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Der napoleonische Offizier André Duvalier hat
sein Regiment verloren und irrt an der baltischen Küste umher. Eines Tages
erreicht er das Schloss des Barons von Leppes und quartiert sich dort, gegen
den Willen des greisen Hausherren, ein. Zuvor hatte er am Strand ein
attraktives Mädchen kennen gelernt, das ihm nun auf einem Bild des Barons
wieder vor die Augen tritt. Der Baron sagt allerdings, dass es sich bei der
Frau um seine ehemalige Gattin handelt, die er vor über 20 Jahren ermordet
hat.
André kann und will die Geschichte des mürrischen Barons nicht glauben, da
er die schöne Frau mit seinen eigenen Augen gesehen hat. Auch eine alte
Hexe, die er unterwegs trifft, verrät ihm, dass das von ihm gesehene
Mädchen nicht existent ist. Aber der junge Offizier setzt seine Suche
unbeirrt fort, und soll eine mysteriöse Entdeckung machen... |
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Was kann man von einem Film erwarten, dem
gerade vier Tage Drehzeit zugesprochen wurden? Eigentlich nicht viel, wenn
da nicht der Meister des B-Movie, Roger Corman, die Finger im Spiel gehabt
hätte. Corman war gerade dabei, die Poe-Adaption „Der Rabe - Duell der
Magier“ zu drehen und hatte noch ein paar Drehtage mit Boris Karloff,
sowie einige Filmkulissen, zur Verfügung.
Was macht man dann also? Richtig! Man dreht "mal eben" "The
Terror - Schloss des Schreckens".
Und man sollte es nicht glauben, der Streifen ist gar nicht mal so schlecht.
Zwar stehen vor allem Dialoge im Vordergrund, diese sind aber so gut in
Szene gesetzt, dass kaum Langeweile oder langwierige Szenen auftauchen. Als
Protagonisten hatte man damals den talentierten Schauspieler Jack Nicholson
engagiert, der ja im Laufe seiner Karriere eine Menge Erfolge einheimsen
sollte. Nicholson kommt zwar in "The Terror" nicht ganz an die
schauspielerische Klasse heran, die ihn berühmt gemacht hat, ab und zu
lässt er aber einen debilen Gesichtsausdruck zurück. Auf sein teuflisches
Grinsen muss der Betrachter allerdings gänzlich verzichten, das hat
Nicholson offensichtlich erst später perfektioniert. Dumm, für Fans des
Hollywood-Stars ist nur, dass er in "The Terror" eine ziemlich
unpassende Synchronstimme bekommen hat. Boris Karloff, der den Baron spielt,
ist zwar vom Alter gezeichnet, agiert aber hervorragend und bringt seine
Rolle viel glaubhafter rüber als Nicholson, der den Offizier mimt.
Aber das ist auch nicht wirklich tragisch, denn im Vordergrund des Films
steht die recht dichte Gruselatmosphäre, die durch das Schloss, Szenen im
Wald und malerische Landschaftsaufnahmen untermauert wird. Zugegebenermaßen
sind einige Einstellungen etwas kitschig geraten, dies gibt einem aber das
Gefühl, einen richtig alten Film zu betrachten und das ist "The
Terror" nun mal... Der Film ist aber weitestgehend nicht unbedingt
albern, eher so wie eine typische Corman-Produktion, gegen Ende kommen
allerdings einige Trash-Szenen zusammen. Die Story an sich bietet eigentlich
nichts, was es nicht schon zigfach gegeben hat. Die märchenhafte
Erzählweise, gepaart mit den bereits angesprochenen optischen Vorteilen,
macht es einem leicht, die Geschichte bis zum Schluss zu verfolgen. Man
scheint zwar schon zu ahnen, was vor sich geht, sicher kann man sich aber zu
keinem Zeitpunkt sein.
Erstaunlich sind noch einige Zahlen, die der Streifen so mit sich bringt:
Vier Tage hat der Dreh gedauert, an dem nicht weniger als fünf Regisseure
beteiligt waren. Es ist kaum zu erahnen, wie sich Roger Corman, Francis
Coppola, Jack Nicholson, Monte Hellmann und Mark Griffiths die Arbeit
aufgeteilt haben...
Alles in allem muss man nach dem Betrachten des Films zu der Erkenntnis
kommen, dass "The Terror" zwar kein richtig guter, aber auch kein
richtig schlechter Streifen ist, den man aufgrund der berühmten Beteiligten
ruhig mal, in einer ruhigen Stunde, gucken kann. Er unterhält Freunde des
Gruselkinos ebenso wie begeisterte Trash-Film-Liebhaber. |