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| OT: Shaun
Of The Dead |
| ca. 96
Minuten |
| GB
2004 |
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| Regie |
| Edgar Wright |
| Darsteller |
Simon
Pegg
Nick Frost
Kate Ashfield
u.a. |
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Shaun scheint momentan nicht den besten
Lebensabschnitt zu genießen. Seine Freundin Liz will sich von ihm trennen,
da sie es satt hat, mit einem ziellos durchs Leben ziehenden Mann zusammen
zu sein, der ewig in der gleichen Kneipe, namens „Winchester“,
rumhängt. Einer seiner WG-Kumpanen macht Stress, da das Zusammenleben nicht
mehr so klappen will, und in seinem Job scheint er nicht gerade der
Erfolgreichste zu sein.
Shaun sieht das Ganze aber ein wenig undramatischer, als seine Umwelt. Er
ist mit seinem Job, als Elektroverkäufer, zufrieden, feiert gerne mit
seinem anderen WG-Kumpel Ed und geht gerne ins „Winchester“, um mit
seinen Freunden und seiner Freundin ein Bier zu trinken. Ist doch eigentlich
alles normal, oder? - Ist es nicht!
Die kommende Trennung macht ihm schwer zu schaffen, da er Liz über alles
liebt. Nach einer durchzechten Nacht im „Winchester“ hat Shaun sich fest
vorgenommen, an sich zu arbeiten. Allerdings ist dies nicht der beste
Augenblick dafür, denn die Stadt ist mittlerweile voller Zombies, was
sowohl Shaun als auch Ed erst gar nicht checken. Ihre benebelte Wahrnehmung
entschleiert sich aber, als im Garten plötzlich zwei Kreaturen auftauchen,
die sie nur mit blanker Gewalt daran hindern können, schlimmeres
anzurichten.
Als die beiden wieder auf der Höhe sind, fällt Shaun ein, dass seine
Freundin in Gefahr ist, und will ihr zu Hilfe eilen. Er hat auch schon einen
Schlachtplan: Erst Liz retten, dann seine Mutter von seinem zombifizierten
Stiefvater befreien und anschließend dahin, wo es am sichersten ist: Ins
„Winchester“! |
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Die schwarze Zombie-Komödie "Shaun Of
The Dead" ist vom Lach- und Spaßfaktor her das Beste, was in dieser
Kombination die letzten Jahre auf den Markt geschmissen wurde und hat schon
jetzt Kultfilm-Status erreicht. Die Engländer Edgar Wright (Regisseur )
Simon Pegg (Hauptdarsteller und Co-Autor) haben einen außergewöhnlichen
Film herausgebracht, der sicherlich viel mehr Leuten gefallen wird als nur
denen, die sich für das Horror-Genre interessieren.
Die Macher haben zum Glück darauf geachtet, dass Zombie-Genre nicht durch
den Dreck zu ziehen. Sie haben vielmehr eine liebevolle Hommage gedreht, die
mit Witzen nicht geizt und einiges an Spezialeffekten zu bieten hat. Und da
sind wir direkt auch beim ersten nennenswerten Kritikpunkt angelangt:
Spezialeffekte. Allerdings nicht deren technische Realisierung oder
optischen Anbringung im Film, sondern die Beurteilung durch den staatlichen
Jugendschutz. Der Streifen ist sensationeller Weise mit einer FSK 16
versehen, was blanker Hohn ist. An dieser Stelle sollen jetzt keine
einzelnen Szenen aufgelistet und mit anderen Filmen, die dem
Gewaltdarstellungsparagrafen 131 StGB zum Opfer gefallen sind, verglichen
werden, da Interessierte eh Bescheid wissen. Aber es ist schon deprimierend
zu betrachten, wie der Jugendschutz, respektive die Filme kleiner Label, mit
Füßen getreten wird (werden) – und das wohl nur für Geld. Aber zurück
zum Film.
"Shaun Of The Dead" macht einfach Spaß. Die lustigen Shaun (Simon
Pegg )und Ed (Nick Frost ) wären eigentlich alleine einen Film wert, der
dann gar nicht mit Zombies gespickt sein müsste. Sie sind zwei coole Typen,
die vor lauter Saufen und Kiffen gar keine Zeit haben, sich Gedanken um
morgen zu machen. Gespielt werden die beiden Anti-Helden recht authentisch.
Es ist sicherlich schwierig zwei so schräge Vögel darzustellen, es sei den
man ist selbst einer. Und das nimmt man den beiden Darstellern durchaus ab.
Auch die weiteren Rollen sind nicht zu verachten. Da wäre zum Beispiel
Shauns Mutter, die eigentlich in jeder Szene für einen Lacher gut ist. Auch
ihr neuer Mann, Shauns Stiefvater ist ein Brüller. Für den, mehr oder
weniger, romantischen Part des Films ist Liz (Kate Ashfield ) zuständig,
die mal in den Mittelpunkt gezogen wird und von dort ebenso schnell wieder
verschwindet. Gags gibt es eigentlich am laufenden Band. Lediglich zum Ende
hin wird es ein bisschen ernster und es kommt auch zu kleineren Längen, die
man sich aber ohne Probleme kürzer trinken kann. Ein, zwei oder drei
Bierchen sind beim Gucken unbedingt zu empfehlen. Nicht der Betäubung
wegen, man kann so besser mit den Protagonisten mitfühlen, und der
Hauptschauplatz, das „Winchester“ macht einem sowieso den Mund wässrig.
Genanntes Lokal ist einer der "running gags", die massenweise
vertreten sind.
Und, man sollte es kaum glauben, trotz der lustigen Stimmung kommt dennoch
eine apokalyptische Horror-Atmosphäre auf, wenn die Zombies auf der Jagd
nach Menschenfleisch durch die Straßen wuseln und dazu atmosphärische
Musik aus den Boxen dringt. Oben angesprochene Spezialeffekte, die wirklich
hart sind, tragen natürlich auch nicht unwesentlich dazu bei. Wer Fan der
Zerreiß-Szenen aus Romeros „Day Of The Dead“ ist, weil diese so schön
böse sind, wird sicherlich auch Fan von „Shaun Of The Dead“.
"Shaun Of The Dead" ist ein wirklich ungewöhnlicher Streifen, der
jetzt schon Kult ist – Und das völlig zurecht. Die Zombie-Persiflage ist
perfekt gedreht und mischt die Genre auf seine ganz eigene Art und Weise.
Filme wie „Undead“, "Scary Movie" und Konsorten können von
solch einer guten Qualität nur träumen. Ein Vergleich mit den frühen
Jackson-Filmen kann nicht unbedingt gemacht werden, da diese ja eher
Slapstick-Komödien sind, ohne glaubhaften Hintergrund.
Extrem empfehlenswert! |
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