Stephen King - World Of Horror

OT: Stephen King: World of Horror
ca. 90 Minuten
USA 1992
 
Regie
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Darsteller
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und

„World of Horror – Stephen King” manch einer wird jetzt wohl denken, dass er diesen Film gar nicht kennt, obwohl er sonst alles liest oder sieht, was der Meister des seichten Horrors von sich gibt. Ich kann denjenigen beruhigen, denn bei diesem Video handelt es sich um eine Dokumentation, die, wie unschwer zu erkennen ist, für das Fernsehen gedreht wurde. Zu sehen ist dies, an einigen Stellen, die wiederholt werden, da eine Werbepause bevorsteht. Natürlich gibt es auf der Kassette keine Werbung, die kleinen Teaser stören aber trotzdem ungemein.

Bevor ich nun zum Inhalt komme, will ich kurz erwähnen, wie diese Dokumentation umgesetzt wurde. Also es läuft eigentlich so ab, dass entweder Filmausschnitte oder Interviews mit bekannten Horrorgrößen gehalten werden und dies natürlich in englisch. Die deutsche Synchronisation hat sich nicht die Mühe gemacht, alles vernünftig zu übersetzten, sondern hat nur eine deutsche Tonspur über das Original gelegt. Dies hat leider zur Folge, dass man natürlich ein Gemisch aus Deutsch und Englisch hört. Bekannte Filme werden in englische gezeigt und dann von der Stimme des Übersetzers synchronisiert. Das sich dies besonders bescheuert anhört, wenn man die Filme kennt, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen ...

Kommen wir nun aber zum eigentlichen, dem Inhalt der Dokumentation. Zu Anfang gibt es ein Interview mit dem Namensgeber dieses Films, der uns ein wenig an seinen Gedanken über den Horror teilhaben lässt. Er beschreibt das er nicht richtig tickt und das dies die Grundlage seines Erfolges wäre. Den einzigen Horror, den ich dabei empfunden habe, war als ich in Kings Gesicht sah, dass nicht von seiner dicken Brille verschleiert wurde. Ohne sie sind die zusammengewachsenen Augenbrauen des Meisters mehr als deutlich zu erkennen...

Dann geht es aber gleich zur Sache und zwar mit dem italienischen Kultregisseur Dario Argento, der über die Zensur seiner Filme ablästert und zeigt, wie er mit seiner Kamera und der Angst der Zuschauer umgeht. Es gibt Ausschnitte zu einigen seiner Filme und im Anschluss daran labert King wieder ein bisschen, bis Brian Yuzna vor die Kamera tritt um einige seiner Filme vorzustellen und uns seine eigne Meinung mitzuteilen. Erstaunlicherweise wird bei einem Ausschnitt zum Film „Society“ eine Szene gezeigt, die eigentlich aus der deutschen 18er Fassung rausgeschnitten wurde. Kennern will ich sagen, dass es sich um die Szene handelt, in der dieser komische Typ auf links gezogen wird.

Im Prinzip zieht sich dieses System durch die ganze Dokumentation, lediglich die Namen der Regisseure und Filme ändern sich. Ein richtiger Abstecher wird gemacht, als ein Studio am Rande Hollywoods besucht wird, dass sich mit dem Erstellen von Spezialeffekten beschäftigt. Es werden einige präsentiert, die unter anderem aus berühmten Filmen stammen. Er gibt auch einige interessante Ausschnitte, die nie gezeigt wurden, da sie vor der Fertigstellung einiger Filme rausgeschnitten wurden.

Im weiteren Verlauf der 90 Minuten gibt es noch die Regisseure Wes Craven, Clive Barker, John Carpenter, Jeff Burr und andere zu bestaunen und auch von ihren Filmen gibt es einige Ausschnitte. Es kommen eine ganze Menge der bekanntesten Filme vor, allerdings gibt es auch Rückblicke auf Klassiker, die dieses Genre prägten.

Diese Dokumentation von 1992, die in Deutschland von dem Jünger Label herausgegeben wurde, ist besser als ich mir das eigentlich gedacht hatte. Wer rechnet denn auch schon damit, dass eine Doku, die ab 16 Jahren freigegeben ist, einen wahren Horrorfilmfan begeistern kann? Aber wenn man natürlich Szenen reinschneidet, die aus 18er Fassungen rausgeschnitten werden, dann kommt da schon etwas bei rum. Zugegebenermaßen ist das auch so ziemlich die einzige Szene, die etwas härter ist und somit ist das FSK 16 wohl gerechtfertigt.

Allerdings gibt es auch etwas negatives zu berichten und das ist ohne Frage die billige Synchronisation. Ich denke mir mal das sich irgendjemand ganz preiswert die Rechte an dieser Dokumentation gesichert hat und dann schnell einen Sprecher ins Studio gesetzt hat, der den Film an einem Tag übersetzten musste. Meiner Meinung nach hätte man sich wenigstens die Mühe machen können, die deutschen Tonspuren zu den bekannten Filmen zu besorgen, denn so kommen die Klassiker absolut bescheuert rüber!

Für Menschen, die gerade dabei sind sich für das Horrorgenre zu interessieren ist dieses Tape genauso empfehlenswert wie für Kenner der Szene. Man bekommt die Macher der Filme ja nicht so häufig vor der Kamera zu sehen und ein Blick hinter die Kulissen finde ich eigentlich immer interessant.


 
 

Review by ThS

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