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Mike (Robert Williams) ist ein fauler
Verlierertyp, der am Liebsten zu Hause auf der Couch sitzt und sich mit
Pornographie zudröhnt. Ab und an unterbricht er das jedoch mit einem Gang
zur örtlichen Erwachsenenvideothek, um sich dort mit neuem Stoff
einzudecken. Als er dies eines Tages routiniert tut, entdeckt er in einem
Sexmagazin eine Werbung für die Sexseite Andromeda Strange, die er kurze
Zeit später interessiert aufsucht. Auf der Webseite ordert sich Mike einen
Film, der vielversprechend zu sein scheint und schon im Voraus mit sehr viel
Sex und Gewalt wirbt.
Nach einer längeren Wartezeit trifft das heiß ersehnte Päckchen endlich
ein. Mike, der gerade seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, entreißt dem
Postboten, ohne sich vorher die Hände zu waschen, das Paket und bedeckt
diesen dadurch versehentlich mit zuvor durch mühsame Handarbeit
erarbeitetem Ejakulat. Mike allerdings hat keine Zeit, sich zu
entschuldigen, denn die neue DVD wartet darauf, besichtet zu werden. Schnell
ist das gute Stück in den Player geworfen und der Spaß kann auch schon
losgehen. Im Hauptfilm ist die hübsche Gothic-Lady Andromeda Strange
(Caroline Pierce) zu sehen, die zuerst einen heißen Strip hinlegt, um sich
danach mit einem Dildo zu vergnügen. Was zuerst noch den Anschein eines
normalen Pornos erweckt, nimmt immer bizarrere Züge an, als die Frau sich
plötzlich mit einer Rasierklinge selbst verstümmelt und sich letztendlich
die Kehle aufschneidet. Mike ist zwar mehr als abgeturnt von diesem
Schauspiel, spielt die DVD aber kurze Zeit später wieder ab. Seltsamerweise
ist der Hauptfilm nun ein anderer, dieses Mal hat zuerst ein gefesselter
Mann Sex mit Andromeda Strange, bevor diese ihn dann kaltblütig umbringt.
Als Mike beim nächsten Filmstart ungläubig feststellen muss, dass einer
seiner Freunde von Andromeda gefoltert wird, begreift er, dass die DVD ein
unheimliches, äußerst gefährliches Eigenleben führt... |
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"Slaughter Disc" ist einer von
diesen Filmen, die mir dank eines schmackhaft guten Reviews auf einer von
mir sehr geschätzten Homepage zum Thema Horrorfilm schon seit längerem im
Hinterkopf rumschwirren. Lange habe ich überlegt, ob es sich lohnen
könnte, sich dieses Machwerks zu bereichern und als ich es dann eines Tages
günstig gesehen habe, schlug ich blind zu. Wie ich dann bitter erfahren
musste, ist "Slaughter Disc" nichts anderes, als der unnötige
Versuch eines Einstiegs ins Pornogewerbe eines gewissen David Quitmeyer, der
sogar extra noch den Horror-Deckmantel umwirft, um mehr Absatz für sein
Billigfilmchen zu finden.
Ich ging an das Teil in Erwartung eines trashigen Horrorfilms mit
Hardcore-Elementen heran. Was wir hier haben ist allerdings ein typischer,
relativ günstig gedrehter Porno, dessen einziger Horror-Anteil daraus
besteht, dass reichlich rote Farbe vergossen wird. Die Handlung entbehrt
zwar nicht einen gewissen Grad an Einfallsreichtum, ist aber dennoch simpler
gestrickt, als es hätte sein können. Die Idee mit der DVD, die ein
unerklärliches Eigenleben entwickelt, ist so schlecht nämlich gar nicht,
hier wären definitiv mehr Möglichkeiten offen gewesen.
David Quitmeyer spult allerdings alles in einer flotten Erzählweise ab:
Mike ersteht die DVD, bemerkt schon früh, dass irgend etwas nicht mit
rechten Dingen zugeht, sieht sich den Film aber trotz eines unguten Gefühls
mehrere Male an und muss die Entdeckung machen, dass Andromeda Strange es
wohl auf ihn abgesehen hat. Die Dame entführt zwei seiner besten Freunde,
um sie dann in dem Porno zu töten.
Das war’s dann eigentlich auch schon. Unnötig, zu erwähnen, dass die
Story nur nötiges Beiwerk ist, um sich von einer Sexszene zur nächsten zu
hangeln. Hier muss allerdings gesagt werden, lässt "Slaughter
Disc" durchaus Potenzial erkennen. Obwohl wir es hier mit Hardcore zu
tun haben, kommen viele der Szenen überaus erotisch präsentiert daher.
Außerdem arbeitete David Quitmeyer mit einer düsteren Optik, der sich das
Gothic-Cick Andromeda natürlich bestens anpasst. Vor einer düsteren
Kulisse darf sie sich räkeln, selbst befriedigen, literweise Blut aus
selbst beigebrachten Wunden lecken und natürlich ihre Opfer
"vernaschen". Diese Szenen kommen dank ihres doch überraschend
düsteren Grundtons interessanter als die irgend eines x-beliebiger Pornos
daher. Leider wurden aber einige Szenen etwas in die Länge gezogen, so etwa
Andromedas erster Akt, der an die 15 Minuten dauert, und von Verlustierung
an einem Dildo bis hin zu exzessivem Selbstverstümmeln alles sehr ausgiebig
zeigt.
Hätte man diese Szenen etwas abwechslungsreicher gestaltet, hätte dies
"Slaughter Disc" durchaus gut getan. Was wir aber so im Endeffekt
haben, ist ein Witz einer Haupthandlung, die quasi ohne Bedeutung ist und
uns nur von einer überlangen Hardcoresequenz zur nächsten trägt. Die
Darsteller machen ihre Sache dabei recht ordentlich. Dass Caroline Pierce
schon seit Jahren im Pornogeschäft tätig ist und schon in derartigen
Filmen wie "Blowjob Adventures of Dr. Fellatio 11" oder "Phat
Azz White Girls" zu sehen war, ist ihr sofort anzumerken. Sie geht mit
Professionalität an die Hardcore-Szenen heran und lässt diese durch ihr
Können durchaus nach etwas aussehen.
Robert Williams als Mike hingegen liefert hier sein Schauspieldebüt ab,
macht dies aber gar nicht so schlecht, wie ich finde. Er bringt seinen
Charakter glaubhaft als pornosüchtigen Versager rüber und sieht sogar
Johnny Depp entfernt etwas änhlich, was natürlich auch ein Pluspunkt
darstellt :-)
Grottenschlecht ist "Slaughter Disc" zwar nicht, aber etwas neues
oder innovatives gibt es hier leider auch nicht zu bestaunen. Es handelt
sich um einen 08/15 Porno, zugegeben mit einem erstaunlichen Einsatz von
Kunstblut, aber letztendlich ist und bleibt es ein Hardcore-Streifen. Die
Sexszenen sind nett anzuschauen, ziehen sich aber stellenweise etwas in die
Länge und lassen zudem Abwechslung vermissen. Obwohl Caroline Pierce als
Gothic-Lady sehr bösartig und erotisch rüberkommt, wäre es vielleicht
nicht schlecht gewesen, dem Cast noch ein paar andere optische Leckerbissen
hinzuzufügen. |