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Eine Gruppe Jugendliche will in den Bergen vom
Alltag loskommen. Sie suchen den Spaß und das Abenteuer in der freien Natur
und sind frohen Mutes. Zumindest so lange, bis sich ihre erhoffe Situation
in eine unverhoffte wandelt. Denn in den einsamen Bergen geht ein Mörder
um. Ein Mörder, der unverzüglich Jagd auf die Reisenden macht.
Die Gejagten erfahren, dass es sich bei dem Killer um einen entstellten
Zigeuner handelt. Der Mann und seine Sippe wurden vor vielen Jahren von
Einheimischen Überfallen. Weil eine Zigeunerin ein Verhältnis mit einem
hiesigen Pferdezüchter hatte. Daraufhin wurde versucht, die Zigeunersippe
auszurotten. Nur dieser eine Mann, der damals noch ein kleiner Junge war,
hat überlebt und ist immer noch voller Zorn auf die Welt.
Und, ob sie es wollen, oder nicht, die urlaubenden Jugendlichen müssen
jetzt für die Gräueltaten aus der Vergangenheit herhalten… |
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Der Eine geht arbeiten und spielt als
Ausgleich Tennis und ein Anderer lebt im Wald und tötet Touristen. Wenn
Letzteres mal nicht ein aufgabenvoller Lebensinhalt ist...
Aber so sind sie, die Horror-Filme respektive die Gedanken ihrer
Drehbuchautoren. Es werden abstruse Kreaturen geschaffen, die sich dann auf
dem Bildschirm zum Deppen machen müssen. Wie eben unser Zigeunerjunge. Er
lebt zurückgezogen im Geäst und wartet auf harmlose Teenager, denen der
urhässliche Hüne, der mehr als zwei Meter misst, auflauert. Klar, mit
einen Größe von über 200cm ist man nicht gerade prädestiniert um ein
Lauerjäger zu sein, den Drehbuchautoren von „Prey“, der in der
deutschen Videoversion des Label UFA den treffenden Namen „...und der Tod
lauert schon“ bekommen hat, war das aber offensichtlich egal.
Man muss eh vermuten, dass die Macher eigentlich eine Tierdokumentation in
den Kasten bringen wollten, vom Chef aber den Auftrag bekommen haben, was
gruseliges zu machen. Denn allerlei Getier taucht immer wieder auf der
Matschscheibe auf: Geier, Frösche, Schlangen, Schmetterlinge, es wird
wirklich jede Lebensform gezeigt, die durch die hiesigen Wälder kreucht und
fleucht.
Am Anfang wird einem noch mit netten Geschichten am Lagerfeuer der Eindruck
suggeriert, dass der Film was taugen könnte. Doch man merkt schnell, dass
das Gelaber langweilt. Es gibt eine Menge uninteressantes Zeug, dass seinen
Höhepunkt beim Rückblick auf die Vorgeschichte erreicht. Zigeunertänze
über mehrere Minuten lassen einen über die Vorspultaste des Abspielgeräts
nachdenken. Doch Vorsicht: Man könnte die Schlüsselszene verpassen, die
sich, treffender weise, beim Bumsen abspielt.
Es gibt kaum Spannung, kaum Szenen die Atmosphäre erzeugen können und
einen Langweiler nach dem nächsten. „The Prey“ ist mit 95 Minuten mehr
als ne halbe Stunde zu lang. Hier und da gibt es immer wieder schöne
Aufnahmen vom Wald, den Bergen und der restlichen Natur, die filmtechnisch
aber natürlich überhaupt nichts rausreißen können.
Für Freunde des blutigen Spezialeffekts gibt es leider auch nicht viel zu
sehen. Nur einen, der nicht mal sehr echt aussieht. Die Kamera schafft es in
den übrigen Situationen, im richtigen Moment abzudrehen. Die ein oder
andere Szene lässt vielleicht auch darauf schließen, dass der Film im
Nachhinein noch mal mit der Schere der Jugendschützer bearbeitet wurde.
Regisseur Edwin Brown, der sich neben diesem Horror-Streifen nur im
Porno-Gewerbe versuchte, versucht gegen Ende den Film etwas voranzutreiben,
sodass er wenigstens gut im Gedächtnis bleibt. Mit schrillen Tönen,
Zeitlupen und ein paar wenigen Kameraexperimenten. Zudem tritt auch der
böse Unbekannte erstmals in Erscheinung. Aber der Auftritt ist nicht
gruselig, sondern extrem albern.
Technisch ist „The Prey“ ein bisschen besser als ein B-Movie und die
schauspielerischen Leistungen gehen überraschenden Weise in Ordnung.
Aufgrund der lahmen Story aber doch eher in die Kategorie des B-Films
einzuordnen. „... und der Tod wartet schon“ ist somit ein passend
gewählter Titel vom deutschen Vertrieb. Denn die waren sich wohlmöglich
sicher, dass in einer verstaubten Videothek der filmische Tod schon auf
dieses Dingen hier wartet. |