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Jack ist Automechaniker und alles andere als
ein gewöhnlicher Zeitgenosse. Er steht auf Partys, Frauen und
offensichtlich auch darauf, letztere umzubringen. Denn gerade hat er noch
eine junge Dame mit ihrem Auto von der Straße gedrängt, sie überfallen,
sexuell missbraucht und dabei erwürgt.
Davon ist jetzt aber nichts mehr zu merken. Jack hat sich mit seinem Freund
Ricky verabredet, um das Nachtleben zu genießen. Als sie gerade los wollen,
kommt ein Pärchen bei Jack in die Werkstatt und bittet um mechanische
Hilfe. Erst will Jack den Dienst nicht verrichten und das Pärchen
vertreiben, als ihm aber angeboten wird mit den Fremden auf eine Party zu
fahren, ist von seiner Unfreundlichkeit nichts mehr zu merken. Diese spart
er sich nämlich für die Feier auf. Und zwar in einer Art und Weise, wie es
niemand vermuten konnte. Nach einer Runde Poker, bei der Ricky betrogen
wird, demütigt Jack die Partygäste und bedroht deren Leben mit
körperlicher Gewalt und einem Messer… |
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„Der Schlitzer“ ist ein kleines, mieses
Filmchen vom bekannten italienischen Regisseur Ruggero Deodato („Mondo
Cannibale 2 - Der Vogelmensch“, „Nackt und zerfleischt“, „Cut And
Run“, uva.) das sich einen besonderen Platz im Horror-Genre ausgesucht
hat. Und nicht deshalb, weil es filmisch absolut überzeugen kann, sondern
weil die Thematik des Streifens altbekannt ist. Der Film aus dem Jahre 1980
ist vergleichbar mit Streifen wie „Es begann um Mitternacht“ von 1976
oder den besser bekannten „The Last House On The Left“, den
Star-Regisseur Wes Craven 1972 schuf. Im letzt genannten Film war auch schon
der Protagonist dieses Streifens, David Hess, zu sehen. Er spielt den
Bösewicht, der mit seinem Schauspielkollegen Giovanni Lombardo Radice eine
Party terrorisiert.
Und das ist auch schon fast die ganze Geschichte dieses kurzweiligen
Streifens. Die beiden Jungs aus der Unterschicht machen eine High Society
Party zu einem derben Horror-Trip. Die Charakterisierung kommt dabei nicht
zu kurz. Hess wird als der Böse dargestellt, den er auch gut und glaubhaft
rüberbringt. Giovanni Lombardo Radice ist dagegen er der leicht blöde
Mitläufer, der sich seinem Boss unterwirft und lange keine eigene Meinung
hat. Beide Rollen werden gut rübergebracht. Giovanni Lombardo Radice spielt
sich zwar nicht so in den Vordergrund wie sein Kollege Hess, weiß aber zu
gefallen. Sein Gesicht, mit den strahlend blauen Augen dürfte Fans des
Horror-Films schon öfter auf dem Bildschirm entgegen gekommen sein. Er war
in vielen Klassikern wie zum Beispiel „Asphalt Kannibalen“, „Ein
Zombie hing am Glockenseil“ oder auch „Die Rache der Kannibalen“ mit
von der Partie.
Die Darsteller sind ein wichtiger Aspekt im Film, da sie ihn funktionieren
lassen. Storytechnisch bietet er ja, wie erwähnt, nicht allzu viel und da
ist das Hauptaugenmerk schon auf die Darsteller und die Rollen, die sie
verkörpern, gerichtet. Der Rest der überschaubaren Crew ist eigentlich nur
Beiwerk. Quasi ein Mittel zum Zweck. Sie werden vom Bösewicht wie Sachen
behandelt. Lediglich Annie Belle („Absurd“) sticht etwas hervor. Gerade
auch weil ihre Rolle nicht so gradlinig wie die der anderen „Opfer“
angelegt ist.
Wirkliche Spannung kommt nur selten auf. Ebenso Mitleid für die
Betroffenen. In vielen Teilen ist der Film zu steril und in anderen zu
sexlastig. Und für Leute die denken, dass „Der Schlitzer“ ein Film ist
in dem das Kunstblut nur so spritzt, werden sicherlich enttäuscht werden.
Seltsamerweise hält sich Deodato mit dem Verschütten von Blut zurück.
Vielleicht weil er die Geschichte, die kaum vorhanden ist, nicht aus dem
Mittelpunkt verlieren wollte? In der alten Video-Fassung wurde der Film aber
dennoch geschnitten. Die DVD-Fassung von Laser-Paradiese blieb dies zum
Glück erspart.
„Der Schlitzer“ ist sicherlich nicht zu den richtig guten Filmen zu
zählen. Dafür erzählt er einfach zu wenig und ist nicht spannend genug.
Einen Vergleich mit Subgenre-Größen kann er auch nicht unbedingt antreten,
da „The Last House On The Left“ doch um einiges besser und grausamer
ist. David Hess ist aber auf jeden Fall einen Blick wert und alle die, die
80er Jahre Italo-Filme mögen, kommen mit Sicherheit auch auf ihre Kosten. |