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Manchen
Filmemachern ist keine Filmidee ausgelutscht genug, als dass sie nicht auch
noch ihren belanglosen Beitrag dazu liefern könnten. So lange Regie &
Crew aber zumindest noch mit etwas gutem Willen und kreativen Einfällen an
die Sache herangehen, kann selbst aus dem einfallslosesten Plot und den
wenigsten finanziellen Mitteln gelegentlich noch ein brauchbares Endresultat
entstehen. Was Steven R. Monroe aber mit "Sasquatch Mountain",
hierzulande als "Devil on the Mountain" erschienen, ablieferte,
ist ein derart in den Sand gesetztes, in jeder Hinsicht dilettantisch
hingerotztes Stück Zeitverschwendung, dass sich selbst der härteste
B-Movie-Nerd mit reichlich Alkohol intus letztendlich dafür schämen wird,
seine Zeit für derartigen Müll aufgeopfert zu haben.
Am Regisseur alleine
kann es nicht liegen, dass aus "Devil on the Mountain" ein von
vorne bis hinten ungenießbares Stück B-Horror wurde, bewies er doch mit
Filmen wie "Left in Darkness" und "House of 9", dass er
zumindest dann in der Lage ist, halbwegs brauchbare Streifen abzuliefern,
wenn ihm das nötige Kleingeld zur Verfügung gestellt wird. Im Falle dieses
Total-Desasters hatte sich der Filmemacher allerdings nicht nur mit einem
vollkommen unbrauchbaren Drehbuch, sondern scheinbar auch mit einer Crew
herumzuschlagen, die hier zum ersten Mal ein Filmset von Nahem betrachten
durfte. "Devil on the Mountain" gehört zu der Kategorie Film, die
so unbegreiflich schlecht ist, dass man bereits 5 Minuten nach dem Abspann
Probleme haben dürfte, zahlreiche Passagen zurück in die Erinnerung zu
rufen, da zu diesem Zeitpunkt bereits der bitter nötige
Verdrängungsprozess sein Übriges tut.
Über weite
Strecken scheint sich der für das Drehbuch verantwortliche Schauspieler
Michael Worth unsicher gewesen zu sein, wie er die Handlung auf ordentliche
90 Minuten bringen könnte. So wechselt der Streifen von anfänglich
temporeichen Sequenzen, wie der Geiselnahme, einer Schießerei mit der
Polizei und den ersten Sichtungen des Bigfoots schnell zu einer Vielzahl
ermüdenden Dialogen, die wohl die Charaktere näher beleuchten sollen, in
diesem Fall allerdings über alle Maße lächerlich wirken. Die Figuren
erfüllen lediglich ihre jeweilige Funktion und haben in etwa so viel Tiefe
wie ein Song von Modern Talking. Beim Versuch, die Figuren greifbar zu
machen, sorgten Regisseur und Drehbuchautor höchstens für gepflegte
Langeweile beim Zuschauer.
Davon abgesehen,
dass die Handlung scheinbar ziellos umherirrt und jedwede Spannung vermissen
lässt, ist das ganze Spektakel so furchtbar mies inszeniert, dass man den
Kauf dieses Films bereits nach nur kurzer Minuten Spielzeit schmerzlich
bereut. Der Look alleine erinnert an einen Amateurstreifen, den einige
Kollegen mit der erstbesten Kamera in den nächsten Wäldern realisierten,
von einer brauchbaren Kameraführung ist hier erst recht nicht zu sprechen.
Ständig fängt sie das Geschehen derart unbeholfen und uninspiriert ein,
das die restliche Spielzeit des Films schnell zur Geduldsprobe wird, die dem
Zuschauer einiges abverlangt.
Die Bezeichnung
Horrorfilm liegt insgesamt meilenweit von diesem lächerlichen Werk
entfernt. Schrecken entsteht bestenfalls angesichts des billigen
Bigfoot-Kostüms, was in ähnlichen Genre-Vertretern für Charme sorgen
kann, hier allerdings um so mehr zum allgemeinen Ärgernis beiträgt. Der
Blutzoll ist beleidigend niedrig und hätte durchaus auch eine FSK 12
gerechtfertigt. All zu detailliert werden die Morde des Zottelmonsters
niemals eingefangen, Splatter ist "Devil on the Mountain" ein
Fremdwort.
Selbst
B-Movie-Veteran Lance Henriksen in einer der Hauptrollen gelingt es nicht,
diese Gurke in irgendeiner Form noch zu retten. Der bei Horrorfans zum Teil
sehr gern gesehene Akteur liefert zwar eine passable Darbietung ab, wirkt
dabei aber allzu routiniert und muss sich leider mit einer überaus flachen
und nicht wirklich interessanten Figur herumschlagen. Was bei
"Sasquatch Mountain" jedoch noch weit mehr heraussticht als die
Schauspieler, ist die wirklich grottige, deutsche Synchro des Streifens.
Selbst, wer dachte, in diesem Bereich schon Schlimmes erlebt zu haben, wird
hier noch einmal sein blaues Wunder erleben. Die deutsche Übersetzung ist
derart stümperhaft (!!) von absolut untalentierten Sprechern verbrochen
worden, dass hier wirklich der Eindruck entsteht, dass die erstbesten Leute
von der Straße für die Arbeit ins Synchronstudio geholt wurden. Oftmals
kann man sich im Laufe eines Filmes an die schrägsten Sprecher gewöhnen,
aber hier will es einfach nicht gelingen, da auf korrekte Satzbildung,
passende Aussprache und Betonung keinerlei Wert gelegt wurde. So könnte man
glatt davon ausgehen, dass hier eine Truppe gelangweilter Jugendlicher ihre
eigene Synchro für den Film erstellt hat, der es letztendlich auch gelang,
diese auf die DVD zu bringen. Absolut unverständlich, wie ein Label den Mut
aufbringen kann, einen Film mit einer derart schrecklichen Synchronisation
zu veröffentlichen.
"Sasquatch
Mountain" ist in allen Belangen ein Totalreinfall. Mit seiner
billig-unbeholfenen Machart, der öden Story und der unglaublich miesen
Synchro gleicht das Werk einer einzigen, nicht enden wollenden Tortur, die
man in dieser Form nicht einmal seinen Feinden wünschen würde. Wer ein
halbwegs gutes B-Movie zum Thema Bigfoot sehen möchte, der kann als
Alternative zu dem 2006 erschienen "Abominable" greifen.
"Devil on the Mountain" hingegen ist Zeit- sowie Geldverschwendung
allererster Güte und sollte somit von niemandem für den Konsum in Betracht
gezogen werden. |