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Der neuartige SARS-Vier-Virus hat Einzug in
Thailand erhalten. Alle infizierten verwandeln sich binnen kürzester Zeit
in blutrünstige Zombies, die die Seuche durch ihre Bisse weiter
übertragen. Mitten in dem ganzen Chaos entführt eine debile
Verbrecherbande die Millionärstochter Liu. Deren Vater bittet einen alten
Meister des Schwertkampfes darum, seine Tochter zu befreien. Der Meister
schickt seinen besten Mann: Den Krieger Khun Krabi.
In einem Hochhaus findet er die Entführte und kann sie befreien. Doch sie
ist nicht allein. Khun Krabi und Liu müssen sich nicht nur mit den
Geiselnehmern herumschlagen, sondern sehen sich auch einer ganzen Horde
Zombies gegenüber. Zeit für Khun Krabi's Meister, einzugreifen. Mit
magischem Schwert und falschen Zopf eilt er den beiden zu Hilfe.
Unterstützt wird er von der ebenso cleveren wie schönen Biologin Diana.
Derweil plant das Militär, das Zombie-Hochhaus in die Luft zu sprengen. Die
Zeit läuft ab... |
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Im Jahre 2003 sorgte ein tödlicher Virus für
Schlagzeilen: SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome). Die
Infektionskrankheit, eine Art tödliche Lungenentzündung, breitete sich vor
allem in Südostasien aus. Panik brach aus. Sollte DAS das Ende der
Menschheit sein? Nicht wirklich. Mal abgesehen von einigen hundert
Todesopfern und einem immensen Schaden für die Tourismusbranche, war der
ganze Spuk schnell vorbei (oder zumindest schnell wieder in den
Sommerlöchern der Medien verschwunden).
Doch, immer wenn sich irgendwelche Seuchen, Epidemien oder Auswüchse
hausbackener Katastrophen ihren Weg in die Vitamin-C- und
Sanostol-gestählten Körper der Menschen bahnten, bahnten sich kurze Zeit
später auch Filme mit entsprechender Thematik ihren Weg ins Kino. LSD im
Trinkwasser, Agent Orange in der Suppe, hier ein bisschen Ebola, da ein
wenig SARS. Von nuklearem Fallout oder außerirdischen Gamma (und
sonstigen)- Strahlen mal ganz zu schweigen. Das Resultat war stets dasselbe:
Amoklauf, Blutdurst, Wahnsinn, Terror. Mutierte Menschen. Zombies. - Die
wahre Apokalypse eben...
Dass nun "SARS WAR" ausgerechnet aus Südostasien, einer der
damals am stärksten betroffenen Region, kommt, birgt schon eine Menge
Ironie und schwarzen Humors. Apropos "schwarzer Humor". Dieser
zieht sich durch den ganzen Film: Die SARS-Epidemie dient nämlich als
Aufhänger für eine Zombie-Groteske. Eine schrille Mischung aus Splatter,
Klamauk und schrägen Einfällen. Zombies, schöne Frauen, bekloppte Kerle,
Transsexuelle. Dazwischen eine Riesenschlange!!!
Es wird hemmungslos geklaut. Allerdings nicht mit böser Absicht. Hier waren
wohl eher Fans am Werk, die einfach ihren großen Helden ein kleines
bisschen nacheifern wollten. Welche Filme hier Pate standen wird sehr
schnell deutlich: "Dämonen" (aufplatzende Eiterpusteln, geifernde
Gören mit Glupsch-Augen), "Braindead" (ein blutgieriges
Zombie-Baby) aber auch "Star Wars" (die Titelwahl wird wohl kaum
Zufall sein, zudem gibt es auch Laserschwerter mit Batteriebetrieb...).
Zu Beginn und vereinzelt in die weitere Handlung sind in bester "Kill
Bill"-Tradition kleine Anime-Sequenzen eingestreut. Ein belebendes
Stilmittel. Gleiches gilt für einige Zeitlupen und Bild-Einfrierungen à la
"Matrix". Die blutigen Special-Effects (Schwerter können ja
bekanntlich üble Verletzungen hervorrufen...) sind größtenteils am
Computer entstanden, wirken dadurch etwas übertrieben und künstlich. Auch
das Zombie-Baby sieht etwas sehr plastisch aus. "Sars War"
beschränkt sich aber nicht nur auf Splatter und Gore. Als Parodie und
Splatterkomödie setzt er auf Humor. Mal schräg, mal schwarz, mal völlig
daneben.
Manche Gags funktionieren. Wenn zum Beispiel der schwertkämpfende Held die
Kochutensilien seines Meisters als Rüstung missbraucht ("Wozu brauchst
Du meinen Wok?" - "Ich muss doch cool aussehen), oder wenn sich
ein kleiner garstiger Hobby-Jedi-Ritter den traditionellen Krieger-Zopf mit
Doppelklebeband auf seine Glatze pappt.
Andere Zoten wiederum sind mal wieder mit dem typisch übertriebenen
asiatischen Klamauk beladen, der für europäische Zuschauer wohl etwas
gewöhnungsbedürftig ist. Auch die teilweise sehr schrill-debilen
Synchronstimmen sind da nicht sehr hilfreich. Stellenweise wirkt das alles
ziemlich nervig und albern.Ein bisschen erinnert der Humor an so
pseudowitzige Filmparodien wie "Loaded Weapon" oder "Das
Schweigen der Hammel", bei denen sich ebenfalls Klamauk und Komik die
Klinke in die Hand geben. Der schräge Humor des Films dürfte denn auch das
Lager der Splatter-Fans spalten.
Wenn schon "Seuchenfilm", dann werden Freunde ernsthaften
Splatters wohl eher auf "Ebola Syndrome" zurückgreifen. Jeder,
der ein bisschen grenzdebilem Humor etwas abgewinnen kann, wird jedoch an
"SARS WAR" seine helle Freude haben. Als Party-Film in großer
Runde und mit ein paar Getränken rockt das Teil sicherlich ganz gut.
Fazit: Zombie-Spaß aus Thailand: "SARS WAR" - schräg, schrill,
schplättrig ;-) |