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| OT: Tesis |
| ca. 119
Minuten |
| Spanien
1996 |
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| Regie |
| Alejandro Amenábar |
| Darsteller |
Ana
Torrent
Fele Martínez
Eduardo Noriega
u.a. |
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zur Horror-Page |
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Die Examensarbeit steht an und so macht sich
Angela auf die Suche nach weiteren Informationsquellen. Das Thema der
Arbeit, der jungen Filmstudentin, befasst sich mit der Gewaltdarstellung in
Film und Fernsehen und es liegt ihr persönlich sehr am Herzen, da sie
Gewalt prinzipiell ablehnt und nicht möchte das sich die Welt so „mediengewaltig“
weiterentwickelt.
Sie sucht Rat bei ihrem Professor, den sie bittet ihr Gewaltvideos aus dem
Uni-Archiv zu besorgen. Als dieser ihr mitteilt, dass er sich die Sache
überlegen würde, sucht sie weitere Hilfe bei einem Kommilitonen, der für
seine brutale Videosammlung bekannt ist. Allerdings versucht Chema sie
abzublocken, was dem etwas zurückgezogenen jungen Mann allerdings nicht
gelingt. Die aufdringliche Angela schafft es das er sie zu sich einlädt und
zusammen gucken sie sich einen Horrorfilm aus seiner umfangreichen Sammlung
an.
Am nächsten Morgen sucht Angela den Professor auf, der ist aber anfangs
nicht zu finden. Als sie einen Vorführungsraum betritt sieht sie den
Professor vor der flimmernden Leinwand sitzen, allerdings ist er verstorben.
Schockiert sichert sich die junge Studentin das Videoband, dass
offensichtlich für den Tod des alten Manns verantwortlich war und macht
sich aus dem Staub. Zu hause versucht sie sich das Videoband anzugucken, was
ihr aber nicht gelingt. Zu groß ist die Angst, die lediglich zulässt, dass
sie sich einen Teil des Films ohne Bild ansieht. Die Hilfe zu diesem Problem
lautet Chema. Der hartgesockene Filmfreak macht sich auch direkt über das
Band her, als Angela es ihm überreicht. Was er dann sehen muss, ist
schlimmer als all die Horrorfilme, die er bisher zu Gesicht bekommen hat.
Auf dem Magnetband befindet sich ein Snuff-Film, ein Film bei dem ein echtes
Mädchen vor laufender Kamera getötet wird.
Die Tatsache, dass das Mädchen bekannt ist und Chemo von ihrem
Verschwinden, vor einigen Jahren, weiss, hat zur Folge das beide sich in den
Fall reinsteigern. Sie wollen herausfinden wie der Professor an das Video
gekommen ist, wer es gedreht hat und wer Informationen über das
Verschwinden des getöteten Mädchen hat. Das normale Leben ist für die
beiden Studenten somit vorbei und ein Höllentrip beginnt... |
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Der Snuff-Film... gibt es ihn? Gibt es ihn
nicht?
Eine schier unendliche Diskussion, die durch Snuff-Fakes a la „Guinea Pig“
(den ich im übrigen noch nicht gesehen habe, da mir die schlechten Kritiken
reichten) immer wieder angeregt werden. Es gibt so viele perverse Menschen,
warum sollte es dann nicht auch Videos von echten Tötungen geben?
Während sich der Film „8mm“ noch mit dieser Frage beschäftigte, ist
das bei „Tesis“ ganz anders. An der Echtheit des Fundstücks wird keine
Sekunde gezweifelt, es geht vielmehr darum, den oder die Verantwortlichen
des Drehs ausfindig zu machen. Wie das bei solchen Streifen nun mal so ist,
kann man nicht auf die Polizei zurückgreifen, da die Indizien zu wage sind
und so müssen sich die Protagonisten auf den Weg machen und auf eigene
Faust Informationen einsammeln.
Hierfür hat der spanische Regisseur Alejandro Amenábar auf zwei Charaktere
zurückgegriffen, die so unterschiedlich sind, wie sie nur sein können.
Angela ist ehr die ruhige Vertreterin, wogegen Chemo der extrovertierte
Horrorfanatiker ist, der schon länger mit der normalen Gesellschaft
abgeschlossen hat. Das die beiden dennoch als Team fungieren gibt dem Film
die nötige Würze die er braucht, um den Zuschauer, neben der umstrittenen
Thematik, zu fesseln. Die Darsteller tun zudem ihr bestes um die ganze Sache
authentisch rüberzubringen, allerdings kann ich ihnen nur eine solide
Leistung bestätigen, die alles andere als außergewöhnlich ist.
Der Film fängt ohne Frage verheißungsvoll an und die bizarre Stimmung
trägt sehr zur Unterhaltung bei. Allerdings kommt es im Laufe des Films zu
einige langatmigen Passagen, die wohl Spannung transportieren sollen, es
aber beim besten Willen nicht schaffen. Vor allem gegen Ende des Films
fällt dies immer wieder auf, sodass der nicht vorhersehbare Schluss leider
etwas von der „Wann-ist-er-denn-endlich-vorbei-Stimmung“ übertüncht
wird. Auch die Spannung, die am Anfang sehr zum tragen kommt, lässt
deutlich nach und somit kann man wohl sagen, dass die Verantwortlichen wohl
besser die ein oder andere Szene im Schneideraum entfernt hätten, denn
wirklich wichtig sind die langweiligen Passagen nicht.
Die FSK 18 Einstufung beruht nicht auf Gewaltdarstellungen, wie man es
eigentlich vermuten könnte, diese werden so gut wie gar nicht gezeigt und
wenn es nur um sie gehen würde, könnte man locker eine 12 auf das Cover
klatschen. Vielmehr ist dieser Streifen nur Erwachsenen zu empfehlen, da es
schockierende Bilder und Andeutungen gibt. Die Schreie, die man von dem
Snuff-Tape hört sind wirklich grausam und zudem gibt es noch die
Andeutungen, dass die jungen Frauen brutal ermordet und dann zerstückelt
werden...
Insgesamt ist „Tesis“ ein ganz netter Film, mit einem interessanten
Thema, der nicht wirklich überzeugt. Für das einmalige Betrachten ist er
sicherlich bestens geeignet, an den genreähnlichen Film „8mm“ mit
Nicolas Cage kommt er aber bei weitem nicht ran. |
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