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Acht Studenten setzen sich in einem
Kriminalistik-Kurs seit einiger Zeit intensiv mit Verbrechen, Serienmördern
und Gewalttaten auseinander und stehen nun kurz vor ihrem Abschluss. Da ihre
Dozentin Miss Allison James (Bo Derek) allerdings Probleme hat, alle
Referate noch während der eigentlichen Schulphase unter Dach und Fach zu
bringen, muss sich die Gruppe noch ein letztes Mal nach Anbruch der Ferien
in der Universität treffen, um dort dem Vortrag des nicht gerade beliebten
Schlägers Brian (Justin Urich) zu lauschen. Dieser hat sich zu diesem Zweck
nach eigenen Angaben etwas ganz Besonderes einfallen lassen und will den
anderen mit seinem Vortrag ordentlich das Fürchten lehren. Nachdem die
Kommilitonen am vereinbarten Zeitpunkt alle eingetroffen sind, geht es auch
schon los mit den merkwürdigen Begebenheiten. Nicht nur, dass einer der
Studenten seit Tagen vermisst wird, auch von Miss James fehlt plötzlich
jede Spur. Als nach und nach noch mehr Menschen verschwinden, wird klar,
dass hier irgend jemand ein perfides Spiel inszeniert, doch steckt wirklich
Brian hinter den Vorgängen? |
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Während der Teenie-Horror nach dem Erfolg von
"Scream" eine regelrecht triumphale Phase durchschritt, ist dieser
Erfolg mittlerweile weitestgehend wieder abgeklungen. So blieb auch den
Produzenten und Regisseuren nicht unbemerkt, dass mit dem stark
ausgelutschten Schema kaum Kohle mehr zu scheffeln ist, was die Verlagerung
des Hauptaugenmerks innerhalb des Horrorfilms in der letzten Zeit auf andere
Sub-Genres lenkte. "School of Fear" erscheint da im ersten
Augenblick beinahe wie ein immens verspäteter Nachzügler, bis eine kleine
Recherche ergibt, dass es sich hierbei um den bereits acht Jahre alten
Streifen "Horror 101" handelt. Unter diesem Umstand ist dem Werk
seine stark vorhersehbare und bisweilen ins Unendliche wiedergekaute Story
selbstredend zu verzeihen. Auch, wenn man somit eine gewisse Nachsicht im
Falle dieses Films walten lassen sollte, so rettet es ihn letztendlich
leider nicht davor, haltlos in unterdurchschnittliche Regionen abzurutschen.
"Horror 101", bzw. "School of
Fear" dürfte wohl eines der eigenwilligsten Horror-Erzeugnisse sein,
die jemals das Licht der Filmwelt erblickten. Die Freigabe ab 12 Jahren
deutet bereits an, was dann nach anfänglichen Befürchtungen des Publikums
zur grausigen Realität wird. Was wir hier haben, ist ein Horrorfilm, dem
die wichtigsten Attribute dieser Filmgattung gänzlich abhanden gekommen
sind. Eine Suche nach Spannung und handfesten Schockszenen ist daher ebenso
zwecklos wie die Hoffnung auf Blut und sonstige Genre-Merkmale. Dies wird
von Seiten der Verantwortlichen zwar andeutungsweise damit entschuldigt,
dass dies in den Gesamtkontext des Filmes passen mag, letztendlich beweist
es aber nichts weiter als die Unfähigkeit des Regisseurs, einen Film auf
eine Zielgruppe auszurichten.
Der Name der Person, die sich für dieses Werk
verantwortlich zeichnet, dürfte derweil bei so manchem Cineasten und
Horrorfreund schon für schlaflose Nächte sorgen - James Glenn Dudelson.
Auf das Konto dieses Mannes gehen die vielfach zerrissenen Streifen
"Creepshow 3" und "Day of the Dead: Contagium", sowie
der katastrophale "Zombie Attack! - Museum of the Dead", der in
der größten, deutschen Filmdatenbank als einer der schlechtesten
Horrorfilme überhaupt sein berühmt-berüchtigtes Unwesen treibt. Mit einer
solchen Vorgeschichte des Regisseurs sollten die Erwartungen an "Horror
101" also noch einmal deutlich heruntergeschraubt werden, doch im
Großen und Ganzen ist es nicht einmal die Inszenierung, die dieses Machwerk
ins Aus bugsiert.
Der Erzählfluss und die Dramaturgie des
Ganzen, man möge es nicht glauben, funktionieren ansatzweise durchaus
annehmbar. Der Film hat inhaltlich absolut nichts zu bieten, lässt
innerhalb seiner 84 Minuten aber kaum Langeweile aufkommen, was als seine
größte Leistung angesehen werden darf. Obwohl der Streifen an und für
sich überhaupt nichts Neues oder gar Sehenswertes zu bieten hat, verstrickt
er altbekannte Schemen und Formen so geschickt miteinander, dass daraus doch
noch ein halbwegs unterhaltsames Filmchen entsteht. Es handelt sich hierbei
also um eine sehr zweischneidige Angelegenheit, bei der davon auszugehen
ist, dass sie mit etwas mehr Konzentration auf das Eigentliche, den Horror,
durchaus Potential gehabt hätte.
Auf diese Weise ist "Horror 101",
oder auch "School of Fear", so etwas wie das Best Of des
Teenie-Horrors, der sich aber dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist
und die Fahrt in eine völlig andere Richtung lenkt. Für den Zuschauer
grenzt es einerseits beinahe an einem Trauerspiel, die eigentlichen
Bestandteile eines Horrorfilms konsequent vorenthalten zu bekommen,
andererseits stört dies nach einer Weile fast überhaupt nicht mehr. Das
Werk lebt somit einzig und allein von seiner ebenso dünnen wie
ausreichenden Geschichte, deren Ausgang aber schon meilenweit im Voraus zu
entschlüsseln ist. Schauspielertechnisch wird dabei sicherlich auch kein
großes Tennis gespielt, doch zumindest fanden sich hierfür keine gänzlich
unbekannten Akteure vor der Kamera an. Bo Derek dürfte durchaus dem einen
oder anderen Filmfreak ein Begriff sein und auch Justin Urich ist aus
"Monster Man" noch in guter Erinnerung.
Ein Film, den die Welt nicht braucht - diese
Aussage ist im Grunde beinahe nirgendwo angebrachter als hier. Obwohl sich
das Werk eindeutig ins Horror-Genre einordnet, verweigert er sich diesem im
Großen und Ganzen total und lässt sein Publikum vergebens auf die
vorausgesetzten Morde oder Schockeffekte warten. "Horror 101" ist
somit mehr eine Kuriosität, als ein ernstzunehmender Genre-Beitrag, rettet
sich aber mit einem gewissen Unterhaltungswert vor dem vollständigen
Exitus. Dies vermag jedoch nichts an der Tatsache zu ändern, dass man das
Gesehene nach kurzer Zeit wieder vollständig aus der Erinnerung verbannt
hat. "Horror 101" ist zwar als Pausenfüller in langweiligen
Situationen ein netter Notanker, täuscht auf diese Weise aber nicht über
seine absolute Belanglosigkeit hinweg. |