt nur, was draußen vor sich
geht.
Und das ist es halt: Die etwas andere Sichtweise. Quasi die
Kehrseite der Medaille. Wo andere Filme sich damit beschäftigen,
möglichst viele fleischfressende Zombies und deren Jäger auf den
Bildschirm zu bringen, lässt Regisseur Bruce McDonald das blutige
Geschehen vor der Tür. Er lässt es in den Köpfen der Zuschauer
abspielen. Allerdings holt er sich auch jemanden ins Haus, um das,
was auf der Straße abgeht, etwas zu verdeutlichen. Aber der überwiegende
Teil der Apokalypse findet tatsächlich im Off statt.
Ob dies nun ein geniales Stilmittel ist, lassen wir mal
dahingestellt. Fakt ist aber, dass es über weite Strecken
funktioniert. Leider haben die Macher des Films aber noch etwas
eingebaut, das gar nicht gefallen will. Nicht nur die Sache mit
der Sendestation, die ja quasi die Kommunikationsmittel nach draußen
ist, es gibt auch die Kommunikation als Bösewicht. An dieser
Stelle soll jetzt nicht zuviel verraten werden, es sei aber
gesagt: Es wird sehr seltsam.
Auf Gewalt wird in „Pontypool“ verzichtet. Es gibt keine
Kopfschüsse, kein Geknabbere an Menschenteilen und auch kein Wühlen
in Gedärmen. Das stört aber keineswegs, da der Film halt
grundlegend anderes angelegt ist. Immerhin gibt es eine
„Blutkotz-Szene“, die den Ekelfaktor noch oben dreht.
Summa summarum hat man es bei „Pontypool“ mit einem Film zu
tun, in dem viel geredet und wenig gezeigt wird. Das soll ihm aber
nicht zur Last gelegt werden, da er mit seiner besonderen Thematik
frischen Wind in ein betagtes Subgenre bringt. Allerdings hat der
Film auch ein großes Problem. Nämlich das er mit zu vielen
Wortspielereien daherkommt und im Schlussdrittel rapide an Fahrt
verliert. Somit ist er zwar immer noch etwas Besonderes, man
braucht aber sicherlich auch den besonderen Filmgeschmack, um hier
nicht enttäuscht zu werden. Also lautet das Fazit: Innovativ aber
komisch. |