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Seit
Ewigkeiten befinden sich die Erdbewohner im blutigen Krieg mit den Bugs. Ein
Sieg ist für keine der beiden Seiten in Sichtweite. Die Bugs mutieren immer
gefährlicher und die Menschen bauen immer effektivere Waffen. Deshalb macht
sich flächendeckend Unmut breit. Die Menschen ahnen, dass der Ausgang des
Krieges mit totaler Zerstörung enden wird. Daher macht sich eine, nicht
gerade kleine, Gruppe von Kriegsgegnern breit, die ihrem Unwillen
öffentlich kundtut. Zum Schaden der Föderation.
Abseits
dieses Trubels gerät Colonel
Johnny Rico auf einem Kolonie-Planeten in Schwierigkeiten. Nach einer
Auseinandersetzung mit Bugs und einem Vorgesetzten wird er zum Tod durch den
Strang verurteilt. Doch er überlebt den Strick unerwartet und wird
daraufhin in etwas sehr geheimes eingewiesen. Er ist auserkoren, dass
Marauder-Programm zu leiten. Ein Himmelfahrtskommando, welches großen
Schaden von der Föderation abhalten kann… |
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Nach dem genialen ersten und dem zu recht
kritisierten zweiten Teil gibt es sicherlich nicht viele Filmfans, die ohne
große Bedenken auf „Starship Troopers 3: Marauder“ losgehen werden. Zum
einen ist das sicherlich berechtigt, da in den seltensten Fälle
Fortsetzungen das Original übertreffen. Wie ja der zweite Teil bewiesen
hat. Zum anderen kann man aber auch mal positiv überrascht werden, wenn
sich eine vernünftige Crew der Thematik annimmt und den Namen „Starship
Troopers“ wieder dahin führt, wo die Leute ihn sehen wollen.
Und genau das ist hier der Fall. Um es vorwegzunehmen: Einen Vergleich mit
dem Paul Verhoeven Klassiker hält „Starship Troopers 3: Marauder“
natürlich nicht stand. Gut ist aber, dass Regiedebütant Edward, der zuvor
als Drehbuchautor aktiv war („Robocop“, „Starship Troopers“ u.a.)
zurück in Verhoevens Fußstapfen tritt. Und das macht dem Betrachter Spaß.
Es macht Spaß, den zynischen Werbebotschaften zu lauschen, Bugs beim
Schnippeln zu beobachten und zu betrachten, wie die Menschheit versucht,
ihren Allerwertesten zu retten. Dass der satirische Unterton nicht genau so
spitz ist, wie er es 1997 war, stört ebenso wenig wie die Tatsache, dass
die CGI animierten Bugs nicht unbedingt besser aussehen als die Originale.
Leider gibt es auch hier einige Aktion, meist Dialoge, die weniger
interessant zu beobachten sind. Eine weitere kleine Spaßbremse ist der
religiöse Einfluss. Er ist stark übertrieben und soll sicherlich das
Geschehen etwas aufheitern. Aufgrund der aufdringlichen Religionsanbeterin
im Film und der schlechten, dazugehörigen Darstellerin, nervt das
Gott-Gelaber aber schon nach wenigen Momenten und verfügt über viel
Steigerungspotential.
Casper van Dien („Starship Troopers“, „Sleepy
Hollow“, „Dracula 3000“ uva.) ist der einzig bekannte Darsteller. Er
schafft es allerdings nicht, sich komplett in den Vordergrund zu spielen.
Dafür ist die dargebotene Leistung nicht gut genug. Einige der Akteure
haben mit ihren gewollt, überspitzten Rollen sichtlich zu kämpfen. Der ein
oder andere ist damit auch überfordert. Dies schadet dem Guckgenuss aber
nur ein wenig. Denn wenn man sich an das Ursprungswerk erinnert, wird man
feststellen, dass dort auch nicht unbedingt Schauspiel-Ikonen nötig waren.
Das „Starship Troopers 3: Marauder“ nicht aus dem übergroßen Schatten
von „Starship Troopers“ herausspringen kann, ist klar. Dennoch weiß
diese Direct-to-DVD-Produktion zu gefallen und versteht es, die Geschichte
weiter zu erzählen. Wer den ersten Teil gemocht hat und bereit ist kleinere
Abstriche zu machen, ist mit diesem Film bestens bedient. Die schöne
Weltraum-Zukunfts-Atmosphäre kommt zum tragen, es gibt einige
Splattereinlagen und es werden genügend Fragen aufgeworfen, die im Laufe
beantwortet werden wollen. Wer Kritikpunkte finden will, wird hier auch
welche finden. Keine Frage. Wer sich aber von einem „Starship Troopers“-Abenteuer
unterhalten lassen will, wird hier gute Unterhaltung finden. Das ein oder
andere Bierchen, im Kreise von Freunden, ist bei der Betrachtung sicherlich
nicht schädlich. Das macht das Zudrücken des ein oder anderen Auges noch
leichter. |