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Tontechniker Koji und seine Frau Junko haben
sehr verschiedene Berufe, die bei der breiten Masse ebenso unterschiedlich
ankommen. Während der Audio-Fachmann Koji hoch angesehen ist, hat Junko im
Beruf keinen Erfolg. Vielleicht liegt das daran, dass Junko einen weniger
seriösen Job hat und als Medium arbeitet. Ihr Geld verdient sie, indem sie
versucht mit Toten Kontakt aufzunehmen.
Doch eines Tages ändert sich die Situation für Junko. Sie erhält
öffentliche Anerkennung, als sie von der Polizei gebeten wird, ein
entführtes Mädchen aufzuspüren. Das Mädchen wurde von ihrem Entführer
in den Wald verschleppt. Sie konnte sich aber aus der Gewalt des Fremden
befreien und fliehen. Durch einen Zufall läuft sie dem Tontechniker Koji
über den Weg, der im Wald Aufnahmen macht. Sie versteckt sich in seinem
Koffer, ohne das der etwas davon mitbekommt.
Als Junko bei einer spirituellen Sitzung die Anwesenheit des entführten
Mädchens spürt, staunt sie nicht schlecht. Aber sie ist noch erstaunter,
als sie das Mädchen tot in ihrer Garage findet. Im Koffer ihres Mannes. Von
nun an haben Koji und Junko ein großes Problem, da die Seele des toten
Mädchen keine Ruhe finden kann und das Grauen entsprechend seinen Lauf
nimmt... |
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Bei dem Film „Seance“ handelt es sich um
eine japanische Fernsehproduktion aus dem Jahre 2000, die auf der
Grusel-Welle mitschwimmt, die der Film „Ring“ im Jahre 1998 losbrach.
Der nach einem Roman entstandene Film ist ein Schnellschuss, der in
kürzester Zeit abgedreht wurde. Leider sieht man ihm dies auch ein wenig
an, da die sehr interessante Geschichte nicht vernünftig rübergebracht
wird. Und das ist wirklich schade, da man bei Regisseur Kiyoshi Kurosawa
davon ausgehen muss, dass er es mit etwas mehr Zeit und Budget besser
hingekriegt hätte. Kurosawa hat immerhin schon mit „Cure“ (1997)
gezeigt, dass er wesentlich mehr auf Lager hat, was das japanische
Gruselkino betrifft. Aber sei es drum. Es ist nun mal wie es ist.
„Seance“ ist sicherlich kein schlechter Film. Er hat nur einige große
Probleme. Da ist zum einen die etwas unoriginelle Story von einem
Entführten und einem Medium, dass den Kontakt mit der verschwundenen Person
herstellen soll. Nicht sehr innovativ. Auch was nach dem Fund der Leiche
passiert ist nicht so unterhaltsam, wie man es sich erhofft. Es wird einem
gute Durchschnittskost geboten, die von einigen Längen, ebenfalls ein
großes Problem, in ihrer Qualität gemindert wird. Das Tempo des Films ist
ruhig und die Atmosphäre ansprechend. Richtig gruselig wird es eigentlich
kaum, was natürlich auch schade ist, wenn man sich einen Japan-Gruseler zu
Gemüte führt.
Darstellerisch können die Schauspieler durchweg überzeugen. Die Darsteller
haben sicherlich das Problem, dass die Charakterzeichnung etwas unter dem
Budget gelitten hat. Aber sie machen ihre Sache gut. Auch das Set ist für
eine Billig-Produktion nett hergerichtet. Das alles irgendwie so gut
funktioniert, obwohl die Voraussetzungen nicht gerade optimal waren, ist
wohl das Verdienst von Kiyoshi Kurosawa. Es gibt wohl zahlreiche
Filmemacher, die aus dieser Grundlage einen richtig schlechten Film
gezaubert hätten. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass „Seance“
in Deutschland (und auch in anderen Ländern) einen Vertrieb gefunden hat,
der dieses solide Stück J-Horror an den Mann respektive Frau bringt.
Es gibt sicherlich bessere und verstörendere Filme dieses Subgenre des
Horror-Films, doch „Seance“ eignet sich bestens zur kurzweiligen
Unterhaltung der gruseligen Art. Man kann zusehen wie Regisseur Kiyoshi
Kurosawa mit einfachsten Kameratricks, düsterem Sound und effektiven
Schocks aus wenig etwas anständiges auf die Beine stellt. |