|
In einer ländlichen Gegend in
Frankreich wird es zunehmend unruhiger. Und zwar weil das
heimische Wild eine veränderte Verhaltensweise an den Tag legt.
Die Tiere werden unruhig. Sie werden sogar panisch, sodass
einige Hirsche im Elektrozaun verenden.
Dies wird von der Familie von Nathan beobachtet. Sie beobachten
des Weiteren ein riesiges Wildschwein, was die Gegend unsicher
macht und offensichtlich Auslöser der tierischen Panikattacken
ist. Daher gehen sie auf die Jagd, um den störenden Keiler zur
Strecke zu bringen. |
|
Die Sau ist los. Und zwar in
Frankreich. Denn mit dem tierischen Horror-Streifen „Prey – Vom
Jäger zur Beute“, kommt ein THTF, also ein Tier-Horror
Terror-Film, in unsere DVD-Regale. Der Tier-Horror ist viel
verfilmt, da günstig in der Herstellung, einfach und durchaus
populär. Aufgrund des Massenaufkommens gibt es auch
verschiedenste Herangehensweisen an das Thema. Es gibt brutale
Jäger, unglaubliche Monsterviecher und manchmal auch die ganz
normale Bedrohung von nebenan. Letzteres hat Regisseur Antoine
Blossier in seinem Erstlingswerk umgesetzt. Ein glaubhaftes
Stück Horror, welches durch seine mögliche Authentizität für
Schrecken und Terror sorgt.
Das Schöne, an diesem französischen Streifen ist, dass er sehr
natürlich rüber kommt. Sowohl in seiner Glaubwürdigkeit, als
auch in seiner Optik. Das Geschehen findet zu einem Großteil in
der Natur statt. Neben einem kleinen Seitenplot, der sich mit
Familienproblemen beschäftigt, steht die Jagd auf einen großen
Keiler im Mittelpunkt. Und wie man es aus dem Untertitel „Vom
Jäger zur Beute“ erahnen kann, verläuft das tödliche Treiben
alles andere als geplant. Was ebenfalls gut zu Buche schlägt ist
die Gradlinigkeit des Films. Ohne viel Tamtam geht es nach einer
Einführung und einer überschaubaren Charakterisierung der
Rollen, ans Eingemachte.
Blut und Gewalt dürfen da natürlich nicht fehlen. Es gibt zwar
keine Schlachtplatte zu sehen, wie man im übertragenen Sinne
meinen könnte, dafür aber ein paar gorige und schleimige
Einlagen. In einigen Szenen werden Erinnerungen an den
blutverschmierten „Ash“ aus „Tanz der Teufel“ wach. Das
Hauptvieh kommt zwar nicht oft vor die Linse, dafür ist es aber
nett, da natürlich anzusehen. Entweder brauchte man für die
Erstellung keine CGI, oder man hat sie so schon beigepflegt,
dass sie nicht zu erkennen sind.
Spannung und Atmosphäre gibt es in „Prey – Vom Jäger zur Beute“
zu genüge. Gerade wenn es im Wald dunkel wird und der Feind sich
anschleicht entsteht eine dichte Atmosphäre. Einige
Schock-Effekte tragen dann ihr Übriges zur gelungenen
Stimmungsmache bei.
Was auf der negativen Seite notiert werden muss, ist zum ein en
die Tatsache, dass der borstige Protagonist nicht ganz so im
Mittelpunkt steht, wie man das zu Anfang erwartet. Zum anderen
muss bemängelt werden, dass man sich mit der dargestellten
Naturkatastrophe nicht allzu sehr beschäftigt, obwohl diese
Hauptauslöser ist.
„Prey – Vom Jäger zur Beute“ ist glaubhafter Tier-Horror mit
einer großen Portion Terror. Er ist mit knapp 75 Minuten kurz
gehalten, straff, gradlinig und angsteinflößend. Man ahnt zu
wissen, wo der Hase, respektive das Wildschwein, langlaufen,
dass ist in diesem Film-Genre aber nichts Unnatürliches. Da
„Prey – Vom Jäger zur Beute“ sich in einigen, wenigen Momenten
etwas zieht und man sich nicht immer um das Wesentliche kümmert,
gibt es Punktabzüge in der B-Note. |