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Reporterin
Angela und Kameramann Pablo sind ausgerückt, um eine
Dokumentation zu drehen. Sie wollen das Nachtleben einer Feuerwehr
in Barcelona für ihre Zuschauer festhalten, während die
Zielgruppe schläft. Die Nacht beginnt ruhig für die Feuerretter
und so bleibt Zeit für das Filmteam, die Männer auszuquetschen,
um ihnen Informationen zu entlocken. Als dann plötzlich ein Alarm
losgeht, ist die Freude bei Angela groß.
Am Einsatzort angekommen merken sie zwar, dass es nicht brennt,
dafür ist allerhand Tumult in dem Mietshaus. Ein Retter wird
sogar von einer alten Frau angegriffen, als er ihr zur Hilfe eilen
will. Überall sind plötzlich Schauplätze. Schauplätze mit
Kampf und Blut. Als dann die angerückte Polizei das Haus unter
Quarantäne setzt, und niemanden mehr rauslässt, ist nicht nur
das Erstaunen groß, Furcht keimt auf. Und das nicht zu unrecht.
Wie sich rausstellen soll... |
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Ausnahme
Horror-Macher Jaume Balagueró („Hell's Resident”, „Fragile
- A Ghost Story”, „Darkness”, „The Nameless” u.a.) ist
zusammen mit seinem Kollegen Paco Plaza („Romasanta - Im
Schatten des Werwolfs“, „Second Name - Dein Name sei Tod“)
nicht daran vorbeigekommen, im Jahre 2007 einen Beitrag zu einem
aktuellen Horror-Trend abzugeben.
Acht Jahre zuvor machte es "The Blair Witch Project"
vor, wie man mit der Wackelkamera Millionen machen kann. Nun haben
die beiden Spanier etwas in den Kasten gebracht und es ist viel
besser, als man erwarten konnte.
Denn die Geschichte gibt eigentlich nicht besonders viel her. Ein
Reporter-Team, eine Katastrophe, eine Tragödie. Das war es im
Prinzip schon. Was daraus gemacht wurde, ist aber ganz großes
Kino. Mit ganz kleinen Mitteln. Es dauert zwar ein wenig, bis „[REC]“
in Fahrt kommt, wenn es dann aber so weit ist, befindet man sich
in einem Terrorstrudel. Mit atemberaubendem Tempo, fiesesten Geräuschen
und einer sehr beklemmenden Atmosphäre.
Besonders gut ist, dass das Ganze sehr authentisch rüberkommt.
Und das bei einem Zombie-Film. Das will schon was heißen.
Sicherlich ist das Gezeigte nicht so ergreifend, wie damals das
„Blair Witch“-Phänomen – zumindest für die, die drauf
reingefallen sind – man bekommt aber mehr als ein mal die Chance
sich zu gruseln oder sich zu erschrecken. Angst wird auf jeden
Fall groß geschrieben, was als Grundlage für einen
Horror-Schocker ja schon mal eine vernünftige Grundlage ist.
Der dokumentarische Drehstil wirkt zwar echt, aber auch
durchdacht. Der Kameramann wird von der Szenerie und von seiner
Reporterin geradezu gezwungen, sein Filmobjekt immer dahin zu
halten, wo gerade etwas abgeht. Gut, in ein oder zwei Szenen, als
er selbst zur Zielscheibe wird, kann man sich das zwar nicht
vorstellen, da das eigene Leben sicherlich wichtiger als der
potentielle Ruhm ist, irgendwo muss der Film aber auch sehen, dass
er alles mitbekommt. Und da drückt man bei leichten Logik-Schwächen
gerne mal ein Auge zu.
In
„[REC]“ geht es zwar fürchterlich zur Sache, in Sachen
Gewaltdarstellung hält er sich aber zurück. Es gibt zwar eine
Menge Blut und Bisse, so richtig fies ist das für den Fan des
Horror-Genre aber nicht. Da hat man schon ganz andere Sachen
gesehen. Sehen lassen können sich die Darsteller, die hier zwar
einen recht leichten Job haben, ihre Sache aber ganz gut machen.
Die Gesichter sind unverbraucht. Manuela Velasco ist eventuell aus
dem Paul Nashy Slasher „School Killer“ bekannt und Carlos
Lasarte hat schon in Balaguerós "The Nameless"
mitgewirkt.
Unterm Strich ist „[REC]“ zwar ein schlichtes, aber auch
eindrucksvolles Filmchen, was auf der ganzen Linie Spaß macht.
Zumindest den Leuten, die kein Problem mit der Wakelkamera und
purem Terror haben. Jaume Balagueró hat hier mal wieder sein außerordentliches
Gespür für den Horror-Film unter Beweis gestellt. |