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| OT: Suspiria |
| ca. 94
Minuten |
| Italien
1977 |
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| Regie |
| Dario Argento |
| Darsteller |
Jessica
Harper
Stefania Casini
Flavio Bucci
u.a. |
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Suzy ist von New York nach Deutschland
geflogen, um sich bei der Tanzschule vorzustellen, bei der sie sich beworben
hat. Es regnet in Strömen und der Taxifahrer versteht sie erst nicht, doch
bald ist sie am Ziel ihrer Träume. Als sie das prunkvolle Gebäude erreicht
hat sieht sie, wie eine junge Frau schreiend aus der Tür läuft, die sich
hinter ihr verschließt. Suzy klingelt, wird aber nicht hineingelassen und
muss so zusehen, wie sie die erste Nacht im fremden Land verbringt. In
dieser Nacht wird das Mädchen, dass Suzy eben noch gesehen hat, grausam
umgebracht, doch davon erfährt sie zunächst nichts.
Am nächsten Tag begibt sich die junge Amerikanerin erneut zur Tanzschule,
obwohl sie eigentlich schon abreisen wollte, denn nach den Geschehnissen
hatte sie etwas die Lust verloren. Doch diesmal darf sie das Gebäude
betreten und findet sich wenig später in der Tanzgruppe wieder, die unter
weiblicher Führung, sehr hart trainiert.
Doch irgendwie bekommt Suzy den Eindruck, dass hier etwas nicht stimmt. Ein
zahmer Blindenhund beisst um sich und tötet später sein Herrchen, im Haus
bricht eine Madenplage aus, eine angriffslustige Fledermaus taucht auf und
die Leiterin der Anstalt ist niemals zu sehen, man hört des Nachts
lediglich ihr schweres Atmen. Es scheint, als würde mit dem Gemäuer und
der Tanzleitung etwas nicht stimmen und wenig später stellt sich heraus,
dass es in der Tat so ist... |
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„Suspiria“ erschien nur kurz nach dem
Langeweiler „Profondo Rosso“ (Rosso die Farbe des Todes) und war ein
richtungweisender Film für den italienischen Kultregisseur. Nach „Suspiria“
ging es mit Argento steil nach oben und das nicht zuletzt wegen der guten
Qualität des Films, der in seiner Art einmalig ist.
Die Geschichte beginnt normal und auch nach dem ersten Mord, der nach
wenigen Minuten geschieht, ist noch nichts wirklich ungewöhnlich. Dann
mehren sich aber die seltsamen Vorfälle rund um die Tanzschule und
irgendwann weiß man, dass da mehr sein muss als menschliche Zufälle.
Dieser Plot ist sicherlich nichts weltbewegendes, doch Argento hat es
geschafft, ihn auf eine sensationelle Weise umzusetzen. Optisch stechen die
Farben und Objekte des Films ins Auge, da sie kunstvoll kräftig
rüberkommen, schön anzusehen sind und dem ganzen einen besonderen Touch
geben. Hier wird eine Atmosphäre aufgebaut, die nicht durch Dunkelheit
besticht, sondern durch frohe Farbspiele, die aber trotzdem in die
spannungsgeladene Geschichte passen. Es wird aber natürlich nicht auf
dunkle Horrorszenen verzichtet, in denen dem Zuschauer Angst eingejagt wird,
die frohe Farbwelt überwiegt aber klar.
So richtig spannend wird es aber erst im letzten Drittel des Films, die
erste Stunde kommt doch eher schwer in Fahrt. Das soll nicht heißen das es
langweilig ist, oder das es an etwas wichtigem fehlt, es fehlt lediglich ein
bisschen Dynamik. Auch splattertechnisch bekommen wir am Anfang wenig
geboten, allerdings wird das nicht unbedingt besser, je länger der Film
dauert. Argento hat sich hier klar zurückgehalten und zu allem Übel sind
einige Effekte nicht sonderlich gelungen. So sieht man zum Beispiel wie sich
der Frauenkopf in der ersten Szene in einen Puppenkopf verwandelt, was nicht
unbedingt zur Authentizität beiträgt und auch zwei Tierszenen wirken eher
belustigend als das sie einem Angst einjagen. Die Hundeszene ist zwar noch
halbwegs okay, doch als plötzlich eine Fledermaus in ein Zimmer eindringt
und eine Frau angreift ist es leider vorbei. Diese Szene hätte man ruhig
entfernen sollen, da sie erstens eh nicht wichtig war und in ihr nicht
wirklich gesplattert wurde. So bleibt sie beim Betrachter aber in
Erinnerung, was sicherlich nicht positiv ist.
Der Gesamteindruck ist allerdings positiv, denn bei „Suspiria“ haben wir
es mit einem richtig guten Horrorfilm zu tun, der keine gravierenden
Schwächen hat, es sei denn man zählt die Effektarmut hinzu.
Glücklicherweise werden bei diesem Argento-Streifen aber nicht nur die
Augen verwöhnt, auch die Ohren kommen zu besonderen Genüssen. Und das
liegt daran, dass wieder einmal die Synthie-Band „Goblin“ in die Tasten
des Keyboards gehauen hat. Es gibt zwar sicherlich bessere Soundtracks der
Italiener, doch Fans ihrer Musik erfreuen sich an jedem Stück!
Zu den Schauspielern muss man eigentlich nichts sagen, da sie weder positiv
noch negativ auffallen und somit eine grundsolide Arbeit ablegen, allerdings
hat der deutsche Schauspieler Udo Kier einen Kurzauftritt. Kiers
Kurzauftritt ist aber wirklich kurz und nicht unbedingt wichtig. Alles in
allem ist „Supiria“ also ein guter Film, den Fans des italienischen
Kultregisseurs unbedingt gesehen haben sollten. Es ist zwar nicht sein
bester Film, allerdings ist die DVD-Umsetzung von Dragon mit das beste was
es auf dem Markt gibt und neben der VHS Fassung von GTM, ist es die einzige
uncut Fassung. |
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