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Der Filmemacher Murnau will unbedingt einen
Film erschaffen, der die Realität detailgetreu abbildet. Besonders von Bram
Stokers Dracula war er stets begeistert. Als die Erben Stokers jedoch sein
Gesuch ablehnen, Dracula zu verfilmen, benennt er die Darsteller einfach um.
Er veränderte die Namen und sein „Dracula“ lebt in Tschechien, anstatt
in Transsylvanien. Mit diesen „kleinen“ Veränderungen macht er sich ans
Werk. Eine bekannte, zickige Schauspielerin („Greta“) übernimmt die
Hauptrolle (die zugleich zum letzten Opfer des Nosferatu werden soll).
Murnau greift auch gerne mal zu härteren Mitteln, um seinen Film realer
wirken zu lassen. So zögert er auch nicht davor seine Schauspieler (sowie
eine Katze) mit Laudanum (Opium- Alkohol- Elixier ) voll zu pumpen. Sein
größter Clou gelingt ihm mit dem Darsteller seines Vampirs. Die Leute am
Set sind zunächst begeistert. Max Schreck ist der Name des angeblichen
Nosferatu. Alle kaufen ihm den Vampir auf Anhieb ab. Sein Aussehen besticht
sofort (lange Fingernägel, spitze Ohren, Buckel, eingefallene Wangen...).
Alle halten ihn für einen hervorragenden Schauspieler.
Murnau macht seinem Team weiß, dass Schreck ein Schauspieler ist, der sich
voll und ganz in seine Rolle integriert, der eins wird mit seiner Rolle.
Daher darf auch nur nachts gedreht werden. Doch dann wird der Kameramann „krank“,
ein Ersatz muss her. Nach und nach verschwinden weitere Mitglieder der
Filmcrew und bei einem nächtlichen Saufgelage des Produzenten und des
Drehbuchautors gesellt sich Schreck dazu und fängt plötzlich eine
Fledermaus und trinkt deren Blut (armes Ding!). Die merkwürdigen
Geschehnisse häufen sich und immer mehr tritt der Verdacht auf, dass
Schreck tatsächlich ein Vampir ist.
So, hier bitte aufhören zu lesen, wenn ihr nicht das bisschen Spannung
genommen bekommen wollt:
Schreck ist natürlich tatsächlich ein Vampir. Er hat mit Murnau einen Pakt
geschlossen, indem dieser ihm ein ewiges Leben auf der Leinwand, sowie die
Schauspielerin Greta verspricht, die Schreck unbedingt haben will. Dass
Schreck jedoch alle Filmcrewmitglieder nach und nach killt, ist nicht
vereinbart, lässt sich jedoch nicht verhindern. Murnau ( ertränkt
inzwischen seinen Frust mit Laudanum) ist zwar sauer deswegen, kommt jedoch
nicht gegen den Vampir an. Dieser spielt seine Rolle weiter bis zum großen
Finale. Murnau ist besessen von seinem Film und will ihn um jeden Preis zu
Ende drehen. Bei der großen Schlussszene, wo Schreck nun endlich auf seine
Greta trifft, kommt es zum Eklat. Greta sieht dass Schreck kein Spiegelbild
besitzt. Murnau spritzt ihr Laudanum in die Venen um sie zu betäuben und
Schreck tötet sie. Als der Kameramann und der Produzent dazwischen gehen
wollen, tötet Schreck auch sie, während Murnau die Kamera weiter
bedient... |
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Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen,
aber der Film ist großer Mist! Gut, ich muss gestehen, dass ich mir noch
niemals Nosferatu angesehen habe, jedoch liegt das an meiner Abneigung gegen
schwarz-weiß Filme. Ich hätte mir schon ein bisschen mehr davon erhofft.
Der Film wirkte lächerlich. Die Schauspieler waren grausig! Willem Dafoe („Max
Schreck“) wirkt eher lächerlich, einen Vampir kaufe zumindest ich ihm
nicht ab! Sein Auftreten ist eher das eines greisen alten Mannes, der
mühsam versucht mit seinen Hasenzähnen (keine Vampirzähne!) am leben zu
bleiben. Dass ausgerechnet diese gebrechliche Gestalt ein Vampir sein
soll... also bitte!!! Gedanken wie „Wo ist mein Gebiss“, „Bringt mich
bitte ins Altersheim“ und dergleichen kommen einem ungewollt in den Kopf.
Wie bitte schön schafft es dieses Etwas so viele Leute zu töten (und das
auf so plumpe Art und Weise!). Er schleppt sich grunzend durchs Bild...
seine Bewegungen sind karg und man kann einfach nicht anders als zu lachen
oder sofort das Kino zu verlassen! Einen Vampir stelle ich mir weit anders
vor!
Ebenfalls blöd fand ich den extrem langen Vorspann des Films... es dauert
eine halbe Ewigkeit, bis endlich alle Namen durchs Bild sind und der Film
startet. Lustig dagegen dann die Einspielungen zwischen den damaligen
Filmszenen und den Dreharbeiten (meine Güte, was trugen die damals für
Schminke und Klamotten!). Alles in allem kann ich Euch nur abraten Euch
diesen Film anzusehen. Es waren zumindest bei mir die längsten 95 Minuten
meines Lebens. |