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In einem großen Mietshaus in
Barcelona ist eine Seuche ausgebrochen. Menschen verwandeln sich
zu blutrünstigen Kreaturen. Da die Situation nicht unter
Kontrolle gebracht werden kann, wird ein Sonderkommando in das
Haus geschickt, um dort nach dem Entstehen der Tragödie zu
forschen. Als Verstärkung steht den Polizisten ein Priester zur
Seite, der eine Blutprobe vom Ursprung der Epidemie besorgen soll,
damit die Seuche ausgerottet werden kann.
Doch es soll keine einfache Expedition ins Haus des Schreckens
werden. Es scheint, als sein nicht einfach eine neue Krankheit
ausgebrochen, sondern als hätte die eine höhere Macht die Finger
im Spiel… |
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Nach dem der spanische
Publikumserfolg „[REC]“ sogar als „Quarantäne“ für den
amerikanischen Markt erfolgreich nachverfilmt wurde, war es nur
eine Frage der Zeit, bis es zu einer neuen Auflage kommen sollte.
Immerhin war das Ende des Films so gestaltet, dass eine
Fortsetzung durchaus Sinn macht. Und da ist er nun. Nach knapp
zwei Jahren Wartezeit erscheint „[REC]2“.
Aber mit was für Erwartungen an solch einen Streifen rangehen.
Ist es doch üblicherweise so, dass zweite Teile eines
Erfolgsfilms ruck zuck in den Kasten gebracht werden, um noch mal
schnell ein paar Euro zu machen. Immerhin hat man sich dazu
entschieden, die beiden Erfolgs-Regisseure Jaume Balagueró („Hell's
Resident”, „Fragile - A Ghost Story”, „Darkness”, „The
Nameless” u.a.) und Paco Plaza („Romasanta - Im Schatten des
Werwolfs“, „Second Name - Dein Name sei Tod“) zu halten.
Die Story beginnt genau da, wo der Vorgänger aufhört. Das
Treiben reiht sich an die Vorgeschichte an. Man darf das
Sonderkommando und den Arzt dabei beobachten, wie sie sich in ihre
gefährliche Arbeit stürzen. Natürlich mit Kameras ausgestattet,
damit die Polizeiführung Bildmaterial hat und wir nicht auf die
Wackel-Bilder verzichten müssen.
Was sich einem dann bietet ist bekannt. Dunkle Gänge, wütende
Infizierte, ängstliche Nicht-Infizierte, wackelige Bilder, Blut,
Dunkelheit. Alles Zugaben, die in einen guten Horror-Streifen gehören
und für Atmosphäre und Spannung sorgen. Aber wer den Vorgänger-Film
gesehen hat, wird nichts wirklich Neues entdecken. Man merkt
schnell, dass etwas fehlt. Etwas, was mehr Schwung in die
Geschichte bringt. Ihr Tiefe einverleibt und den Betrachter
fordert. Denn die vorhandenen Schock-Effekte sorgen zwar für
Erschrecken, da man die meisten Szenen schon zu kennen meint,
stumpft man bei der deren Sichtung doch merklich ab.
Was etwas Schwung in die Geschichte bringt ist eine Parallel-Story
um ein paar Jugendliche, welche sich im Haus befinden. Diese sind
natürlich auch mit einer Hand-Kamera ausgestattet und kommen nach
der ersten Hälfte zum Einsatz. Zudem wirft die Rolle des
unsympathischen Priesters, der auf der Suche nach einem
Gegenmittel ist, ein paar Fragen auf. Er scheint mehr mit der
Sache zu tun zu haben, als man das anfangs denkt und lenkt das
Geschehen unübersehbar in die Fußstapfen des Film „Der
Exorzist“. Gegen Ende verschwinden dann auch logischerweise die
Prallelen zum Vorgänger. Es wird anders, an dieser Stelle wird
aber natürlich nicht verraten, inwiefern.
Dass man es, bei dem überwiegenden Teil an bekannten Stoff, dann
doch aushält und nicht einschläft liegt natürlich an den
verschiedenen Schock-Momentan und der Tatsache, dass „[REC]2“
von hervorragender technischer Qualität ist. Vorausgesetzt natürlich,
man wird von den Wackel-Bildern nicht angewidert.
Spannung wird ebenso erzeugt wie Atmosphäre und die Darsteller
bieten meist glaubhafte Leistungen. Auch wenn man sich mit
niemanden so richtig identifizieren kann. Was nicht ganz so
glaubhaft ist sind einige CGIs. Ein bekanntes Problem bei
Produktionen mit wenig finanziellem Rückhalt. Blutige Szenen gibt
es zwar einige, aber richtig harte sind nicht dabei. Vielleicht
von einer, computergenerierten, abgesehen. Manchmal, wenn mal
wieder mit der automatischen Waffe geschossen wird, meint man sich
in einem Ego-Shooter-Spiel zu befinden. Der Spannung und dem
Unterhaltungsfaktor tut dies aber keinen wirklichen Abbruch.
Gerade weil von der Maske eine gute Arbeit abgeliefert wurde und
die angreifenden „Viecher“ schön gruselig aussehen.
Summa summarum bringt „[REC]2“ zu wenig Neues mit,
um richtig überzeugen zu können. Freunde von „[REC]“ werden
gut bedient und erhalten quasi eine direkte Fortsetzung mit hohem
Tempo und relativ viel Action. Wem der Vorgänger schon nicht
gefallen oder interessiert hat, sollte die Finger von diesem Film
lassen. |