|
Das Horror-Thon Filmfestival steht an und
voller Erwartungen wollen die Organisatoren das präsentieren, in das sie
die Arbeit der letzten Wochen gesteckt haben. Bei diesem
Fantasy-Filmfestival werden Horrorfilme der 50er Jahre in einem Guckmarathon
gezeigt. Zusätzlich zu der filmischen Darbietung können die Gäste Effekte
bewundern, die im Kino selbst für Spannung und Unterhaltung sorgen sollen.
Bei den Aufbauarbeiten haben die Zuständigen einen alten Film gefunden, der
einen Filmemacher zeigt, wie dieser offensichtlich Leute vor der Kamera
umbringt. Dies soll die Filmnacht allerdings nicht verhindern, obwohl eine
junge Frau ein merkwürdiges Gefühl hat. Sie hat seit dem Fund der
Filmrolle Alpträume und denkt das sie irgendwie in die Sache involviert
ist.
Bei der Aufführung kommt es dann auch, wie das Mädchen erwartet hat, zu
merkwürdigen Zwischenfällen. Während den Filmen verschwinden Menschen und
bald stellt sich heraus, dass sich ein Unbekannter im Gebäude befindet, der
seine Opfer häutet und mit deren Gesichter zum nächsten Mord schreitet.
Erst scheint es unmöglich den Mörder zu finden, doch dann zeigt er sein
wahres Gesicht... |
|
Also ein bisschen mehr hatte ich mir schon von
diesem Streifen versprochen. Die Geschichte klingt interessanter als sie
tatsächlich ist und das eigentliche Thema, die Häutungen, kommt kaum zum
tragen. Der Film erinnert ein wenig an den Raimi-Film „Darkman“
allerdings mit der Vertauschung von gut und böse. Während der „Darkman“
für das Gute kämpft und das mit neu generierten, künstlichen Gesichtern,
ist der „Skinner“ ein eiskalter, berechnender Killer, der echte
Menschenhaut vorzieht.
Die Story hätte etwas interessanter inszeniert werden können, denn über
weite Strecken gibt es recht wenig Interessantes zu sehen, obwohl genug
Potential vorhanden ist und daher ist der Film im Endeffekt etwas
langweilig. Die Atmosphäre wirkt zwar über weite Strecken überzeugend,
allerdings musste ich hier leider auch ein paar Mängel feststellen. Einige
Kulissen wirken recht künstlich und schauspiel- sowie dialogtechnisch gibt
es stellenweise große Schwächen, sodass der berechtigte Eindruck entsteht,
dass es sich bei „Skinner“ um einen „fast“ B-Movie handelt.
Die bereits angesprochenen schauspielerischen Mängel tragen nicht unbedingt
zu einer Aufwertung des Films bei und sind wohl auf ein niedriges Budget
zurückzuführen, welches mit Sicherheit der Grund war, warum keine besseren
Schauspieler engagiert wurden. Die Idee, dass ein Horrorfilm in einem Kino
spielt, wo Horrorfilme gezeigt werden ist sicherlich gut, aber nicht
unbedingt neu.
Alles in allem ist „Skinner“ also ein etwas enttäuschender Genrefilm,
der sicherlich das Potential zu einem guten Slasherfilm hatte. Das FSK 18
Einstufung geht in Ordnung, auch wenn sehr wenig Blut fließt. |