|
Die vereinigten Staaten von Amerika sind im
Jahre 1847 mitten im Krieg mit dem Nachbarland Mexiko. Captain John Boyd
bekommt das Kommando über ein kleines Fort in der Sierra Nevada, dass mit
einer Hand voll Soldaten besetzt ist, die nicht recht wissen was sie dort
eigentlich machen. Viele Tage verstreichen ohne das etwas
außergewöhnliches passiert, bis sich eines Tages ein stark angeschlagener
Amerikaner in ihre Festung schleppt.
Der Fremde wird gepflegt und nachdem er einigermaßen zu Kräften gekommen
ist erzählt er seinen Rettern das er Colqhoun heißt und wie es dazu
gekommen ist das er fast gestorben wäre.
Er sagt das er mit einigen anderen Siedlern in einen schweren Schneesturm
geraten sein und das sich die Gruppe in einer Höhle vor der Natur retten
musste. Viele Wochen mussten sie in der Höhle verbringen und als ihnen das
Essen ausgegangen ist begannen sie alle möglichen Sachen zu essen. Zuerst
die Tiere dann ihre Schuhe und Gürtel und schließlich machten sie auch vor
sich selber nicht halt. Einer nach dem anderen wurde gegessen und als
letztlich nur noch drei Personen übrig waren machte er sich auf und
gelangte zu diesem Fort.
Captain Boyd entschließt das er sich mit seinem Trupp aufmacht um die
beiden Überlebenden zu retten. Colqoun bietet seine Mithilfe an und so
machen sie sich auf den Weg um die zu Kannibalen gewordenen Menschen zu
retten.
Doch als sie dort angekommen sind zeigt Colqhoun sein wahres Gesicht! Er war
es, der die Menschen getötet und gefressen hat und die angeblich
Verbliebenen gibt es gar nicht. Der Kannibale ist nur aus seinem Versteck
gekommen um neues Menschenfleisch zu organisieren. Für die Soldaten beginnt
jetzt ein Kampf um Leben und Tod, denn wer Colqhoun zum Opfer fällt, wird
auch von ihm gefressen ... |
|
Ich finde es recht schwierig über diesen Film
zu schreiben denn er hat eine recht interessante Story, die aber schlecht
umgesetzt wurde. Wie gesagt ist der Hintergrund nicht schlecht, ein
Kannibalenverirrspiel mit medizinischem Hintergrund ist mal was neues und
hat mich fast auf die Idee gebracht meinen Nachbarn mal anzuknabbern um zu
gucken ob ich seine Kraft auch essen kann...
Denn genau aus diesem Grund frisst der Kannibalen in „Ravenous“, was auf
deutsch soviel wie ausgehungert heißt, seine Opfer. Mehr möchte ich aber
nicht von der Story erzählen, da ich dem Film sonst das letzte bisschen
Spannung nehmen würde.
Sicherlich haben Filme wie dieser eine gewisse Faszination, da das Thema ja
nicht wirklich alltäglich ist und man bei dem Gedanken einen anderen
Menschen zu essen oder zu fressen sicherlich in den Sessel gedrückt wird
aber die Faszination hört auf wenn der Film langweilig wird und das wurde
„Ravenous“ einige male über längere Strecken.
Mann könnte jetzt denke das dies doch bei Horrorfilmen meist die Regel ist
und dann wenigstens gute Splatterszenen den Zuschauer zum zuschauen zwingen
aber leider ist das nicht der Fall. Ekelig und blutig ist er durchaus aber
gute Spezialeffekte gibt es nicht.
Mit den alten Kannibalenfilmen hat „Ravenous“ absolut nichts gemeinsam
und ich halte es für fraglich ob sich ein Zuschauer nach dem Betrachten des
Streifens für die wahren Meisterwerke dieses Subgenres interessieren wird.
Die schauspielerischen Leistungen und das ganze Drumherum sind zwar
wesentlich besser als in den alten Filmen, aber als gute würde ich den Film
nicht bezeichnen sondern nur als Mittelmass. |