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Es ist ein ganz normaler Morgen an der
Highschool in Calumet, einer netten Kleinstadt in den vereinigten Staaten
von Amerika. Mitten im Unterricht bemerkt ein Lehrer, wie Fallschirmspringer
auf dem Schulgelände laden und geht daraufhin nach draußen, um zu gucken
um was für eine militärische Übung es sich handelt. Allerdings bekommt er
als Antwort eine Ladung Blei, die ihn dahinraffen lässt. Den Schülern, die
sich ungläubig vor den großen Fenstern versammelt haben, geht es nicht
besser. Auch sie werden unter Beschuss genommen und nur wenige können
flüchten.
Einer Gruppe von Schülern gelingt die gemeinsame Flucht und nachdem sie
sich im Örtchen mit Lebensmitteln, Waffen und anderem überlebenswichtigen
Material ausgestattet haben, fliehen sie in die Berge. Sie wissen zu diesem
Zeitpunkt noch gar nicht, was sich da gerade abgespielt hat, erfahren aber
nach einiger Zeit, dass sowjetische und kubanische Truppen Amerika
überfallen und einen Grossteil des Landes unter ihre Kontrolle genommen
haben. Nachdem sie im Verlauf der nächsten Monate mit ansehen mussten, wie
einige Familienmitglieder hingerichtet und eingelagert wurden, beschließen
sie bewaffneten Widerstand gegen die kommunistischen Invasoren zu leisten.
Sie bekommen nach und nach ein wenig Verstärkung und gehen als die „Wolverines“
auf Jagd. Die Gruppe ist von nun an eine gnadenlose Partisanentruppe, die
einen erbitterten Guerillakrieg führt und vor keinem Überfall und Attentat
zurückschreckt. Um ihre Freiheit zu erkämpfen ist ihnen jedes Mittel
recht... |
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Der kalte Krieg, die älteren Menschen werden
ihn noch kennen, sorgte jahrelang für ein angespanntes Verhältnis der
beiden ehemaligen Supermächte und nicht selten wurde er als Filmvorlage
missbraucht. Die atomare Bewaffnung stand dabei im Vordergrund, doch in Film
„Die Rote Flut“ wurde gänzlich auf diese Wunderwaffe verzichtet. Der
Grund dafür ist recht einfach, denn die kommunistischen Truppen haben
keinen Krieg auf lange Distanz geführt, sie sind einfach in die vereinigten
Staaten einmarschiert. Das klingt jetzt zwar ein bisschen unlogisch, ist
für den Film aber nicht wichtig und wird am Anfang nur kurz und äußerst
schwammig angerissen.
Wichtig ist die Tatsache, dass die bösen roten Männer in das Land der
grenzenlosen Freiheit einmarschiert sind und es sich nun teilweise
unterjochen. Das dies ein Unding ist und mit einer kleinen Gruppe Teenagern
bitterböse bestraft werden muss, ist nur eine logische Schlussfolgerung.
Aber jetzt mal Spaß beiseite. Die Geschichte ist alles andere als politisch
aktuell und zudem von einem ungebremsten Patriotismus begleitet, wie man ihn
nur (und das auch heute noch) von Land der unbegrenzten Möglichkeiten
kennt. Wenn man den Film aber nicht als Politikum sondern als
Unterhaltungsmedium sieht, macht er Spaß und das nicht zu knapp.
Es ist nett zu verfolgen, wie die Gruppe Jugendlicher in die kalten Berge
fliehen muss um da ihren Überlebenskampf anzutreten. Analog dazu gibt es
unten in Tal die Schreckensherrschaft der kommunistischen Unholde, die alles
geben um die Einheimischen umzuerziehen. Wer nicht folgt, wird getötet. Das
ist natürlich hart, wenn nicht sogar sehr hart und so war der Film zu
seiner Zeit nicht nur umstritten, er war den „Aufpassern“ sogar etwas zu
hart, sodass sie ihn auf die Liste der indizierten Filme setzen mussten.
Glücklicherweise hat sich unsere Gesellschaft aber weiterentwickelt und so
wurde „Die Rote Flut“ am 30.11.2001 wieder von dieser Liste mit den „bösen“
Filmen gestrichen.
Also kann man heute wieder ganz unindiziert einen guten Film betrachten, was
den Vorteil hat, dass es den Streifen mittlerweile auch auf DVD gibt, was
wiederum zeigt, dass die alte Videofassung nicht so ungeschnitten war wie
man immer annahm. Es fehlt allerdings nur ein kurzer Dialog zu Begin, der
keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Films hat. Die harten Szenen
sind alle vorhanden, wie die Erschießungen, die in zwei, drei Szenen
sicherlich viele Leute zum Weggucken animieren.
Allerdings sollte man nicht weggucken, wenn es um die optischen Eindrücke
des Films geht und die beziehen sich nicht nur auf die schöne
Berglandschaft und die massig vorhandenen Kriegswerkzeuge. In diesem
Streifen gibt es nämlich eine Menge Debüts, von einigen namhaften
Schauspielern, die mit „Die Rote Flut“ ihren Durchbruch schafften.
Patrick Swayze, C. Thomas Howell, Charlie Sheen und Jennifer Grey sind
allesamt bekannte Namen, die mit ihren soliden Rollen sicherlich zum großen
Erfolg des Films beigetragen haben. Anspruchsvoll waren die Rollen
sicherlich nicht, sie wurden aber ohne Ausnahme gut umgesetzt.
Trotz der fehlenden Aktualität ist „Die rote Flut“ ein wirklich
mitreißender Streifen, der zum Pflichtprogramm von Filmfans gehören
sollte. Er ist ein typischer 80er Jahre Streifen der wirklich Spaß macht,
wenn man ihn nicht zu ernst nimmt. |