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| OT: Society |
| ca. 95
Minuten |
| USA 1989 |
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| Regie |
| Brian Yuzna |
| Darsteller |
Billy
Warlock
Donnie Danese
Ben Slack
Evan Richards
u.a. |
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Bill
ist ein junger Mann, der auf der Sonnenseite des Lebens steht. Er
hat ein gutes Aussehen, seine Eltern sind wohlhabend und auch
sonst scheint alles in Ordnung zu sein. Aber in letzter Zeit fühlt
er sich ausgegrenzt, so als würde er irgendwie nicht mehr dazugehören.
Sein Umfeld scheint sich zu verändern und ihn mehr und zu
ignorieren. Es sieht sogar so aus, als würde er ein Außenseiter
werden, ohne das er es sich das erklären kann.
Dies hat zu Folge das Bill Ängste entwickelt, die ihn langsam
aber sicher an seinem Verstand zweifeln lassen. Er findet das sich
seine Eltern und seine Schwester zunehmend komischer verhalten und
als er von einem Bekannten ein Audioband empfängt weiß er nicht
mehr was er denken soll. Auf dem Band ist zu hören wie seine
Eltern mit fremden Menschen und sogar der eigenen Tochter Sex
haben.
Bill glaubt zuerst das es sich um eine Verschwörung handelt, als
er aber immer tiefer in die Materie eindringt wird ihm klar, dass
die Menschen in seiner Umgebung Mitglieder einer Organisation
sind, die sich die „Gesellschaft“ nennt. Diese
„Gesellschaft“ will nun eine Party in Bills Elternhaus geben
und er wird gefangengenommen um ihr beizuwohnen. Bill muss
erkennen das die „Gesellschaft“ aus vielen Reichen seines
Ortes besteht, die vorhaben die Armen buchstäblich auszusaugen.
Auch Bill steht auf ihrem Speiseplan... |
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„Society“ ist ein Horrorfilm,
der aufgrund seiner nicht unbedingt zueinanderpassenden
Handlungsstränge als äußerst merkwürdiger eingestuft werden
darf. Brain Yuzna hat diesen Film inszeniert. Wer Yuznas Filme wie
beispielsweise „Bride of Re-Animator“ kennt, weiß, dass er
gerne mit Spezialeffekten der blutigen Art arbeitet. Aber in der
ersten Stunde des Films ist so gut wie gar nichts davon zu
erkennen. Man meint sich in einem relativ normalen Drama. Dann
nimmt der Film allerdings eine Wende, die den Betrachter mit einem
offenem Mund vor dem Fernseher zurücklässt.
Die erste Stunde beschäftigt sich mit den alltäglichen Problemen
der Teenager, die bei Bill sicherlich etwas größer sind und
stetig zunehmen. Er vertraut sich sogar einem Psychiater an, was
er aber gegen Ende noch bereuen soll. Die letzte halbe Stunde
zeigt dann die Gesellschaft und das was sie is(s)t. Es sind sehr
sehenswerte und durchaus überraschende Geschöpfe.
Vielleicht versucht Yuzna auf eine ganz bestimmte Art und Weise
Sozialkritik zu üben. Er zeigt, wie die Gesellschaft ihre
schwachen Mitglieder regelrecht aussaugt um sich an ihnen zu
laben. Die Sexualität und die Dekadenz spielen dabei eine
zentrale Rolle.
Die Bewertung des Films ist eigentlich recht schwierig, da es sich
fast um zwei verschieden Filme handelt. Der erste Teil ist gut
gemacht, aber nicht sonderlich unterhaltsam. Der zweite dafür
umso mehr. Die Schauspieler werden insgesamt nicht sonderlich
gefordert, sie machen ihre Arbeit aber gut. Spannungstechnisch
wird dem Film auch nicht viel abverlangt. Die letzte halbe Stunde
hat eine äußerst gelungene Atmosphäre und die Spezialeffekte können
sich wirklich sehen lassen. Da gibt es Sachen zu sehen, die man
sonst nirgends sieht. Es gibt eine Menge Blut und Schleim zu
bewundern, die den ersten Teil des Films fast völlig vergessen
machen.
Eine Empfehlung muss man an alle Yuzna-Fans und Freunde des etwas
anderen Films aussprechen, da die positiven Eigenschaften von
„Society“ ganz klar überwiegen. Auch Leute die an Filmen wie
„Naked Lunch“ oder „Existenz“ Gefallen gefunden haben
werden „Society“ mögen. |
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