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Eine dänische Familie zieht in ihr
vermeintliches Traumhaus. Auf dem Land gelegen, bietet das Anwesen die Ruhe,
die sich Computerspezialist Tommy und seine Frau Signe erhofft haben. Doch
bald bekommt es Mutter Signe mit der Angst zu tun: Tochter Bianca scheint
einen imaginären Freund zu haben, was ihr natürlich nicht recht ist.
Nach und nach geschehen weitere Merkwürdigkeiten. Es hat den Anschein, als
ob es im Haus spukt. Die junge Familie holt Experten zu Rat, die sich durch
ihre wissenschaftlichen Untersuchungen nicht gerade beruhigen können. Als
dann auch noch die geliebte Tochter spurlos verschwindet, nimmt das Grauen
seinen Lauf… |
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„Bag det stille ydre“, so der
Originaltitel des dänischen Films „Restless Souls“, ist ein
skandinavischer Beitrag zum Horror-Genre und zeigt einmal mehr, dass sich
die Nordeuropäer filmtechnisch vor keinem verstecken müssen. Regisseur
Martin Schmidt, der durch den soliden Slasher „Final Hour“ bekannt
wurde, zeigte ja bereits, dass der dänische Horror-Film nicht zu
unterschätzen ist. „Restless Souls“ knüpft aber nicht ganz an den
reinrassigen Vorgänger-Horror-Film an. 70% des Films sind Dramaturgie, 20%
beschäftigen sich mit typischen Liebes-Film Klischees und nur rund 10%
werden mit mystischen und gruseligen Momenten versehen.
Zwar liest sich die Beschreibung des Streifens so, als ob das von Geistern
heimgesuchte Haus und die dadurch verursachte Bedrohung im Mittelpunkt
stehen würden, dem ist aber nicht so. Aber wenn man sich erst mal an diesen
Streifen herangewagt hat, und akzeptiert hat, dass es weder zu Splatter-
noch zu sonstigen platten Horror-Elementen kommt, kann man sich beruhigt
zurücklehnen und sich von diesem professionellen Spielfilm unterhalten
lassen. Man wird sicherlich während der Betrachtung auf die Idee kommen,
dass „Restless Souls“ irgendwann man im Spätprogramm des Öffentlich
Rechtlichen Fernsehens auftauchen wird. Denn er passt irgendwie genau in das
Schema. Filmtechnisch hochprofessionell, durchdacht und alles andere als
plump. Das bringt aber auch den Nachteil mit sich, dass die Spannung auf der
Strecke bleibt.
So richtig aufregend wird es erst gegen Ende des Streifens. Zwar kommen
vorher einige mysteriöse Andeutungen zum Vorschein, dass Ganze plätschert
aber ein wenig daher. Wichtiger ist es Regisseur Schmidt, die Rollen
vorzustellen. Dies gelingt auch sehr gut, ob es den Film aber voran bringt,
sei mal dahingestellt. Denn durch die Charakterisierung verliert der Film an
Fahrt. Es wird eine Handbremse eingebaut, die eigentlich unnötig ist und
den restlichen Verlauf nur ausbremst.
Für den Horror-Fan bietet „Restless Souls“ sicherlich nicht mehr als
eine durchschnittliche Unterhaltung. Der Film ist zwar technisch hochwertig
und mit durchaus guten Darstellern versehen, Mystery-Spezialist Martin
Schmidt erzählt die Geschichte aber nicht spannend genug. Zumindest für
diejenigen, die Anderes gewohnt sind. Als Entspannungs-Film mit
Grusel-Faktor funktioniert „Restless Souls“ durchaus. Aufgrund der
Horror- und auch Splatter- sowie Spezialeffekt-Armut und seinem hohen Anteil
an Beziehungsthematik degradiert es sich aber eher zum Familienfilm. |