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Eine Söldnertruppe unter der Leitung von
Major Schaeffer (Arnold Schwarzenegger himself) soll mit einem
Waffenarsenal, das Action – Fans und Forstwirte(!) gleichermaßen mit der
Zunge schnalzen lassen würde, im tropischen Regenwald Südamerikas eine
verschollene Gruppe von Politikern ausfindig machen. Weniger die ansässigen
Guerrilla- Kämpfer sondern vielmehr ein äußerst unangenehmer Tourist aus
dem Weltall führt den GIs schmerzhaft seine eigene Interpretation einer „grünen
Hölle“ vor Augen. Allerdings hat der „Predator“, Kopfgeldjäger aus
einer fernen Galaxie, die Rechnung ohne den einzig wahren „Mr. Universum“
gemacht... |
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Hatten die Menschen in den 80er Jahren
größere Blasen oder was? Da liefert ein Jahr zuvor James Cameron mit
seinem Alien Sequel (Aliens – Die Rückkehr, USA 1986) eine ca.
zweistündige Pausenlos- Actionorgie ab, und dann das hier: Keine Zeit für
aufs Klogehen!
Keinen Bock auf langatmige Dialoge, Handlungskonstellationen, die nur mit
abgeschlossenem Psychologiestudium oder 4kg Hasch im Balg (Matrix, Fight
Club lassen grüßen) zu verstehen sind?
Lehn Dich zurück und lass Dich von Schwarzeneggers Arnold in den Dschungel
der Apokalypse ziehen. Hier wird ca. 110 Minuten geballert, gemetzelt,
geblutet und gestorben, dass selbst Rambo als Zivildienstleistender dasteht.
Regisseur John McTiernan liefert mit „Predator“ quasi sein
Gesellenstück ab, das er später mit dem Kultfilm „Stirb Langsam“ als
Meisterarbeit veredelt.
Was als typisches Söldner- Actionmovie beginnt, schlägt schon nach weniger
als einem Drittel der Spielzeit in eine phänomenale Mischung aus
genretypischer Materialschlacht, Splatterhappening und spannungsgeballtem
Duell „Mensch gegen übermächtigen Gegner“ um. Das perfekte
Wechselspiel der Perspektiven (Alien / Soldaten), wodurch insbesondere die
Anpassungsfähigkeit des Aliens eindrucksvoll zum Tragen kommt, erzeugt eine
subtile Spannung, die Filme dieses Genres nur selten erreichen.
Unser Arnie kann sich so richtig austoben: Schlammwälzen, Regenwald mit der
Wumme abholzen und sich mit einem, nicht nur vom Aussehen her, ebenbürtigen
Gegner messen. Die Effekte gehen dabei über das übliche Niveau der
Actionfilme hinaus, sodass Splatter- und Actionfans gleichermaßen auf ihre
Kosten kommen. Im Vergleich zu Proll- Orgien wie „Rambo II und III“, „Phantom
Kommando“ oder anderen Filmen der (prä)historischen Stallone /
Schwarzenegger und insbesondere deren noch mieseren (meist italienischen)
Schnellschuß- Plagiaten wirkt der Film auch keinesfalls stumpf, was
sicherlich mitunter daran liegt, dass den ohnehin spärlichen Dialoge
angesichts der gebotenen Daueraction keine Chance geboten wird, ins
Peinliche abzudriften .
Fazit: PREDATOR ist ein Paradebeispiel für gelungenes, Actionkino auf hohem
Niveau und kann locker als ein Top- Ten- Klassiker dieses Genres bezeichnet
werden. Hier wird kein Millimeter Zelluloid für irgendwelche
Nebensächlichkeiten, überflüssige Dialoge oder gar Sentimentalitäten
verschwendet. Spannung und Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende. Macht auch
nach übermäßigem Genuss noch Spaß |