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Jerry
Blake ist anders als andere. Nichts liegt im mehr am Herzen, als
Ordnung zu halten. Da ist es schon etwas ungewöhnlich, dass er
sein Haus in einer derartigen Unordnung verlässt: Überall sind
Leichen verteilt. Blut klebt an den Wänden. Jerry hat seine
Familie ausgelöscht. Ausgelöscht, um endlich Frieden zu finden.
Diesen erhofft er sich beim nächsten Versuch. Er hat eine neue
Familie gefunden, die natürlich nichts von seiner Vergangenheit
weiß. Seine neue Flamme heißt Susan. Susan ist Witwe und überglücklich
über ihre neue Beziehung. Anders sieht das bei Tochter Stephanie
aus. Sie mag den neuen Freund ihrer Mutter nicht und ahnt, dass
dieser nicht ganz richtig tickt... |
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Der
Killer mit dem Ordnungsfimmel. Dies ist mal eine andere
Herangehensweise anstatt der sonst üblichen Methoden im
Horror-Film, wo nicht allzu selten Kindheitstraumata mit Messer
und Machete verarbeitet werden. Anders ist das Gezeigte in „The
Stepfather“ auch, weil man den Killer von Anfang an kennt und
ahnt, respektive weiß, was er vorhat. Wer nun denkt, dass die
Story in diesem Streifen somit zum Spannungskiller wird, liegt
aber falsch. Im Jahre 1987 gedreht, kommt das Ganze durchaus
unterhaltsam daher.
Das liegt zum einen an der realitätsnahen Darstellung der
Ereignisse. Ein normal scheinender Mann hat die Veranlagung, in
bestimmten Momentan durchzudrehen. So ähnlich hat das ja auch in
dem Film „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“
funktioniert. Das dies authentisch rübergebracht wird, ist den
solide agierenden Darstellern zu verdanken. Allen voran
Hauptdarsteller Terry
O'Quinn (spielt John Locke in der populären TV-Serie
„Lost“). Er versteht es, die verschiedenen Facetten des
Psychopathen gut wiederzugeben. Ihm hilft dabei die Verwandelungsfähigkeit
seiner Rolle und seine Mimik, inklusive Psycho-Blick, die er
geschickt einsetzt.
„The Stepfather“ lebt von seinen Höhepunkten, die allerdings
nicht gerade zahlreich sind. Es wird viel Zwischenmenschliches
wiedergegeben. Gerade in der Vater Tochter Beziehung. Tochter
Steffi ist eigentlich die Einzige, die zu erkennen scheint, was
vor sich geht. Und sukzessive baut sie das Netz der Enthüllung
dann auf. Die Zwischenszenen sind daneben unspektakulär.
Regisseur Joseph
Ruben („Joyride“,
„Der
Feind in meinem Bett“)
versucht das Familienleben zu beleuchten. Aus der Sicht, wie es
der kranke Killer gerne sieht.
Auf spannende Momente muss man so immer wieder warten. Eine
bedrohliche Atmosphäre steht aber immer an. Da niemand so richtig
weiß, wann der Psychopath das nächste Mal explodiert. Dies ist
dann allerdings nicht so explosionsartig, dass der geneigte
Betrachter sich Sorgen um sein Herz machen muss. Auch in Sachen
Splatter/Gore, wird eher auf Sparflamme gekocht. Das FSK18 ist in
seiner Bewertung veraltert.
Was „The Stepfather“ unterm Strich ist, ist ein netter
Horror-Film aus den spät 80ern, der sich nicht zu unrecht einen
guten Namen gemacht hat, der aber auch nie zu einem richtigen
Kultfilm avancieren konnte. Für Horror-Fachleute ist es natürlich
ein Pflichtfilm. Gerade auch, weil er zum einen der Start einer
Trilogie ist („Stepfather 2“ (1989), „Vatertag“ (1992)),
die Vorlage zu einem Remake von 2009 und erstaunlicherweise das
Remake des Films „Spur in den Tod“ von Michael Winner („Ein
Mann sieht Rot“, „Hexensabbat“). Dies aber wohl auch nur aus
Vermarktungsgründen. Denn ein Alternativtitel von „The
Stepfather“ lautet „Spur in den Tod II“, obwohl die Thematik
des Films nicht zwingend vergleichbar ist. |