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Das Ehepaar, Nob und Susan, will sich zum
entspannen in die Natur zurückziehen. Ihre Beziehung hat sich in letzter
Zeit etwas verschlechtert und Nob denkt das ein Ausflug mit einem Kanu auf
dem Fluss das Richtige ist um wieder zueinander zu finden. Als sie ein paar
Meter hinter sich gelassen haben begegnen sie Walter und Daniel, die
ebenfalls mit einem Kanu unterwegs sind.
Nob hilft den beiden Männern, die sich festgefahren haben und schnell
entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den Vieren. Sie paddeln
einige Zeit zusammen und fahren dann zu einer Hütte, in der Nob und Susan
übernachten wollten. Zu viert feiert es sich besser denken sie sich und
schon steigt eine kleine Party mit Wein, einer Gitarre und einem großen
Joint.
Doch schon bald gesellt sich ein weiteres Pärchen zu den Feiernden. Phil
und seine Freundin Linda setzten sich dreist an den Tisch und bedienen sich
erst mal an den Weinvorräten. Schon bald nach der Ankunft der beiden
Störenfriede findet Susan einen entstellte Leiche am Fluss. Ihr wurde das
Gesicht abgezogen und auch einige Fleischstücke vom Körper entfernt.
Nach diesem schrecklichem Ereignis wandelt sich die Stimmung unter den
sechsen denn die Paare verdächtigen sich jetzt gegenseitig der Mörder des
Gefundenen zu sein. Die Urlauber sind von der Außenwelt abgeschnitten und
haben aufgrund der anbrechenden Dunkelheit auch keine Gelegenheit wieder
zurückzufahren. Das gegenseitige Misstrauen wächst, bis die Lage
schließlich eskaliert... |
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Olaf Ittenbach ist wohl unumstritten der beste
deutsche Regisseur wenn es um den Splatterfilm geht. Mit seinen früheren
Werken wie „Black Past“ oder auch „Burning Moon“ hat er sich einen
Namen gemacht und momentan zeigt er uns das er auch recht anspruchsvolle
Filme machen kann. Neben „Legion of the Dead“ ist “Riverplay” ein
recht guter Film, in dem es nicht mehr ausschließlich darum geht,
möglichst viel von seinem Können zu zeigen. Gerade in Riverplay geraten
die Spezialeffekte etwas in den Hintergrund und es wurde sichtbar mehr Wert
auf die Story und die Dialoge gelegt.
Auf Olafs genialen Effekte muss man aber nicht gänzlich verzichten. Bereits
am Anfang bekommt man zu sehen wie man Jemanden das Gesicht entfernt und wie
man Menschenfleisch am besten am offenen Feuer zubereitet. Zwischendurch
gibt es dann ab und an etwas zu bestaunen, bis der Film sich dem Ende
nähert. Hier gibt es dann eine wirkliche Blutorgie, für die wohl einige
Liter Kunstblut bereitgestellt werden mussten.
Das Besondere an dem Film ist, dass direkt am Anfang gezeigt wird wer der
Mörder ist. Wer jetzt denkt das diese Tatsache dem Film die Spannung raubt
liegt falsch. Man selbst weiß ja wer es war und so kann man die Charaktere
beobachten, wie sie sich immer wieder verändern. Dafür sind auch die
wirklich guten Schauspieler verantwortlich, die ihre Arbeit
überdurchschnittlich gut gemacht haben. Besonders gefallen hat mir das
Debüt von Thomas Reitmair. Er war bis jetzt immer nur für die Drehbücher
zuständig, die er mit Olaf Ittenbach zusammen schrieb. Reitmair hat
wirklich Talent und ich hoffe das ich das noch einige mal zu sehen bekomme.
„Riverplay“ ist also mal ein etwas anderer Film des deutschen
Kultregisseurs, der aber nicht weniger sehenswert ist wie seine
blutrünstigen Vorgänger. |