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Der Maskenbildner Pete Dumond (Robert H.
Harris) arbeitet schon seit mehr als 25 Jahren für ein großes Filmstudio.
Er ist ein Meister darin, die schaurigsten Gruselmasken zu entwerfen und hat
dem Studio damit schon zu manch erfolgreichem Horrorfilm verholfen. Eines
Tages allerdings kaufen zwei Männer das Studio auf und feuern einen
Großteil der Mitarbeiter, unter anderem auch Pete, der von dieser Nachricht
völlig geschockt ist. Seine Arbeit ist sein Leben und das Studio beinahe
schon sein zu Hause, deshalb ist Pete auch nicht dazu bereit, die Kündigung
einfach zu akzeptieren.
Mithilfe eines Spezial Make Ups, dass es ihm, auf die Haut einer anderen
Person aufgetragen, ermöglicht, die gewünschte Person in eine Art Hypnose
zu versetzen und sie zu befehligen, macht er sich zwei nichtsahnende
Jungschauspieler untergeben, und trägt ihnen auf, die neuen Studiobosse zu
töten. Zur Tarnung steckt er die Beiden in die Masken des Teenage Werwolf
und des Teenage Frankenstein. Zuerst klappt alles wie geplant, doch die
Polizei stellt schon bald die ersten Nachforschungen an... |
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"How to Make a Monster" ist, wenn
man so will, eine Hommage des US-Filmstudios American International Pictures
an sich selbst. In den 50ern & 60ern war AIP groß im Rennen, was
günstige und dennoch erfolgreiche Monster und B-Movies angeht und kam
deshalb insbesondere bei dem jüngeren Publikum sehr gut an. Der heute von
mir besprochene Streifen mit dem bescheuerten Deutschen Titel "Der
Satan mit den tausend Masken" stammt aus dem Jahre 1958 und somit aus
einer Zeit, in der viele Menschen dachten, dass der Horrorfilm seine
erfolgreichste Zeit längst überschritten hätte. Dies wird auch in Herbert
L. Strock`s Film selbst zum zentralen Thema gemacht.
Das Geschehen spielt sich natürlich nirgendwo anders als in den legendären
AIP Studios selbst ab, wo wir Pete kennen lernen, einen alten, allseits
beliebten Maskenbildner, dessen unheimliche Kreationen schon seit mehr als
25 Jahren für Furcht und Entsetzen sorgen. Plötzlich und unvorbereitet
trifft ihn da die Nachricht, dass zwei Männer die Studios aufgekauft haben,
die die Meinung vertreten, dass das Publikum langsam genug von Monstern habe
und stattdessen lieber Musicals und Komödien sehen möchte. Da ist Pete
allerdings anderer Meinung, und zeigt den Herren, dass der Horror noch
längst nicht tot ist. Diese Handlung ist zwar an und für sich betrachtet
zwar kein Überflieger, versteht sich selbst allerdings als humorvoller
Seitenhieb auf die Kritiken am Horrorfilm damals und sollte auch als solcher
gesehen werden. So stört es dann nämlich auch nicht weiter, dass die Idee
mit dem Make Up, welches zwei Versuchspersonen in willenlose Untergebene
verwandelt, ziemlich weit hergeholt ist.
Auf der einen Seite hätten wir da also die durchaus lobenswerte Kernaussage
von "How to Make a Monster, auf der anderen allerdings befindet sich
der Film und nichts anderes selbst. Betrachtet man den Streifen nämlich als
Horrorfilm, was er weitgehend auch sein will, bietet er allenfalls guten
Durchschnitt. Es wurde zwar vieles richtig angepackt von Herbert L. Strock,
doch mindestens genau so viele Fehler finden sich dann leider auch im
Drehbuch und in dessen Umsetzung. Während man der sich stetig aufbauenden
Handlung anfangs noch voller Freude folgt, weicht dies auf Dauer einer
leichten Form von Desinteresse, da "How to Make a Monster" mit
keinen, aber wirklich auch gar keinen Überraschungen aufwarten kann. Die
Story wird nach dem klassischen 08/15 Schema heruntergekurbelt und entpuppt
sich als fast schon öder Krimi, der einzig und allein durch die Masken der
Mörder leichte Anflüge von Horror mit sich bringt.
Ebenso ernüchternd ist es da, sich über die vielen verschenkten
Möglichkeiten Gedanken zu machen. Wenn sich die Herren der American
International Pictures schon dazu entschließen, sich selbst ins Bild zu
rücken und dem Publikum einen Einblick in ihre Studios zu gewähren, dann
hätte gerade dieser Aspekt durchaus noch weiter ausgebaut werden können.
Obwohl der Streifen nämlich vorgibt, in einem Filmstudio zu spielen,
bekommt man von dieser Tatsache fast nie etwas mit, da sich die Erzählung
meist auf den alten Pete und seinen Gehilfen konzentriert.
Spannung sucht man aus heutiger Sicht leider vergebens, da bereits nach dem
Lesen der Inhaltsangabe unmissverständlich klar wird, wer der Mörder ist.
Trotzdem möchte ich den Film nicht schlechter machen, als er ist, denn den
typischen Charme, wie man ihn eben nur in den B-Movies der damaligen Zeit
vorfindet, hat "How to Make a Monster" definitiv. Es ist ein
sympathisches, kleines Billighorrorfilmchen, das sich wenigstens Mühe gibt,
den Zuschauer zu unterhalten und das zudem durch die Bank weg überragend
gut agierende Schauspieler vorweisen kann. Gerade Robert H. Harris als
Maskenbildner Pete, der sich immer mehr dem Wahnsinn nähert und seine
Masken als seine Kinder betrachtet, hat eine Glanzleistung abgegeben.
"How to Make a Monster" hat sicherlich nicht das Recht, sich einen
Klassiker zu nennen, doch für Freunde des etwas älteren Horrorfilms ist er
durchaus mal einen Blick wert. Dank nur 73 Minuten Spielzeit kommt
eigentlich nie gähnende Langeweile auf, auch wenn etwas mehr Spannung und
Horror durchaus wünschenswert gewesen wären. Im großen und ganzen kann
man mit einem Kauf aber nicht viel falsch machen, zumal der Film gerade
durch seine Grundidee und der Tatsache, dass die American International
Pictures sich darin quasi selbst zeigen, eine kleine Abwechslung zum
typischen US-Monsterfilm der 50er darstellt. |