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Die
Geschwister Lynn (Amy Weber) und Jonathan (Michael Zara) stehen zwar in
engem Verhältnis zueinander, könnten jedoch von unterschiedlicherem
Charakter nicht sein, denn während sie das Leben in vollen Zügen genießt,
ist er schüchtern und introvertiert. An Halloween bringt Lynn ihren Freund
mit nach Hause, der ihr jedoch einen üblen Streich spielt und sie überaus
glaubhaft bedroht. In Notwehr tötet Jonathan den vermeintlichen Angreifer,
was ihn daraufhin nur noch weltfremder und merkwürdiger werden lässt. Um
Distanz zu bekommen, ziehen die Geschwister ein gutes Jahr später in die
beschauliche Kleinstadt Karver, in der die Vorbereitungen auf das anstehende
Halloween schon in vollem Gange sind. Auch Jonathan und Lynn schließen sich
kurz darauf einer Gruppe feiernder Gleichgesinnter an, doch bald schon steht
etwas anderes als Party und ungehemmter Alkoholkonsum auf dem Programm. Ein
maskierter Killer treibt sein Unwesen und hinterlässt eine blutige Spur... |
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In nur wenigen
Wochen wird es wieder so weit sein: Kürbisse mit schauerlichen Grimassen
und Fratzen werden auf Veranden und in Vorgärten platziert, während
Geister, Dämonen und sonstige Schauergestalten von Tür zu Tür ziehen, um
ihr bekanntes Ritual auszuführen. Kurzum, Halloween steht kurz bevor und
wie es sich zu diesem Anlass gehört, bedenkt auch die Filmindustrie den
Markt mal wieder mit themenbezogenen Werken. Natürlich darf auch der
obligatorische, halloweenbezogene Horrorfilm nicht fehlen, welcher dieses
Jahr unter dem Titel "The Pumpkin Karver" erscheint und ab dem 24.
Oktober in den Regalen von Videotheken und Fachgeschäften stehen wird.
Wieso dieses Werk dort aber bestmöglich verstauben sollte und der
Horrorfilm-Konsument gut daran täte, seine Zeit an Halloween sinnvoller zu
investieren, wird das folgende Review klären.
"The Pumpkin
Karver" fällt eindeutig in die Sparte der Teen-Slasher, welche
offensichtlich einfach nicht auszusterben scheinen. Egal, wie einfallslos
und unbrauchbar etwa 90% der Erzeugnisse dieses Sub-Genres auch sein mögen,
so halten viele Regisseure immer noch eisern daran fest und bescheren dem
Horrorpublikum in regelmäßigen Abständen Filme,
die es in dieser Form schon duzende Male zu sehen gab. Doch nicht die
Einfallslosigkeit allein ist es, die "The Pumpkin Karver" in
diesem Fall unbrauchbar macht, vielmehr noch schien Regisseur Robert Mann
überhaupt nicht bewusst gewesen zu sein, wie ein anständiger Horrorfilm
eigentlich auszusehen hat. Ein paar bekannte Ansätze des Genres sind in
diesem Machwerk zwar vorhanden, doch die meiste Zeit über bekommt das
Publikum hier belanglosestes Geplänkel ohne Hand und Fuß zu sehen, das in
seiner Bedeutungslosigkeit neue Rekorde aufstellt.
Dies fängt schon
beim Drehbuch an, welches Robert Mann selbst schrieb und das sich so
ziemlich an allem orientiert, was in den letzten Jahren in Sachen
Teen-Slasher auf den Markt gesch(m)issen wurde. Wie es sich gehört, wird
das Geschehen auch hier von einem kleinen Prolog ins Rollen gebracht,
welcher noch einigermaßen Hoffnung auf einen vernünftigen Film macht.
Diese wird jedoch um so aussichtsloser, desto mehr Charaktere alsbald in das
Geschehen eingeführt werden. Was schon bei der nervenden und
unglaubwürdigen Hauptfigur Jonathan beginnt, setzt sich bei allerlei
Klischee-Teens fort, die hier wieder einmal nichts anderes als Saufen,
Vögeln und Feiern im Kopf haben und dabei noch absolut überzeichnet
rüberkommen. Das negative Highlight sind zwei ständig bekiffte Spinner,
die den ganzen Film über nur peinlich rumblödeln und seltsame Geräusche
von sich geben dürfen und damit schon nach wenigen Minuten tierisch nerven.
Man könnte nun ja
eigentlich davon ausgehen, dass derartige Mängel im Endeffekt wieder von
einigen blutigen Highlights und sonstigen Anstößigkeiten wett gemacht
werden, doch auch hier enttäuscht "The Pumpkin Karver" sein
Publikum. Während man auf Sex und nackte Haut gänzlich verzichten muss,
haben sich auch die blutigen Szenen extrem rar gemacht. Man weiß
spätestens dann, dass ein Slasher nichts taugt, wenn es zum Schluss hin
mehr Überlebende als Opfer zu verzeichnen gibt und das ist hier leider der
Fall. Kein Wunder, konzentriert sich der Film doch beinahe ausschließlich
auf absolut langweilige Handlungs- und Dialogszenen, die zum Einen absolut
grottig geschrieben sind und außerdem keinen Raum für Horror-
oder Spannungselemente lassen. Erst nach der 50. Minute kommt es zur ersten,
nennenswert spannenden Szene, die Summe aller derartiger Sequenzen beträgt
bestenfalls 2 Minuten. Über die restliche Laufzeit darf man sich fröhlich
über eine belanglose Handlung und fürchterliche Charaktere ärgern, die
zudem noch unterirdisch schlecht gespielt wurden. Untalentierte Schauspieler
sind dem gängigen B-Movie-Fanatiker zwar nichts Neues mehr, doch was hier
in dieser Hinsicht geboten wird, unterläuft alles zuvor gesehene. Hätte
der Regisseur ein paar Gummipuppen vors Stativ gestellt, wäre das Resultat
sicherlich überzeugender ausgefallen als das, was diese selbsternannten
Schauspieler da zur Schau stellen.
"The Pumpkin
Karver" gehört zum Schlechtesten, was sich in letzter Zeit Slasher
schimpfte. Der Optik nach mag das Ganze zwar noch in obere B-Verhältnisse
einzuordnen sein, doch in Sachen Handlung ist dieses Werk ein derartiger
Blindgänger, dass selbst der versessenste Genre-Freak wohl nur noch
geringfügige Freude daran haben dürfte. Neben den grottigen Schauspielern
fällt des weiteren noch insbesondere die Tatsache negativ auf, dass das
Werk im Endeffekt kaum spannende oder blutige Szenen zu bieten hat, was eine
Einordnung in das Horror/Slasher-Genre beinahe schon lächerlich erscheinen
lässt. Für das kommende Halloween gibt es jedenfalls vieles, was man der
Sichtung dieses absoluten Rohrkrepierers vorziehen sollte.
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