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Die Brüder Ryan und Roman
sind von Natur aus grundverschieden. Etwas haben sie eines Tages
aber gemeinsam: Beide steigen in ihr jeweiliges Auto, die sich
dann unfalltechnisch treffen. Beide werden aus ihren fahrbaren
Untersätzen rausgeschleudert, beide erleiden dabei einen
Herzstillstand woraufhin beide wiederbelebt werden, aber im Koma
landen. Natürlich werden dann beide noch auf das selbe Zimmer im
Krankenhaus verfrachtet.
Roman erwacht nach einiger Zeit. Allerdings hat er das Problem,
dass er sich für seinen Bruder Ryan hält. Dessen Ehefrau soll
Roman mit zu sich nehmen. Sie macht dies auch und stellt mit der
Zeit seltsame Dinge fest... |
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Sarah
Michelle Gellar war in den letzten Jahren in einigen
Horror-Produktionen zu sehen. Darunter auch als Karen Davis in „The
Grudge - Der Fluch“ Teil 1+2. Bekanntermaßen zwei Remakes,
deren Vorlagen aus Asien, genauer gesagt Japan, stammen. Im Jahre
2007 ist sie dann in einem ähnlichen Streifen zu sehen, dessen
Wurzeln in Südkorea angesiedelt sind und der neu für den
US-Markt verfilmt wurde. In Deutschland ist die Vorlage bis dato
noch nicht erschienen, weswegen es schwierig ist, „Possession“
mit dem Original „Addiction“ zu vergleichen. Allerdings
scheint dies nicht sonderlich wichtig, da man nach der Betrachtung
dieses Films erst ein mal genug von der Thematik haben dürfte.
Denn „Possession“ ist zwar durchaus ein Horror-Film, aber
keiner der guten und erst recht keiner der intensiven Sorte. Er
ist streckenweise atmosphärisch angelegt und kommt mit netten
Bildern daher. Der Inhalt ist aber ebenso (für Horror-Verhältnisse)
trivial wie ohne Höhepunkte ausgestattet. Die Geschichte dreht
sich um ein junges Pärchen, was plötzlich durch einen Autounfall
getrennt wird. Nach einiger Zeit kommt dann der Bruder des
Ehemannes zurück und nimmt dessen Rolle ein. Das Geschehen ist
zwar grundsätzlich etwas mysteriös, aber niemals so interessant,
dass man sich nach Aufklärung sehnt. Man ahnt eher, wo der Hase
lang läuft und fiebert dem Finale entgegen.
So richtig gruselig und schockierend wird es nie. Für Splatter
und Gore ist auch kein Platz. Abgesehen von einer Szene mit einem
Messerchen, welche dann letztendlich die FSk16 Freigabe
rechtfertigt. Da der Spannungsbogen auch nicht der gespannteste
und die Geschichte nicht sehr reichhaltig ist, bleibt an sich
nicht viel übrig, was dem Film ein paar positive Eindrücke
abgewinnen könnte. Die Optik der Kamera wurde ja schon genannt.
Die Regisseure Joel Bergvall („Invisible - Gefangen im
Jenseits“) und Simon Sandquist (ebenfalls „Invisible -
Gefangen im Jenseits“) fangen schöne Bilder ein, auch wenn das
den Film nicht wirklich weiterbringt. Wer sich das einzige Werk
der beiden Schweden angesehen hat, wird einige Parallelen
feststellen. „Invisible - Gefangen im Jenseits“ war jedoch
ganz weit weg von Hollywood und Mainstream, was ihn sehenswert
gemacht hat.
Durchaus sehenswert sind die Darsteller in „Possession“. Allen
voran natürlich Sarah Michelle Gellar („Scream 2“, „Buffy
– Im Bann der Dämonen“ u.a.), die zwar nicht mehr jünger
wird, ihren Stiefel aber gekonnt runterspielt. Michael Landes
(„Final Destination 2“) und Lee Pace spielen die Brüder Roman
und Ryan ebenfalls ordentlich. Den drei Hauptakteuren kommt
sicherlich zugute, dass die Charakterzeichnung nur oberflächlich
angelegt ist.
Unterm Strich sind die wenigen positiven Eindrücke aber natürlich
etwas zu wenig für einen gut funktionierenden Film. Denn „Possession
– Die Angst stirbt nie“ kommt zu spannungs- und überraschungsfrei
daher. Bringt zudem nichts mit, was man schon in irgendeiner Art
und Weise in einem anderen Streifen gesehen hat. Das technische
Niveau ist zwar gut, die Geschichte wird aber zu schleppend und zu
unaufgeregt erzählt. |