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Im Jahr 2018 hat sich die Gesellschaft
grundlegend verändert. Es sind nicht mehr die Politiker, die regieren,
vielmehr haben einige Konzerne die Macht an sich gerissen. Um den Menschen
ein Ventil für ihre Aggressionen zu bieten, haben die Konzerne ein Spiel
ins Leben gerufen, dass genau so unterhaltsam wie brutal ist.
„Rollerball“ wird in einer überdachten Sportarena gespielt, auf deren
Bahn sich Motorräder und Männer auf Rollschuhen duellieren. Sie versuchen
alles, um einen Ball in das dafür vorgesehene Tor zu bringen. Star des
Spiels ist, der in die Jahre gekommene, Jonathan E., der von unvorstellbaren
Menschenmengen bejubelt wird. Allerdings bejubeln ihn die herrschenden
Konzerne nicht unbedingt, sie sehen ihn aufgrund seiner zunehmenden
Popularität sogar als Gefahr. Daher wird ihm ans Herz gelegt, sich aus dem
Sport zurückzuziehen.
Eigentlich ist es für die Menschen im Jahre 2018 üblich, die
Entscheidungen der Konzerne zu akzeptieren, Jonathan beugt sich der
Anweisung allerdings nicht. Auch nicht als die Regeln der Spiele immer
lockerer werden und es zu ersten Todesfällen kommt. Jonathan zieht sein
Ding durch und will sogar das Finale spielen, dass nur ein Spieler
überleben wird... |
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„Rollerball“ ist ein Film, der seinerzeit
für Aufregung sorgte, da er gewaltverherrlichende Elemente besitzen sollte,
was auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Es geht schon ganz schön
zur Sache und Opfer gibt es genug, doch im Vergleich mit heutigen Filmen
bleibt er eine wirre Zukunftsvorstellung, die allerdings nicht ohne
Aussagekraft ist. Es werden dort die mächtigen Konzerne kritisiert, die
zwar dafür zuständig sind dass alle materiell versorgt sind und keinen
Hunger leiden müssen, sie sind aber auch Schuld daran, dass keine rechte
Lebensfreude unter den Erdbewohnern aufkommen will. Aber dafür gibt es ja
den Katalysator, dass Rollerballspiel, welches eigentlich aufgrund seiner
Härte verachtet werden sollte, aber dennoch geliebt wird, da halt nichts
anderes da ist.
Allerdings ist diese Gesellschaftskritik auch nicht allzu ernst zu nehmen,
da sie doch sehr bizarr dargestellt wird. Seltsame Klänge und schräge
Farben erinnern etwas an Fulcis Frühwerk „Die Schlacht der Centurions“,
ein Film, der nicht gerade für den hohen Berühmtheitsgrad des verstorbenen
Horrorkultregisseurs beigetragen hat. Und zudem wird bei „Rollerball“
schnell ersichtlich, dass der Streifen wirklich schon sehr alt ist.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Actionszenen, die sich
allesamt in der Sportarena abspielen, äußert sehenswert und sehr
unterhaltsam sind. Trotz das dem Werk Gewaltverherrlichung nachgesagt wurde
gibt es für Splatterfans so gut wie nichts zu sehen. Meist sieht man nur
wie jemand umgeknallt wird und dann die drei Lichter hinter seinem Namen,
auf der Anzeigentafel, ausgehen. Stunttechnisch ist allerdings alles in
Ordnung und Freunde von Motorradkloppereien werden ihre helle Freude haben.
Leider gibt es aber auch einen Kritikpunkt bei „Rollerball“ und dieser
ist gar nicht mal so unbedeutend. Es gibt nämlich einige sehr dialoglastige
Szenen, die anfangs zwar noch ganz interessant sind, dann aber ein wenig
nerven. Zum Glück werden diese aber immer wieder von den Spielen
unterbrochen und nach dem furiosen Finale sagt sowieso niemand mehr was...
„Rollerball“ ist sicherlich ein empfehlenswerter Film, wenn er auch
über einige Szenen verfügt, die einen übers Einschlafen nachdenken
lassen. Aber wer genug vom Gebrabbel hat, der kann sich ja von Actionszene
zu Actionszene spulen... |