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Die Ehe von Nob und Susan steht auf der Kippe,
beide haben in letzter Zeit viel zu wenig Zeit gemeinsam verbracht und so
hält Nob es für eine gute Idee am Wochenende einen Ausflug in die Wälder
mittels eines Kanus zu unternehmen um dem Großstadtalltag zu entfliehen.
Auch die Freunde Walter und Daniel, die beide gerade auf Bewährung aus dem
Gefängnis entlassen wurden, hegen die gleiche Idee wie das Ehepaar und so
begegnen sich die 4 ungleichen Gestalten auf dem Fluss. Man hilft sich
gegenseitig mit den Kanus und schließlich beschließen sie auch, gemeinsam
einen Rastplatz aufzusuchen um die Nacht dort gemeinsam zu verbringen.
Alles schön und gut, wäre außer ihnen da nicht noch ein weiteres junges
Pärchen – Linda und Phil, die sich den vieren aufdrängen und die sie
irgendwie nicht mehr los werden, dass mit den beiden etwas nicht stimmt,
wird ihnen nur allzu bald klar. Sie finden eine grauenvoll zugerichtete
Leiche am Flussufer. Und damit beginnen dann auch die Probleme, Nob ist ein
angesehener Arzt, der einen Ruf zu verlieren hat und die beiden Ex-Knackis
laufen Gefahr wieder ins Gefängnis zurück zu müssen. Linda zerstört auch
noch das einige Handy, das sie haben, indem sie sich darüber übergibt und
der Psychoterror nimmt seinen Lauf. Alle beschuldigen sich gegenseitig und
wissen nicht, was sie nun tun sollen. Treibt ein schrecklicher Killer sein
Unwesen in der Wäldern oder ist der Killer gar unter ihnen zu suchen? |
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Ich fand den Film klasse! Anders wie bei
vielen Filmen des Horrorgenre weiß der Zuschauer hier von Anfang an, wer
der Killer ist, denn gleich zu Beginn wird der Zuschauer Zeuge der
schrecklichen Bluttat und im restlichen Verlauf des Filmes fiebert er somit
mit, ob die anderen es herausfinden werden oder ob erst noch weitere Leute
ermordet werden oder nicht. Die Spannung bleibt dabei durchgehend erhalten
und das obwohl der Film im Grunde nur auf dem Fluss und im Wald spielt. Aber
auch "Blair Witch Project" zeigte ja schon, dass man einzig mit
einer Umgebung sehr viel Spannung aufbauen kann.
Bei „Riverplay“ handelt es sich übrigens mal wieder um einen Film von
Regisseur Olaf Ittenbach, der der Horrorgemeinde, speziell der
Splattergemeinde wohl bekannt sein dürfte, aus Filmen wie „Black Past“,
„Burning Moon“, „Premutos“, „Legion“, „Beyond the limits“
oder „Garden of love“. Für gewöhnlich handelt es sich dabei um
ziemliche Splatterwerke, sprich recht blutige Filme. „Riverplay“ hebt
sich jedoch deutlich von den anderen ab, da hier weit weniger der Splatter
im Vordergrund steht, anstatt einer richtig guten Story. Zwar gibt es auch
hier die ein oder andere kleine Splattereinlage zu bewundern, jedoch ist
dies eher Zweitrangig anzusehen.
Die Atmosphäre des Films ist recht bedrückend, man fiebert mit den
Darstellern mit, was sie wohl als nächstes tun werden und man fragt sich
auch, warum sie nicht endlich den/die Killer ausschalten, da es doch so
ersichtlich ist und dann fällt wieder der Verdacht auf jemand anderen usw..
Die Darsteller sind wieder einmal alle Laien, jedoch teils der
Ittenbachfangemeinde bereits aus anderen Filmen des Regisseurs bekannt. So
spielt z.B. Ittenbach selbst die Rolle des Daniel und auch Thomas Reitmair („Walter“)
ist wieder mit von der Partie, diesmal auch vor, anstatt nur hinter der
Kamera, wo er bei den meisten Drehbüchern von Ittenbach mitschreibt. Die 1.
gesplatterte Leiche wird übrigens vom saarländischen
Splatterfestivalorganisator Yazid Benfeghoul gespielt, der auch als
Produzent bei vielen Ittenbachwerken zu Gange ist. Alle Darsteller spielen
ihre Rollen recht gut. Einzig die Darstellerin der Susan nervt teilweise
schon ein wenig, da ihr Geheule doch recht gekünstelt wirkt. Aber da dies
hier ein Amateurfilm ist, ist man es ohnehin gewohnt hier keinen Darsteller
alla Keanu Reeves oder dergleichen zu finden.
Das einzigste wirkliche Manko des Filmes ist meiner Meinung nach jedoch die
Synchronisation, diese hinkt leicht den Gesichtszügen hinterher, aber auch
das ist man ja von Filmen des Low Budgetbereichs inzwischen gewohnt.
^v^ FAZIT: ^v^
Alles in allem ein sehr sehenswerter Film, den ich jedem empfehlen kann.
Besonders die Anfangssequenz und das Ende haben es in sich!!! Zwar erwartet
einen hier keine durchweg Blutorgie wie in „Beyond the limits“,
allerdings die wenigen Effekte zeigen deutlich die Handschrift von
Ittenbach. Leute mit zu zartem Gemüt, rate ich wie immer von dem Film ab,
bereits in den ersten 5 Minuten würdet ihr würgend zur Toilette laufen
(ich sag nur:“ Ein Stückchen Menschenfleisch gefällig? Das eigene
versteht sich.. |