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In einer militärischen Forschungseinrichtung
kommt es zu dem, wovor sich immer alle gefürchtet haben. Es treten Viren
aus, die für eine biologische Kriegsführung hergestellt wurden. Als der
Wachmann den Notruf aus dem unterirdischen Bereich hört und den Befehl
bekommt die Tore zu schließen, entschließt er sich, seine eigene Haut und
die seiner Familie zu schützen. Er widersetzt sich der Anweisung und
flüchtet mit Frau und Kind in die Weiten seines Landes.
Allerdings soll der kleinen Familie diese Flucht nichts bringen, denn sie
haben sich bereits mit dem Virus infiziert. Sie kommen aber noch viele
hundert Meilen und landen ungebremst in den Tanksäulen einer abgeschalteten
Tankstelle. Die Frau und das Kind sind bereits verstorben und der jungen
Mann ist gerade dabei in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Die
herbeigeeilten Menschen können nicht mehr für ihn tun, als ihm beim
Sterben die Hand zu halten. Die drei Flüchtenden haben während ihrer Tour
durch die vereinigten Staaten sehr viele Leute mit dem Virus infiziert und
auch die Leute an der Tankstelle bleiben nicht verschont.
Die Armee versucht unterdessen den Virus einzudämmen und als die
Spezialisten von dem Vorfall an der Tankstelle in Arnette erfahren,
beschließen sie das kleine texanische Städtchen unter Quarantäne zu
setzen. Wenig später werden die Einwohner sogar in ein Seuchenzentrum
geflogen, wo sie sich medizinischen Test unterziehen müssen. Alle bis auf
Stu, einem jungen Mann, erkranken wie erwart an der Virusinfektion. Erst
bekommen sie eine leichte Erkältung, die nach einer Sommergrippe aussieht
und dann beginnt sich ihr Zustand zu verschlechtern, bis sie schließlich
von der Krankheit dahingerafft werden.
Die Experten versuchen noch einige Zeit nach der Ursache von Stu´s
Überleben zu forschen, aber irgendwann erwischt es sie, trotz hoher
Sicherheitsvorkehrungen, auch. Nachdem Stu sich befreien kann, sieht er das
ganze Entsetzen, dass sich auf den Strassen von Amerika abgespielt hat.
Millionen Tote liegen überall herum und es sieht so aus als wäre der Tag
des jüngsten Gerichtes über die Erde gekommen.
Doch Stu trifft einige, wenige Überlebende, die wohl über ein ähnliches
Immunsystem wie er verfügen. Alle werden zudem von einer unsichtbaren Kraft
angetrieben und haben einen identischen Traum. Sie träumen von einer
106jährigen Frau, namens Abigail. In ihren Träumen ruft Mutter Abigail die
Überlebenden zu sich, um sich mit ihr zusammen auf das letzte Gefecht
vorzubreiten. Denn es scheint so als hätten sich die wenigen Überlebenden
in zwei Gruppen aufgeteilt – einer guten und einer bösen. Jetzt versuchen
alle nach Nebraska zu gelangen, wo sie Mutter Abigail unterstützen und die
Erde retten wollen... |
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Bei „The Stand“ handelt es sich um eine
Stephen King Verfilmung, die im Grossen und Ganzen gelobt wird, da sie der
Buchvorlage ziemlich nahe kommt. Es wurden zwar nicht alle Nebenhandlungen
eingebaut, aber trotzdem hat der Filme eine Lauflänge von sage und schreibe
347 Minuten, was umgerechnet fast sechs Stunden ergibt.
Das stellt natürlich ein Problem für den normalen Filmfan dar, denn jeder
weiß wohl wie mühsam es ist über eine solche Distanz durchzuhalten. Mann
kann zwar nach belieben stückeln (Wenn man das Video besitzt), doch ein
Betrachten des ganzen Werkes verfälscht den Gesamteindruck weniger, was
für eine Beurteilung ja nicht gerade unwichtig ist. Wichtig, aus der Sicht
der Filmmacher, ist es aber, für diese lange Zeit genügend interessanten
Stoff in den Streifen einzubringen, denn wenn zu viele Längen entstehen,
bleibt wohl kaum einer vor der Glotze. Glücklicherweise ist dies über
weite Strecken der Fall, besonders zu Beginn ist der Film sehr fesselnd.
Hier wird der Betrachter nämlich mit der Ausgangssituation konfrontiert,
die das Aussterben eines Großteils der Menschen zeigt, was für Freunde der
filmischen Apokalypse ja stets ein Vergnügen ist. Filme, die sich mit
irgendwelchen endzeitlichen Katastrophen befassen, stehen ja nicht umsonst
seit Jahren ganz hoch im Kurs. Während die Tragödie dann langsam ihren
Lauf nimmt, werden einige Charaktere vorgestellt, die aus nicht geklärten
Umständen immun gegen die biologische Seuche sind. Die Protagonisten werden
zwar umfangreich vorgestellt, wirken aber dennoch etwas blass, was
sicherlich daran liegt, dass King seine Charaktere in seinen Büchern
umfassend vorstellt und dies in einem Film nur schwer umzusetzen ist, auch
wenn er über eine beachtliche Laufzeit verfügt.
Nach dem Vorstellen der Beteiligten begeben die sich dann auf eine Reise, um
in schweren Zeit gegen das Böse zu kämpfen, was in diesem Bericht
allerdings nicht näher beschrieben werden soll. Leider kommt es von nun an,
bis zum Ende, zu einigen Stellen, die nicht unbedingt uninteressant, aber
dennoch etwas langatmig sind. Das liegt vor allem daran, dass einige Szenen
sehr weit ausgeschmückt sind, ohne wirklich relevante Sachen zu erzählen.
Viele Stellen hätten hier sicherlich kürzer betrachtet werden können, was
zwar eine Entfernung zum Buch bedeutet hätte, aber dem TV-Zuschauer, der
nicht unbedingt auf lange Filme steht, etwas Zeit erspart hätte.
Richtige Höhepunkte, die einem richtig in den Bann des Films ziehen, gibt
es leider kaum. Es gibt selten irgendwelche Actioneinlagen, nur selten gute
Masken, keine Splattereffekte und leider auch keinen einzigen extrem guten
Darsteller, der einem die Zeit versüßen könnte. Irgendwie ist alles
mittelmäßig, was dem Film natürlich auch einen durchschnittlichen Touch
gibt. Letztlich wird dies auch durch die Auffälligkeit unterstrichen, dass
der Film für das Fernsehen gedreht wurde. Fernsehfilme können nur selten
mit der Atmosphäre von Kinohorrorfilmen mithalten und wenn dann auch noch
die Spannung zu wünschen übrig lässt, kann der Film kaum noch zu einem
der besseren seiner Art werden.
Alles in allem kann man „The Stand“ als einen interessanten Film
betrachten, den jeder Horrorfan mal gesehen haben sollte, der aber leider
viel zu lange dauert. Sechs Stunden sind nun mal kein Pappenstiel und der
ein oder andere wird es sicherlich vorziehen, sich anstatt dieses Streifen
vier andere in den Videorekorder zu schieben... |