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Im Jahr 2003 führt das japanischen Militär
ein Experiment durch. Ziel des Versuchs ist es, Militärtruppen durch die
Zeit reisen zu lassen. Der Test gelingt und eine Einheit findet sich im
Jahre 1547 wieder, wo sie prompt von einer Samurai-Armee angegriffen wird.
Es scheint kein Zurück mehr zu geben. Zwei Jahre später soll eine
Elitetruppe die verlorenen Soldaten zurückholen, doch dem Team bleibt nicht
viel Zeit.
In der Vergangenheit angekommen, müssen sie feststellen, dass der
japanische Oberst Matoba nun zum tyrannischen Anführer der Samurais
aufgestiegen ist. Ein gnadenloser Kampf zwischen Schwertkämpfern und
High-Tech-Einheiten beginnt... |
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Mit „Time Slip – Tag der Apokalypse“
(Sengoku Jieitai) schuf Regisseur Mitsumasa Saito 1979 ein
Science-Fiction-Abenteuer, das nicht nur wegen der Mitwirkung der
japanischen Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba, sondern vor allem aufgrund der
interessanten Handlung bei Filmfreunden schnell zum Kultfilm avancierte.
Durch eine Sonnenanomalie wurde eine Gruppe japanischer Militärs samt
Waffenarsenal in das mittelalterliche Japan katapultiert und sah sich mit
der ebenso fremden wie faszinierenden Kultur der traditionellen
Samurai-Krieger konfrontiert.
Aus der durchaus reizvollen Ausgangssituation entwickelte Mitsumasa Saito
seinerzeit ein nettes Abenteuerfilmchen, das zwar einige dramaturgischen
Längen aufwies, letztlich jedoch gute Unterhaltung lieferte.
„Samurai Commando“ greift nun, über 25 Jahre später, den Stoff des
Klassikers auf und versäumt es dabei, die dramaturgischen Schwächen des
Originals abzustellen. Masaaki Tezuka's Film aus dem Jahr 2005 kann nicht
direkt als Remake des Sonny-Chiba-Actioners bezeichnet werden, vielmehr
handelt es sich um eine Variation der Drehbuchvorlage, angepasst an die
Sehgewohnheiten des heutigen Publikums. Während das Original seinen
Unterhaltungswert neben den Kampfszenen vor allem aus dem Aufeinandertreffen
der verschiedenen Kulturen bezog, sucht „Samurai Commando“ sein
filmisches Heil in purer Action und CGI-Effekten und scheitert dabei. Die
Schlachtenszenen sind spärlich gesät und reichen in ihrer Darstellung bei
weitem nicht an die teilweise wirklich schön inszenierten Kampfsequenzen
des Originals heran. Über die dargebotenen Computer-Animationen sollte man
besser den Kimono des Schweigens legen. Sie wirken in ihrer schlichten
Umsetzung wie Relikte aus den frühen 90er Jahren.
Insgesamt macht „Samurai Commando“ den Anschein einer schnell
heruntergekurbelten TV-Produktion. Verstärkt wird dieser Eindruck
zusätzlich durch die teilweise blasse Vorstellung der Schauspieler. Hier
kann eigentlich kein Mime richtig überzeugen. Was allerdings am meisten
stört, sind die teilweise haarsträubenden Drehbucheinfälle. Zugegeben,
bei Filmen mit Zeitreise-Thematik empfiehlt es sich nicht, hohe Ansprüche
an Realitätsnähe zu stellen, wenn dem Zuschauer jedoch weisgemacht werden
soll, dass es ein leichtes sei, mal eben im mittelalterlichen Japan
hochmoderne Raffinerien aus dem Boden zu stampfen, und am Ende sogar eine
Atombombe ins Spiel kommt, dann kann sich dieser mit Recht ein wenig
verschaukelt vorkommen.
Für einen anspruchslosen Filmabend ist „Samurai Commando“ ganz
passabel. Für richtig gute Unterhaltung sei an dieser Stelle doch besser
das Original empfohlen. |