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Eine Gruppe jugendlicher Krimineller
terrorisiert ihre Umwelt, schreckt dabei weder vor Raub noch Mord zurück.
Doch eines Tages soll eine abscheuliche Tat das nun endgültig letzte
Vergehen der Outlaws sein: Als sie eine hilflose Alte Frau in ihrem Haus
überfallen und samt Enkel und Hund bei lebendigem Leibe verbrennen, stößt
diese mit ihrem letzten Atemzug einen fürchterlichen Fluch aus, der schon
bald ein Gang-Mitglied nach dem anderen dahinrafft... |
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Wow!!!
Horror-Fans aufgepasst: Vielleicht ist Euch dieses wirklich räudig-nette
Stück Horror-Celluloid vor Jahren schon mal im Video-Regal begegnet, wurde
aber von links liegen gelassen...
Kein Wunder: Titel und Cover (zumindest der Auflage von Tyrus Video) lassen
ja nun auch auf ersten Blick übelsten Biker-Action-Trash erwarten, wie er
seinerzeit ja insbesondere im Zuge der Mad Max – Welle haufenweise auf den
Markt geworfen wurde. Doch weit gefehlt!!!
TERRORGANG ist ein netter spanischer Gruselschocker mit Splatter-Momenten,
der vor allem Fans der „alten Schule“ (Fulci, Naschy, Franco...)
begeistern wird!! Kenner der Materie wissen also Bescheid, dass sie hier
kein High-Quality-Horror zu erwarten haben, sondern Exploitation-Kino in
Reinkultur!!! Was als Terror-Filmchen in unterhaltsam-fieser Mondo-Brutale
– Manier beginnt, schwenkt ungefähr zur Hälfte urplötzlich in eine
atmosphärisch gelungene Grusel-Story a la Reitende Leichen, etc. um.
Vielleicht war sich der Regisseur damals nicht ganz sicher, auf welches
Trend-Pferd er aus kommerzieller Sicht setzen sollte.
Sei’s drum: Beide Hälften des Filmes sind auf ihre Art äußerst
unterhaltsam und können (vorausgesetzt, die Ansprüche des Zuschauers sind
nicht allzu hoch) durchaus überzeugen. Leider besitzt der Film einen
leichten dramaturgischen Hänger, der jedoch aufgrund des kurzweiligen
Anfangs und des atmosphärisch gelungenen Endes nicht sonderlich ins Gewicht
fällt.
Hier kommt Stimmung auf, die angenehm an mediterrane Kult-Grusler der 70er
und 80er Jahre erinnert. Tricktechnisch haben die Macher offensichtlich das
beste aus dem für derartige Produktionen doch meistens stark begrenzten
Budget rausgekitzelt, gespart wurde denn wohl auch eher an den Gagen für
die Schauspieler... Die Dialoge sind (zumindest in der deutschen
Synchronisation) wirklich oberstes Kanonenrohr...
Insbesondere während der Passage, als die Gruppe sich in einer verfallenen
Kirche einquartiert, wird geflucht und gottesgelästert, dass es sogar
mancher Black Metal Combo noch die Schamesröte ins Gesicht treibt. Da
schien wohl der Drehbuchautor ein ganz persönliches Problem mit
katholischer Autorität gehabt zu haben ;-)
Die Darsteller, insbesondere die weiblichen Vertreter der Zunft, neigen
stellenweise ein wenig zum Overacting, wozu sicherlich auch die oben
erwähnte Trash-Synchro einen wesentlichen Teil zu diesem Eindruck
beiträgt. Doch gerade dieser Umstand wirkt auf seine Art und Weise nun mal
auch in derartigen Produktionen sympathisch, oder? Eine schöne Landschaft
als Kulisse, sowie fast schon goblin-artige Musik in der zweiten Hälfte des
Films (auffällig, dass diese erst im zweiten, gruseligen Abschnitt des
Films als wichtiges Stilelement eingesetzt wird), runden die Sache
zusätzlich ab.
Wie gesagt: Sehr hohe technische oder gar darstellerische Ansprüche darf
man an TERRORGANG nicht stellen. Wer aber mit exploitativem, trashigen aber
unterhaltsamen Horror mit teilweise recht derben Splatter-Momenten in bester
Fulci / D’Amato – Manier etwas anfangen kann, sollte durchaus einen
Blick riskieren.
Fazit: Geheimtipp! Spanischer Terror-Grusler mit typisch trashigem 70er
Flair und einigen herben Splatterszenen!! |